3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Kanu-Slalom: Zweimal EM Bronze nach ersten Einzel-Finaltag

Mehr zum Thema

Mehr

    Am ersten Einzelfinaltag der EM im französischen Pau haben die deutschen Slalomkanuten mit Sideris Tasiadis aus Augsburg im C1 und Jasmin Schornberg aus Hamm im K1 Bronze geholt. Kajakfahrerin Ricarda Funk aus Bad Kreuznach fuhr bis Tor 19 von 25 auf Goldkurs, verpasste jedoch Tor 20 und rutschte somit auf Rang neun von zehn Finalistinnen.

    Tor 20 hat auch Tasiadis eine bessere Platzierung gekostet. Bis dahin fuhr der 29-Jährige eine sensationell gute Zeit. „In der Rückwärtsdrehung bei Tor 20 bin ich in der Walze hängen geblieben. Ich habe das Boot in der Welle nicht ganz so gut gedreht bekommen. Und da habe ich schon bisschen verloren. Dann habe ich noch ein bisschen mehr riskiert, um die Zeit aufzuholen, doch das ging nicht auf.“

    Schornberg, die sich knapp für das Finale qualifizierte, fuhr im Finale ohne Torberührungen sauberer und sicherte sich damit Edelmetall. Zunächst schien es nach dem Lauf von Funk wieder der 4. Platz zu sein, doch dann realisierte die Hammerin die 50 Strafsekunden ihrer Teamkollegin.

    „Der Bann ist endlich gebrochen“, sagte Schornberg erfreut. Mit ihrem Rennen war sie zufrieden. „Ich hatte einen Superlauf, bin einige Tore ein bisschen enger als im Halbfinale gefahren.“ Funk, die bis Tor 19 auf Siegkurs schien, fuhr weiterhin volles Risiko und verpasste knapp das nächste Tor. „Ich habe gemerkt, dass ich eine sehr gute Zeit habe, aber den Lauf dann zu verwalten, das funktioniert nicht.“

    Thomas Apel, Interims-Cheftrainer, resümierte nach dem ersten Einzelfinaltag: „Mit 100 Prozent Finalteilnahme am heutigen Tag bin ich sehr zufrieden. Das ist die Charakteristik einer EM. Die Qualifikation ist hart. Ins Finale zu kommen, dann um einiges leichter als bei normalen Weltcup-Veranstaltungen. Dass wir mit zwei Medaillen rausgegangen sind, macht mich glücklich. Jasmin ist sehr, sehr gut gefahren, mit Ricarda bin ich auch zufrieden, was die Verbesserungen der Reserven aus dem ersten Lauf angehen, was sich auch in der Zeit wiederspiegelt. Beim Tor 20 ist sie einfach zu eng gefahren. Aber das ist im Kanuslalom eben ein kleiner Ritt auf der Rasierklinge.“

    Weltmeister Franz Anton aus Leipzig war bereits am Donnerstag in den Qualifikationsrennen gescheitert. Und das, obwohl seine Läufe gar nicht so schlecht waren. Aber die Konkurrenz in Europa ist extrem stark. Und bei der EM kommen nach dem ersten Qualifikationslauf nur 15 Athleten weiter. In der Hoffnungsrunde dann noch einmal fünf. Bei Weltcups sind es jeweils 20 und zehn.

    Dieser EM-Modus führte dazu, dass sich sechs WM-Finalisten des vorigen Jahres um die fünf Halbfinalplätze gestritten haben. Deshalb war Antons Trainer Felix Michel mit der Leistung seines Schützlings trotzdem zufrieden: „Er hat nicht viel falsch gemacht.“ Auch Anton resümierte: „Die Läufe waren gar nicht so schlecht. Ich würde nicht so viel anders machen.“ Die Strömung für ihn lief jedoch nicht optimal, „da verliert man wertvolle Zeit.“ Zudem kam eine Torberührung hinzu und so bedeutete es das Ausscheiden für den 29-Jährigen.

    Für den Augsburger Florian Breuer bedeutete die EM erst einmal wieder in ein Wettkampfgeschehen hineinzukommen und international Erfahrung zu sammeln. Der 22-Jährige musste aufgrund gesundheitlicher Probleme fast ein Jahr pausieren: „Durch meine technischen Fähigkeiten kann ich ein bisschen meine physischen Defizite ausgleichen.“ Als Fazit der EM sagte Breuer: „Grundsätzlich habe ich solide Läufe gezeigt. Im Großen und Ganzen bin ich persönlich zufrieden, habe auch ein paar gute Sachen gezeigt. So blicke ich zufrieden auf die Weltcups und die WM.“

    Im Kajakeiner waren die Augsburgerin Elena Apel und Anna Faber aus Dormagen ebenfalls an den Qualifikationsrennen gescheitert. Für die beiden jungen Fahrerinnen hieß es Erfahrungen sammeln. Zudem fuhr Apel das erste Mal in Pau. Anna Faber war als Vierte in das K1-Team nominiert worden, da Titelverteidigerin Ricarda Funk ein persönliches Startrecht genoss. Für die 23-Jährige Faber war es der erste Start bei den Erwachsenen.

    „Es ist wirklich etwas komplett Anderes, gegen die Großen zu fahren. Das Niveau ist mega hoch. Ich weiß jetzt, woran ich arbeiten muss“, resümierte sie. „Ich muss an meiner Konstanz arbeiten, kleine Fehler kosten auch viel Zeit. Ich muss immer genau mit dem Wasser fahren.“ Und das EM-Fazit von Elena Apel lautete: „Willkommen in der Leistungsklasse“, sagte sie lachend.

    Ergebnisse

    C1m

    1. Benjamin Savsek (SLO) 98,59 (0)
    2. Martin Thimas (FRA) +0,79 (0)
    3. Sideris Tasiadis (GER) +2,18 (0)

    K1w:

    1. Amelie Hilgertova (CZE) 104.95 (0)
    2. Mallory Franklin (GBR) +0,19 (0)
    3. Jasmin Schornberg (GER) +2,57

    9. Ricarda Funk (GER) + 47,19 (50)

    Liebe Kinder, lernt aus meiner Geschichte! oder Warum in unserer Welt nichts so eindeutig ist, wie es gern verkauft wird

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ