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Gesundheit

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Vorsicht, Schule! Foto: Ralf Julke

Wie sollen in Leipzigs Grundschulen Corona-Infektionsketten unterbunden werden?

Höchst besorgt über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Sachsen äußert sich jetzt der Leipziger Stadtelternrat in einem Offenen Brief an die Staatsregierung. Denn wirklich vorbereitet auf einen Unterricht unter Corona-Bedingungen ist aus Sicht der Eltern die sächsische Schule ganz und gar nicht. Gerade die Öffnung der Grundschulen wirft für die Eltern eine ganze Reihe Fragen auf.

Prof. Dr. Markus Scholz. Foto: Universität Leipzig

Eine zweite Corona-Welle könnte in Deutschland wohl verhindert werden

Die Ausbreitung der Epidemie in Deutschland, Sachsen und Leipzig geht weiter zurück. Unter den getroffenen Maßnahmen bleibt die aktuell geschätzte Reproduktionsrate R des SARS-Cov-2 Virus in Deutschland, Sachsen und Leipzig nach Schätzungen von Experten der Universität Leipzig unter 1. Wenn sie da bleibt, kann eine zweite Welle verhindert werden. Ein Leipziger Statistiker erklärt, wie das klappen kann.

Ausstattung mit Gesundheitspersonal in Sachsen und in ganz Deutschland 2007 und 2017. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Sachsen hat die Lücke beim Krankenhauspflegepersonal bis heute noch nicht wieder geschlossen

Zwar gibt es auch in Sachsen einen Mangel an Pflegepersonal. Aber die Situation war auch schon einmal schlimmer. Das Statistische Landesamt hat jetzt Vergleichszahlen vorgelegt – pünktlich zum heutigen Internationalen Tag der Pflege. Der wird jährlich am 12. Mai begangen. Der Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale.

Einhaltung der Quarantäneauflagen kontrollierter Personen in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig, Gesundheitsamt

Gesundheitsamt: Es gab nur wenige Verstöße gegen Corona-Quarantäneauflagen in Leipzig

So wie der größte Teil von Sachsen ist auch Leipzig bislang glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist natürlich die Tatsache, dass es hier zu keinem großen Infektionsherd kam und die Gesundheitsämter es geschafft haben, sich einen guten Überblick über die Infizierten zu verschaffen. Und auch die Menschen, die in Quarantäne gehen mussten, haben sich größtenteils an die Auflagen gehalten.

Demonstrieren in Zeiten der Coronakrise. Foto: L-IZ.de

IfL-Untersuchung zur Coronakrise: Geflüchtete besonders stark betroffen

Es sind immer die Schwächeren, die in einer Situation wie der Coronakrise aus dem Blickfeld geraten, obwohl sie von den möglichen Folgen viel stärker betroffen sind als andere. Das betrifft auch die Geflüchteten in Sachsen, die oft immer noch in großen Massenunterkünften untergebracht sind. Das ist auch ein Forschungsthema. Forscherinnen am Leibniz-Institut für Länderkunde haben mit Akteuren in Geflüchteteninitiativen in Leipzig gesprochen. Die Ergebnisse ihrer Recherche verdeutlichen die schwierige Lage in den Asylunterkünften und Betreuungseinrichtungen und unterstreichen den verstärkten Handlungsbedarf bei Unterbringung, Kommunikation und Bildung.

Entwicklung der Krankschreibungen wegen Covid-19 bei der Barmer. Grafik: Barmer

Barmer meldet: Covid-19-Krankschreibungen um ein Drittel gesunken

Auch in den Krankschreibungszahlen der Krankenkassen zeigt sich der Erfolg der seit März geltenden Kontaktbeschränkungen. Am 30. April gab zum Beispiel die Barmer ein paar Zahlen heraus und verglich auch die diesjährigen Atemwegserkrankungen mit denen im Vorjahr. Denn die Erkältungssaison gab es ja auch noch. Doch flaute sie längst ab, als die Corona-Epidemie ab der 7. Kalenderwoche (ab 10. März) auch in Sachsen spürbar wurde und die Covid-10-Erkrankungen begannen.

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