Nicht nur, dass zwei Algerier ohne Ticket im ICE von Erfurt nach Leipzig fuhren. Beim Aussteigen wollten die beiden Männer auch gleich noch den Koffer einer Reisenden entwenden. Aufmerksame Bundespolizisten konnten dies jedoch verhindern.

Am 15.04.2026, gegen 05:30 Uhr wurde die Bundespolizei am Leipziger Hauptbahnhof alarmiert: Im ICE von Erfurt nach Leipzig waren zwei Männer ohne gültigen Fahrschein erwischt worden. Da sich einer der Männer zur Fahrpreisnacherhebung nicht ausweisen konnte, erwarteten die Polizisten den Zug bei Einfahrt in Leipzig.

Schnell waren die „Zechpreller“ gefunden.

Einer der beiden zog einen Koffer hinter sich her, den der zweite Mann zu verdecken versuchte. Als beide die Polizisten erkannten, stellten sie diesen ab.

Die Beamten erkannten ein Namensschild am Koffer. Dies war auf eine Frau ausgestellt, welche sich nach kurzem Ausruf durch das Zugpersonal auch schnell finden ließ. Sie hatte den Koffer, in welchem sich auch wertvolle, persönliche Gegenstände befanden, im Zug abgestellt.

Glücklich über den Fund, konnte sie den Inhalt zweifelsfrei identifizieren und die Reise mit ihrem Koffer fortsetzen.

Die beiden Algerier erwartet ein Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen und Diebstahls. Die beiden Männer im Alter von 21 und 27 Jahren sind mit ähnlich gelagerten Sachverhalten bereits polizeilich in Erscheinung getreten.

Es gibt 4 Kommentare

Theoretisch nette Idee, aber überhaupt keine Garantie auf Erfolg.

* Die Kriminalität wird sich lediglich in die Vorhallen oder Einkaufsbereiche der Bahnhöfe verlagern
* Viele Gewalttäter besitzen gültige Fahrscheine (z.B. das Deutschlandticket), weshalb eine Schranke sie nicht am Zutritt hindern würde.
* In Deutschland sind Bahnhöfe oft als offene Durchgangsbauwerke konzipiert. Der nachträgliche Einbau von Schranken ist technisch extrem schwierig und würde bei hohen Fahrgastzahlen (bspw. Hamburg Hbf mit ca. 345.000 Reisenden täglich!) zu gefährlichen Staus und Problemen führen.

Auch in Ländern mit Sperren gibt es Kriminalität an Bahnhöfen.
Der Hauptbahnhof Zürich (ohne Schranken) belegte in Vergleichen oft Spitzenplätze bei der Sicherheit, während Pariser Bahnhöfe (mit Schranken) teils unsicherer wahrgenommen wurden.

@Michael
Ihrer Logik kann ich nicht folgen. Ohne Fahrschein, kein Zutritt zu den Bahnsteigen. Wie sollen solche Personen einen Koffer im Zug stehlen wenn sie gar nicht im Zug sind? Gleiches gilt für die Sicherheit. Der Stress fängt in der Regel mit der Fahrscheinkontrolle an, was somit entfallen würde. Ich bin mir sehr sicher, in den Ländern, wo man ohne Fahrschein nicht an den Bahnsteig kommt, gibt es wesentlich weniger Stress und Messerstecher wie hier in Deutschland.
Wenn das Beobachten des Bahnsteiggeschehens fehlen würde ist das verschmerzbar. Denken sie einfach an all die Messeropfer und die anderen Geschädigten, könnte helfen.

Hallo, Herr Yilmaz,
auch mit Bahnsteigkarte, die es bei der Deutschen Bahn früher sehr wohl gab, kann man Koffer stehlen. Ja man kann sogar ohne Fahrschein in einen Zug einsteigen.
Mit Sicherheit kommen wir so nicht weiter.

Und im Leipziger HBF, einem Kaufhaus mit Bahnanschluss, würde eine Bahnsteigkartenbürokratie die großzügige Atmosphäre einengen. Auf den Sitzbänken am Bahnsteig ruhe ich mich gelegentlich aus und beobachte das Eisenbahngewusel und die Raucherlein in den Kabuffs. Das würde mir fehlen – und damit wäre eben an Sicherheit nichts gewonnen!

Die Unfähigkeit der Bahn kennt keine Grenzen. Warum macht man es nicht so wie in anderen EU-Ländern? Nur mit gültigen Fahrschein darf man zu den Bahnsteigen. Die Bahn hat ja nicht mal ansatzweise solche Überlegungen. Die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals ist denen völlig egal. Lieber Bodycams, damit man hinterher was eventuell sehen kann. Die Bahn wird auch in 50 Jahren nicht besser werden.

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