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1,3 Millionen Euro für Vernetzung im Gesundheitswesen: Gesundheitsministerium unterstützt Projekt „Health.connect“

Von Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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    Gesundheitsministerin Barbara Klepsch hat gestern in Leipzig Förderbescheide über insgesamt rund 1,3 Millionen Euro an die acht Partner des Projektes „Health.connect“ überreicht. Diese sind die EWERK Medical Care GmbH, die Universität Leipzig, die brain-SCC GmbH, die e-dox AG, die evermind GmbH, das MVZ Mittweida, die TECONT GmbH sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Leipzig, Medizinische Fakultät. Die Landesmittel sollen den Aufbau einer IT-Service- und Datentransportplattform im Gesundheitsbereich unterstützen.

    Ziel des Projektes ist die Vernetzung der Akteure im Gesundheitssystem wie zum Beispiel Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Dienstleister, und Apotheken mittels einer Plattform. Diese soll einen gesicherten und zuverlässigen Datenaustausch ermöglichen, Konvertierungsservices zur Verfügung stellen und als Betriebsumgebung für medizinische IT-Services fungieren.

    „Wenn wir die medizinische Versorgung im Freistaat Sachsen zukunftssicher gestalten wollen, ist eine bessere digitale Vernetzung der Beteiligten, vor allem auch an den Schnittstellen der Sektoren, unbedingt erforderlich“, so die Ministerin. „Health.connect trägt dazu bei, Sektorengrenzen zu überwinden. Durch den automatisierten Datenaustausch ist es möglich, die Versorgung der Patienten effizienter zu gestalten.“

    Für die Kommunikation zwischen Plattform und Akteuren sowie technischen Systemen sollen etablierte Lösungen wie die Telematik-Infrastruktur und das KV-SafeNet genutzt werden. „Health.connect“ soll in der Lage sein, sowohl Verbindungen im Rahmen der Telematik-Infrastruktur aufzubauen, als auch sichere Verbindungen zu Akteuren, die nicht an die Telematik-Infrastruktur angebunden sind, wie beispielsweise Pflegeheime und medizinische Dienstleister.

    So können zukünftig Fallinformationen zum Beispiel Medikationen, Medikationsänderungen und Behandlungspläne automatisiert zwischen den Ärzten und Pflegeeinrichtungen ausgetauscht oder auch Vorbefunde oder Bilder schnell und sicher auf digitalem Wege vom Krankenhaus an alle an der Behandlung beteiligten Parteien übertragen werden. Auch die Implementation eines E-Rezepts wird evaluiert.

    „Dabei nutzen wir offene und bestehende internationale Standards im Gesundheitswesen wie zum Beispiel HL7 FHIR“, erklärt Frank Richter, geschäftsführender Gesellschafter der EWERK Medical Care GmbH, einer der acht Projektteilnehmer. „So wollen wir die Tür für weitere Partner offenhalten.“

    Auf diese Weise soll ein sektorenübergreifendes Kommunikationsnetz aufgebaut werden, in dem jeder Akteur die volle Kontrolle über die von ihm versandten Daten hat.

    Hintergrund:

    Die Sächsische Staatsregierung fördert die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit Landesmitteln in Höhe von 5 Millionen Euro pro Jahr. Dazu wurde die Richtlinie eHealthSax verabschiedet, die auch Teil der Strategie »Sachsen Digital« ist. Gegenstand der Förderung sind Maßnahmen und Projekte, die geeignet sind, den Grad der Digitalisierung im Gesundheitswesen im Freistaat Sachsen zu erhöhen und die medizinische Versorgung zu verbessern.

    Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt der Freistaat dar-über hinaus im Zeitraum 2014 bis 2020 Mittel in Höhe von rund 28 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen zur Verfügung, mit denen Innovationen in der sächsischen Gesundheits- und Pflegewirtschaft.

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