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Kanu-Slalom: Nur eine Finalteilnahme am zweiten Entscheidungstag in Krakau

Trotz Einzel-Bronze und drei Mannschaftsmedaillen fällt das Fazit der Junioren & U23 WM nicht zufriedenstellend aus. Bei den U23-Canadier-Damen schaffte keine der drei deutschen die Hürde der besten zehn. Nele Bayn fand zwar einen guten Einstieg in ihren Lauf, hatte dann aber bei den vielen Walzenüberquerungen auf der Strecke ihre Probleme. Die Leipzigerin wurde immer wieder festgehalten und verlor dadurch viel Zeit. Sie kam am Ende auf Rang 22 ins Ziel.

Auch ihre Teamkollegin Anne Bernert konnte mit sechs Strafsekunden nicht mehr um die vorderen Plätze mitfahren. Pech hatte die 18-jährige Zoë Jakob aus Schwerte. Sie prallte bei einer Drehung mit ihrem Heck gegen einen Poller, die Spitze schlug dadurch wieder flussabwärts und sie tauchte in die nächste Walze viel zu steil ein. Anschließend musste sie einen weiten Bogen bis zum nächsten Aufwärtstor zurücklegen und reihte sich schlussendlich – einen Rang vor Bernert – auf Platz 21 ein.

Auch bei den K1-Herren der U23 gab es wider Erwarten keine Finalteilnahme. Leo Bolg (Augsburg) fuhr zwar fehlerfrei, dafür aber etwas zu verhalten. So reichte seine Fahrzeit am Ende nicht gegen die starke internationale Konkurrenz und er wurde 21. Seine beiden Teamkollegen Lukas Stahl und Thomas Strauß gingen ein wenig mehr Risiko, hatten aber dann ebenfalls bei einer Walzendurchfahrt Probleme.

Der Augsburger Thomas Strauß rutschte kurz vor dem nächsten Abwärtstor aus der Welle und musste einmal um das Tor herumfahren, Lukas Stahl (Hamm) wurde von einer Walze festgehalten, musste in dieser rückwärts drehen und das folgende Aufwärtstor noch einmal neu ansetzen. Beide verloren dadurch so viel Zeit, dass auch sie am Ende nicht um die vorderen Plätze mitkämpfen konnten.

Jannemien Panzlaff, Claire Harlak und Hannah Süß hatten bei den Juniorinnen im Canadier-Einer ebenfalls mit der Strecke zu kämpfen. Alle drei trafen keine Ideallinie und mussten dadurch weitere Bögen in Kauf nehmen. Für sie standen am Ende die Plätze 22, 27 und 28 auf der Ergebnisliste.

Die einzige deutsche Finalteilnahme am zweiten Entscheidungstag sicherte sich Maximilian Dilli bei den Kajak-Junioren. Der zuvor gestartete Tillmann Röller touchierte zwei Tore und kassierte damit vier Strafsekunden. Zusammen mit einer nicht ganz optimalen Linie beendete der Schwerter sein Rennen als 30. Auch Paul Bretzinger hatte bis zur ersten Zwischenzeit schon sechs Strafsekunden eingesammelt und kam am Ende mit Rang 23 ins Ziel. Der Kreuznacher Dilli fuhr dagegen fehlerfrei und sicherte sich mit dem 7. Platz eine Teilnahme im entscheidenden Lauf.

Hier wollte er noch einmal eine Schippe drauflegen und ging mehr Risiko. Leider wurde dies nicht belohnt und er kassierte zwei Torstabberührungen. In einem Finale, bei dem die beiden Erstplatzierten mit ihrer Fahrzeit auch das Finale der U23-Altersklasse gewonnen hätten, wurde der 17-jährige schlussendlich achter. „Mein Ziel, das Finale habe ich erreicht. Ich habe mich heute ganz gut gefühlt. Leider ist das mit den zwei Berührungen dann nicht so gut gelaufen.“

Für Nachwuchs-Bundestrainer Eric Mendel fällt das Fazit der WM trotz Bronze durch Selina Jones und der drei Mannschaftsmedaillen dennoch kritisch aus: „Nach anstrengenden fünf Wettkampftagen, muss man festhalten, dass die WM nicht nach unserer Zufriedenheit verlaufen ist. Speziell bei der U23 haben wir uns mehr Finalplatzierungen erhofft. Dort machten vor allem unnötige Fahrfehler den Unterschied zwischen Finale und den hinteren Plätzen. Man muss aber auch dagegenhalten, dass uns in diesem Jahr die drei Topfahrer der U23 gefehlt haben.“

Durch die nationale Qualifikation für Olympia 2020 in Tokyo konzentrieren sich Andrea Herzog, Elena Apel und Florian Breuer derzeit auf die zweite Saisonhälfte und ließen die beiden Nachwuchsveranstaltungen in dieser Saison aus. Auch bei den Junioren merkte er an, dass zwei Finalteilnahmen noch zu wenig sind. „Uns fehlen im Vergleich zu den Top-Nationen die Boote, die konstant in die Finals fahren. Dadurch sind wir in einigen Disziplinen derzeit nicht konkurrenzfähig. Hierbei sollte man aber auch berücksichtigen, dass einige Athleten noch sehr jung sind.“

Ergebnisse:

Damen, Canadier-Einer U23: 1. Ana Satila (BRA) 101,06 (0), 2. Alsu Minazova (RUS) 104,45 (4), 3. Monika Skachova (SVK) 105,95 (0), Im Halbfinale ausgeschieden: 21. Zoe Jakob (GER) 116,27 (2), 22. Anne Bernert (GER) 116,95 (6), 29. Nele Bayn (GER) 131,56 (2)

Herren, Kajak-Einer U23: 1. Pol Oulhen (FRA) 86,02 (0), 2. Mathurin Madore (FRA) 86,32 (0), 3. Mario Leitner (AUT) 87,72 (0), Im Halbfinale ausgeschieden: 16. Lukas Stahl (GER) 90,10 (0), 21. Leo Bolg (GER) 91,42 (0), 25. Thomas Strauss (GER) 92,82 (0)

Juniorinnen, Canadier-Einer: 1. Gabriela Satkova (CZE) 105,15 (0), 2. Tereza Kneblova (CZE) 107,73 (0), 3. Marta Bertoncelli (ITA) 109,93 (2), Im Halbfinale ausgeschieden: 22. Jannemien Panzlaff (GER) 130,20 (0), 27. Claire Harlak (GER) 147,66 (8), 28. Hannah Suess (GER) 147,97 (8)

Junioren, Kajak-Einer: 1. Anatole Delassus (FRA) 85,15 (0), 2. Jakub Krejci (CZE) 85,42 (0), 3. Vid Ostrbenk (SLO) 89,61 (0), 8. Maximilian Dilli (GER) 97,78 (4), Im Halbfinale ausgeschieden: 23. Paul Bretzinger (GER) 99,71 (8), 30. Tillmann Roeller (GER) 100,97 (4)

Bei Nacht und Nebel

 

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Foto: MJA Leipzig e.V.

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Der RC Leipzig hofft auf Spendengelder. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelRugby und Abstand halten ist wie Baden und trocken bleiben wollen. Oder anders formuliert: Wenn nicht mindestens zehn Spieler auf einem Haufen liegen, ist es kein Rugby. Zwinkersmiley. Wobei, eigentlich wäre eher der mit dem traurigen Gesicht angebracht, denn genau dieses körperbetonte Spiel ist in Corona-Zeiten absolut tabu. Beim Bundesligisten RC Leipzig herrscht dafür vollstes Verständnis. Traurig ist man an der Stahmelner Straße natürlich trotzdem.