Unter den WM-Teilnehmern wird auch die Olympia-Qualifikation ausgefahren

Kanu-Slalom: Zwei Leipziger gehören zum WM-Kader

Für alle LeserBei der Fortsetzung der WM-Qualifikation der Kanu-Slalom-Nationalmannschaft am Augsburger Eiskanal hat Franz Anton mit einem Sieg am Samstag den Sprung in den WM-Kader geschafft. Seinen sechsten Platz am Sonntag konnte der Leipziger streichen und lag somit punktgleich mit Sideris Tasiadis aus Augsburg. Allerdings spricht die bessere Platzierung ohne Berücksichtigung des gestrichenen Rennens für den Schwaben. Als zweite Athletin des Leipziger Kanuclubs (LKC) hat sich Andrea Herzog ein WM-Ticket gesichert.

Als Sieger aus den 4 Rennen der beiden vergangenen Wochenenden erhält Tasiadis daher 10 Punkte für die Olympiaqualifikation, Franz Anton erhält sieben Punkte, Florian Breuer als Dritter WM-Teilnehmer 5 Punkte. „Ich bin mit dem Wochenende aber zufrieden“, so Franz Anton. „Ich bin eine gute Linie gefahren, habe aber viel berührt. Sonst wäre die Sieger-Zeit von Sideris auch möglich gewesen.“

Weitere Punkte können die Sportler der Nationalmannschaft nun in bei den Weltcups in London und Markkleeberg (30.08. und 01.09.2019) sowie bei der Weltmeisterschaft im spanischen La Seu d´ Urgell sammeln. Der bestplatzierte deutsche Starter sammelt dabei die volle Punktzahl (10) die beiden folgenden deutschen Boote bekommen 7 und 5 Punkte. Podestplätze bei den Weltcups bringen je einen Bonuspunkt, richtig lukrativ sind vordere Plätze bei der Weltmeisterschaft. Sechs Punkte ist ein Titel wert, vier Punkte die Silbermedaille und drei Extrapunkte gibt es für den Bronzerang. Nach der WM steht der einzige Olympiastarter in jeder Bootsklasse fest.

16 Punkte wäre die Verteidigung des WM-Titels von 2018 für Franz Anton wert Foto: Sebastian Beyer (Archiv)

16 Punkte wäre die Verteidigung des WM-Titels von 2018 für Franz Anton wert Foto: Sebastian Beyer (Archiv)

Dies ist damit früher als bei den Qualifikationen der Vergangenheit der Fall. Der Grund ist, dass der Deutsche Kanu-Verband die ihm zugeteilten Trainingszeiten auf der neuen Olympiastrecke in der Bucht von Tokyo optimal nutzen möchte. Diese sind für den Herbst 2019 und den Jahresanfang 2020 zugeteilt. Mit dem traditionellen Modus der Ausscheidungsrennen ständen zu diesem Zeitpunkt die deutschen Olympia-Teilnehmer noch nicht fest.

Doch nicht nur im Einer-Kanadier der Männer ging es noch heiß her in Augsburg. Lena Stöcklin verpasste die Qualifikation knapp mit einem Platzierungspunkt auf Platz vier. Andrea Herzog schaffte es, als zweite Leipzigerin auf den WM-Zug aufzuspringen, mit ihrem Sieg am Sonntag ist sie Zweitbeste im Einer-Kanadier der Frauen, erhält also sieben Punkte für die Olympia-Qualifikation. Elena Apel als Erste und Jasmin Schornberg als Dritte haben ebenfalls Startberechtigungen.

Schornberg fährt erst seit zwei Jahren auch im Kanadier, hat aber ihre eigentliche Disziplin, das Kajak, noch nicht aufgegeben. Auch dort qualifizierte sie sich als Zweite, auch Elena Apel gelang die Qualifikation in Kanadier und Kajak. Bundestrainer Michael Trummer sagte auf L-IZ Anfrage: „Beide Athletinnen werden auch in beiden Disziplinen an den Start gehen, somit rückt niemand in die jeweiligen Kader nach.“ Schon nächste Woche werden sich die Athleten in London auf den Weltcup vorbereiten, da diese Saison schon genauso wichtig ist, wie für die zu ermittelnden Teilnehmer die olympische im nächsten Jahr.

Leipziger Zeitung: Wo ein Wille ist … zwei Wahlen stehen vor der Tür

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