„Träume sind Schäume“, heißt es. Träume – im Sinne von konkreten Wünschen – habe ich dennoch einige. Ein Ende des Krieges gegen die Ukraine, ein Ende der Pandemie und der Energiekrise, echte Fortschritte in der Klimapolitik, das wünsche ich mir zum Beispiel, darauf hoffe ich. Und da ich ein optimistisch denkender Mensch bin, halte ich es für möglich, dass diese Wünsche 2023 in Erfüllung gehen können.

Für das neue Jahr wünsche ich mir auch, dass das Vertrauen in die Arbeit von Wissenschaftler/-innen weiter wächst und es uns gelingt, über ihr Wirken und ihre Erkenntnisse noch mehr ins Gespräch zu kommen. Universitäten wie unsere können und werden viel dazu beitragen. Sie stehen für Erkenntnisgewinn, sie stehen für Dialog und Diskurs, nicht zu vergessen für Weltoffenheit – und auch die brauchen wir trotz aller Probleme und Konflikte mehr denn je.

Streit ist wichtig und nötig

Wir werden in unserer Gesellschaft nicht umhinkommen, weiter über die besten Lösungen zu streiten. Das ist wichtig, das ist nötig.

Für unsere Universität, aber auch für die Stadt und für die Region, wünsche ich mir vor allem, dass wir mit unseren Bewerbungen im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder erfolgreich sein werden. Wir wollen uns in dem Exzellenzprozess mit unseren Potenzialen und unserer Leistungsfähigkeit bestmöglich präsentieren.

Ein Erfolg würde uns alle weiterbringen. Dafür arbeiten das Rektorat und ich ganz persönlich sowie alle Mitglieder der Alma Mater Lipsiensis sehr intensiv.

Optimismus für das Zukunftszentrum

Titelblatt der Dezember der LEIPZIGER ZEITUNG, LZ 109.
Titelblatt der Dezember der LEIPZIGER ZEITUNG, LZ 109. Foto: LZ

Es gibt noch so viele andere Wünsche und Träume, die ich als Rektorin für diese Universität habe. Ich kann sie natürlich nicht alle nennen. Nur ein Thema möchte ich noch kurz ansprechen: das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“. Es wäre durchaus die Erfüllung eines Traums, wenn Leipzig und Plauen den Zuschlag dafür bekämen … Seien wir optimistisch!

Im zu Ende gehenden Jahr habe ich meinen Lebensmittelpunkt nach Leipzig verlegt, ich habe viele neue Menschen kennengelernt, engagierte Menschen mit tollen Projekten, Ideen, Visionen getroffen. All diese Begegnungen haben mein näheres Interesse geweckt. Wenn man so will, träume ich davon, die Zeit zu haben für viele weitere inspirierende Gespräche.

Mehr Zeit für Leipzig

Und generell mehr Zeit für Leipzig. Ich möchte die Stadt erkunden mit ihren tollen kulturellen Angeboten, die Seen umradeln, Sonnenuntergänge am Cossi genießen können. Am liebsten würde ich auch gleich noch alte Freunde aus Buenos Aires mitnehmen, ihnen die Universität und die Stadt zeigen, von ihrer Lebensfreude zehren und sie am Leipziger Leben teilhaben lassen. Umgekehrt zieht es mich auch mal wieder nach Argentinien.

Womit wir doch wieder beim Träumen wären.

Mehr aktuelle Träume sowie aus den letzten Jahren auf L-IZ.de 

„Träume sind keine Schäume“ erschien erstmals am 16. Dezember 2022 in der aktuellen Printausgabe der Leipziger Zeitung (LZ). Unsere Nummer 109 der LZ finden Sie unter anderem in Großmärkten und Presseshops sowie bei diesen Szenehändlern.

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Redaktion über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar