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Wenn Leipziger/-innen träumen: Das Ende der Pandemie und weniger Konfrontation

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    Im Leben eines Polizeibeamten oder einer Polizeibeamtin geschieht so einiges, das die kühnsten Träume dagegen blass und fad erscheinen lässt. Dennoch sind Träume etwas, das in meinem beruflichen Alltag eher schwer zu fassen ist. Die Realität ist zu allgegenwärtig und umfassend, um Phantasien nachzuhängen. Aber natürlich habe ich Wünsche und Hoffnungen, von denen ich Ihnen hier gern berichten werde.

    Lassen Sie uns aber zuerst einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2021 werfen. Im Februar dieses Jahres kam ich als der „Neue“ nach Leipzig. Ich stamme aus dem Erzgebirge, habe viel Diensterfahrung unter anderem in Zwickau und Dresden gesammelt, aber Leipzig war für mich Neuland. Inzwischen ist mir diese facettenreiche Stadt mit all ihren Besonderheiten ans Herz gewachsen.

    Wir sind Landesmeister, was Veranstaltungen und Versammlungen betrifft und spielen polizeilich gesehen in der Liga einer deutschen Großstadt. Es gibt selten einen Tag, an dem keine neue Herausforderung zu meistern ist.

    Abgesehen davon hat uns alle auch in diesem Jahr ganz besonders die Pandemie gefordert. Ein Jahrhundertereignis, das uns und die Strukturen der Polizei immer wieder auf die Probe stellt. Und natürlich macht es mir Sorgen, dass meine Kolleginnen und Kollegen häufig an ihre Belastungsgrenzen kommen! Dennoch weiß ich, dass unsere Polizeidirektion stark ist und jeder und jede Einzelne seinen Teil dazu beiträgt.

    Noch viel mehr beschäftigt mich jedoch, dass genau diese Kolleginnen und Kollegen da draußen, neben den Gefahren der Pandemie an sich, noch mit ganz anderen Problemen konfrontiert werden.

    Die Spaltung der Gesellschaft ist spürbar. Angst und Emotionalität herrschen an vielen Stellen über Vernunft und Wissen. Der Alltag ist geprägt von Konflikten und Einschränkungen. Das macht es schwieriger, das große Ganze im Blick zu behalten, doch ist es genau das, was wir brauchen!

    Wir sollten auf uns achten und respektvoll und ehrlich miteinander umgehen. Jeder Einzelne muss sich wieder als Teil dieser Gemeinschaft verstehen. In der Polizeiausbildung lernt man, dass es nichts Wichtigeres gibt, als in unklaren und gefährlichen Situationen auf die Menschen im Umfeld aufzupassen. Die Pandemie ist solch eine schwierige Situation und jeder sollte inzwischen den Ernst der Lage erkannt haben!

    Die letzte LZ des Jahres 021, Nr. 97 Titelblatt. Foto: Screen LZ
    Die letzte LZ des Jahres 021, Nr. 97 Titelblatt. Foto: Screen LZ

    Ich wünsche mir, dass wir nicht nur vom Ende der Pandemie träumen, sondern es uns zum Ziel machen! Wenn die Menschen wieder mehr Wert auf das „Miteinander“ legen würden, anstatt das kräftezehrende „Gegeneinander“ vorzuziehen, bin ich mir sicher, dass dieses Ziel erreicht werden kann.

    Mein Wunsch ist zum Ende des Sommers 2022 eine Immunisierungsrate, die eben keine Einschränkungen im nächsten Herbst und Winter erforderlich macht. Die unsere Gesundheit und Gesellschaft schützt.

    Die Versammlungen, Weihnachtsmärkte, Vereinssport, Zuschauer, Kultur und Kunst ermöglicht. Die dem Handwerk und der Wirtschaft wieder Luft zum Atmen gibt. Die polizeiliche Maßnahmen zur notwendigen Einhaltung von Pandemieregeln entbehrlich macht.

    So wie ich von all meinen Beamtinnen und Beamten erwarte, dass sie sich als essenziell für die Bewältigung dieser Notlage begreifen und sich auch dementsprechend den Auswirkungen ihres Handels zu jeder Zeit bewusst sind; so hoffe ich auch auf jede Bürgerin und jeden Bürger. Denn nur gemeinsam werden wir dem ein Ende setzen können.

    Mehr aktuelle Träume auf L-IZ.de, in der Coronakrise 2021 und aus den letzten Jahren

    „Wenn Leipziger/-innen träumen: Das Ende der Pandemie und weniger Konfrontation“ erschien erstmals am 17. Dezember 2021 in der aktuellen Printausgabe der Leipziger Zeitung (LZ). Unsere Nummer 97 der LZ finden Sie neben Großmärkten und Presseshops unter anderem bei diesen Szenehändlern.

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