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„Olympia wäre eine unfaire Veranstaltung geworden.“

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    Es war DIE Sportmeldung des Tages: Die Olympischen Spiele werden in den Sommer 2021 verschoben. Ursprünglich sollte das größte Sportereignis der Welt vom 24. Juli bis 9. August 2020 in der japanischen Hauptstadt Tokio ausgetragen werden. Doch das Coronavirus machte diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Mit Andrea Herzog und Felix Groß waren bereits zwei Leipziger für Tokio qualifiziert. Die L-IZ fragte bei beiden Athleten nach, wie sie diese Verlegung beurteilen.

    Andrea Herzog: „Es war nicht mehr haltbar.“

    Den ersten Olympia-Startplatz für Leipzig hatte Andrea Herzog im Kanuslalom gesichert. Bereits Ende September 2019 machte die erst 19-jährige Sportlerin vom Leipziger-Kanu-Club (LKC) die Qualifikation klar. Im Canadier-Einer (C1) wurde Herzog bei der Kanuslalom-Weltmeisterschaft im spanischen La Seu d’Urgell überraschend sogar Weltmeisterin. Das Olympia-Ticket hatte sie aber schon im Halbfinale gelöst.

    Als erste Reaktion zur Verschiebung der Spiele sagte Andrea Herzog der L-IZ: „Im Moment überwiegt die Erleichterung über die Klarheit. Es war nicht mehr haltbar, dass man das noch dieses Jahr stattfinden lässt. Denn die meisten von uns können jetzt nur sehr eingeschränkt trainieren, wodurch Olympia eine unfaire Veranstaltung geworden wäre, und man hätte dort auch keine sportlichen Höchstleistungen sehen können.“

    Die zusätzliche Zeit möchte sie nutzen, um noch besser gewappnet zu sein, wenn es dann (hoffentlich) 2021 nach Tokio geht. „Ich sehe das als eine Chance an, denn wir haben jetzt noch ein Jahr länger Zeit, um uns auf Olympia vorzubereiten. Den Sommer können wir hoffentlich dazu nutzen, an technischen Feinheiten zu feilen und noch besser zu werden, ohne den Druck zu haben, dass dieses Jahr noch Olympia ist.“

    Wie auch Teamkollege Franz Anton, der ebenfalls Olympiaträume hegt, wartet Herzog nun ungeduldig darauf, endlich wieder sportlich loslegen zu können. „Wir hoffen, dass wir bald die Ausnahmegenehmigung bekommen, um wieder im Bootshaus und im Kanupark trainieren zu können. Ich freue mich schon auf das Training, habe Bock darauf, wieder etwas zu machen.“

    Felix Groß (SC DHfK) hat sich mit dem Bahnrad-Vierer für Olympia qualifiziert. Foto: Jan Kaefer
    Felix Groß (SC DHfK) hat sich mit dem Bahnrad-Vierer für Olympia qualifiziert. Foto: Jan Kaefer

    Felix Groß: „2021 wird wieder angegriffen!“

    Radsportler Felix Groß vom SC DHfK Leipzig hatte sein Olympiaticket als zweiter Leipziger gelöst. Vor knapp vier Wochen raste er bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Berlin mit dem deutschen Vierer in der 4.000-Meter-Mannschaftsverfolgung zum Deutschen Rekord und hatte die Quali damit in der Tasche.

    Die Entscheidung, die Olympischen Spiele erst im kommenden Jahr auszutragen, kann Felix Groß komplett nachvollziehen. „Gesundheit ist das Wichtigste, ohne die geht nichts. Von daher finde ich die Entscheidung richtig. Sport steht da an zweiter Stelle, und ich habe vollstes Verständnis dafür.“

    Gestartet wäre der Leipziger allerdings trotzdem lieber in diesem Jahr. „Ich war voll fokussiert auf 2020, und deswegen bin ich ein bisschen enttäuscht. Denn ich muss jetzt noch ein Jahr warten und alles neu aufbauen, einen neuen Fokus setzen und neue Reize. Das wird noch einmal sehr viele Nerven kosten. Aber keiner kann etwas für die aktuell schwierige Situation. Also wird 2021 wieder angegriffen!“

    Coronavirus: Die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen, 22. März 2020

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