Winnie Luzie Burz beschäftigen Marienbildnisse seit ihrer Jugend: mit 12 Jahren inszenierte sie sich auf Fotos zum ersten Mal als „heilige Jungfrau“. Warum Maria? Aus der Frage erwuchs eine kritische Beschäftigung mit dem höchst widersprüchlichen Mythos, die in dieser musikalisch-bildgewaltigen Performance mündet.

Sie collagiert sich mit ihrem Körper und ihrer Stimme in Meisterwerke der Klassik, von El Greco’s Bildern zu Pergolesi’s „Stabat Mater“. In Konfrontation der Zweidimensionalität alter Gemälde mit einer dreidimensionalen Frau entwickelt sich eine „unerhörte“ Musikalität – arrangiert im Spannungsfeld einer Sopranstimme, Fragmente einer Orgel und dem elektronischen Klangkosmos des 21. Jahrhunderts.

Angezogen von der auratischen Kraft sakraler Marienikonografien, auf der Suche nach spiritueller Identität im hysterischen Wirbelsturm unserer Zeit, entsteht eine transzendental-elektroide Musik/Theater/Performance.

„Was Winnie Luzie Burz da in der Regie von Florian Feisel und der künstlerischen Beratung von Stefanie Oberhoff macht, ist grandios. Vom Bildmaterial wie der musikalischen Umsetzung her erzählt diese Performance von der Faszination dieser wunderbaren Bilder und dieser wunderbaren Musik.“ (Fidena-Portal)

Winnie Luzie Burz studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Im Zweitstudium studierte sie Figurentheater ebenda. Durch ihre beiden Schwerpunkte bewegt sie sich mit ihrer Arbeit stets im Grenzbereich der darstellenden Kunst und der Musik.

Sie arbeitet als frei schaffende Figurenspielerin und Sängerin in eigenen Projekten, so wie in Produktionen und Projekten freier Theater und Kollegen. Darüber hinaus ist sie als Gesangspädagogin tätig. Letzte Produktionen „Epiphanie –  ein liturgischer Hightech Versuch“ und „SilentSiren“.

Johannes Treß studierte Jazzkomposition und Jazz- und Popularmusik in Stuttgart. Ab 2013 europaweite Engagements als Theaterkomponist, Live-Musiker und Performer. Im Westflügel Leipzig u.a. als Musiker und Performer gemeinsam mit Winnie Luzie Burz in „Epiphanie“.

Florian Feisel besuchte die Schauspielschule in Mainz und arbeitete als Schauspieler im Maskentheater und als Clown. Die Begegnung mit den Möglichkeiten des Figurenspiels führte ihn 1999 an die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Nach Abschluss des Studiums der Puppenspielkunst reiste er mit Solostücken u. a. nach Taiwan, Pakistan und Mexiko und durch Europa.

Seit 2006 ist er auch als freier Regisseur tätig, mit Schwerpunkt auf performativen Bühnenexperimenten sowie Installationen. Seit 2012 ist er Professor im Studiengang für Figurentheater an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Spiel & Entwicklung : Winnie Luzie Burz – Musik & Entwicklung: Johannes Treß – Musikalische Mitarbeit : Franziska Baumann – Musikalische Beratung : Johannes Frisch – Stoffdrucke : Heike Erath – Künstlerische Mitarbeit : Stefanie Oberhoff – Regie : Florian Feisel

Fr 21.12. und Sa 22.12., jeweils 20:00

Karten: 10,- / 15,- / 20,- Euro
Karten: service@westfluegel.de | Tel. 0341/260 90 06 (Mailbox)
Neu: Onlinekartenkauf über www.westfluegel.de (Paypal)

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar