Auf dem Areal des Bautzener Campus der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) sind am Mittwochnachmittag drei Fliegerbomben kontrolliert gesprengt worden.

Die Hohlladungssprengkörper vom Typ SD 4 stammten aus deutscher Produktion und wurden im II. Weltkrieg zumeist aus Flugzeugen abgeworfen. Sie waren zusammen mit anderen Munitionsteilen wie Panzerfaustköpfen, Wurfgranaten und mehreren Kisten verrosteter Patronenhülsen bei Erdarbeiten gefunden worden, als auf dem Areal ein verschütteter Feuerlöschteich freigelegt wurde.

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei Sachsen stuften die Bomben als nicht transportfähig ein. Daher wurden sie vor Ort kontrolliert gesprengt.

Eine Evakuierung der umliegenden Wohnhäuser an der Thomas-Müntzer-Straße war aufgrund der geringen Sprengkraft der Bomben nicht erforderlich. Für die Anwohner sowie die Bediensteten der Hochschule bestand keine Gefahr. Die übrigen Munitionsteile wurden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst abtransportiert und werden fachgerecht entsorgt.

Hintergrund

Auf dem Areal des Polizeicampus an der Kantstraße in Bautzen finden seit mehreren Monaten umfangreiche Baumaßnahmen statt, um die Liegenschaft für das Studium der angehenden Kommissarinnen und Kommissare der sächsischen Polizei sowie die zentrale Fortbildung bereits diensterfahrener Polizistinnen und Polizisten auf den infrastrukturellen sowie technischen Stand der Zeit zu bringen. Da das Areal zu Kriegszeiten und auch danach als militärische Kaserne genutzt worden war, begleitet eine munitionskundige Fachfirma die Bauarbeiten vor Ort.

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