Klare Regeln fürs Parken, mehr Stellplätze für Fahrräder und für die Händler ein paar Ladezonen rund um die Uhr

Die Leipziger Innenstadt ist ein Dauer-Streit-Thema. Vor 20 Jahren schon wurde die Chance vertan, Leipzigs Herzstück dauerhaft autofrei zu machen. Zu groß war auch damals schon das Interesse von Autofahrern, mit ihrem Vehikel möglichst dicht vor Laden und Kneipe fahren zu können. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wenn jetzt ein weiterer kleiner Schritt getan wird, das wilde Parken zu minimieren.
Anzeige

So klare Worte hat auch Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, bislang eher selten gefunden. Von einem „Falschparken in sehr großem Umfang in der Innenstadt“ sprach er am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Schritte, mit denen die Verkehrssituation in der Innenstadt verbessert werden soll.

Im Grunde ist der Prozess längst im Gang. Denn die notwendigen Beschlüsse dazu hat der Stadtrat alle schon 2008 gefasst. Da ging es um eine geänderte Zufahrtsordnung in die Innenstadt, um verbesserte Bedingungen für Radfahrer – und gleichzeitig das Radfahrverbot-  in den Fußgängerzonen, um bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und die Umwidmung wichtiger Abschnitte zu verkehrsberuhigten Zonen. Einiges hat funktioniert, anderes nicht. Wie der Versuch, beim Umbau der City Schilder einzusparen und die Innenstadt einfach durch Zonen-Verkehrsschilder 290 StvO an den Zufahrten zur Innenstadt als Halteverbotszone zu deklarieren.

Nicht nur auswärtige Gäste der Stadt waren von dieser Regelung irritiert. Einheimische Autofahrer wurden ebenso oft von den fleißigen Politessen erwischt, weil ihre Fahrzeuge parkten, wo immer eine Lücke war. Ganz zu schweigen von der teilweise kriminellen Gewalt, mit der sich einige Autofahrer die Zufahrt selbst in die mit Pollern abgesperrten Bereiche erzwangen. Sommer für Sommer verwandelte sich der Leipziger Markt in einen Parkplatz der geländegängigen Nobelkarossen, wurden mitten in der Nacht wilde Rennen ausgetragen.

Das Ordnungsamt diskutierte das Problem genauso intensiv mit den Stadtratsfraktionen wie das Verkehrs- und Tiefbauamt. Immerhin hatte man in den 1990er Jahren, als man den Kompromiss für eine „autoarme Innenstadt“ schloss, erwartet, die Sache würde sich irgendwann einspielen und die Autofahrer würden die Regeln irgendwann gelernt haben. Erst recht, seit in der City und den direkt angrenzenden Quartieren insgesamt 8.000 Stellplätze in Tiefgaragen und Parkhäusern entstanden. Es gibt also keine Not, mit dem Auto unbedingt in die eigentlich fürs Flanieren und Einkaufen vorgesehene Fußgängerzone vorzudringen.

Parkplätze entwidmet - dafür heiß begehrte Fahrradbügel hingestellt: Räder und Freisitz am Neumarkt. Foto: Ralf Julke

Parkplätze entwidmet – dafür heiß begehrte Fahrradbügel hingestellt: Räder und Freisitz am Neumarkt. Foto: Ralf Julke

Doch noch immer gibt es in der Innenstadt 350 Stellplätze. Die meisten schon seit Jahren nur noch gegen Stellplatzgebühr nutzbar, aber einige waren bis vor Kurzem auch noch einfach mit Parkscheibe. Ergebnis: Ein ausufernder Parkplatzsuchverkehr, der einige Straßen wie den Neumarkt so ungemütlich gemacht hat wie eine Scooter-Halle. Wer den Neumarkt dieser Tage besucht, sieht, dass das Verkehrs- und Tiefbauamt schon einige Nägel mit Köpfen gemacht hat. Ein Teil der Flächen wurde mit Fahrradabstellbügeln bebaut, um eine andere Not zu lindern. „Das Fahrradaufkommen in der Innenstadt ist in den letzten Jahren geradezu explodiert“, sagt Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau.

Und das betrifft nicht nur die Studierenden, die mit dem Rad zur Uni fahren. Auch Leipziger, die zum Einkaufen, Arbeiten, kurzen Cafébesuch in die Innenstadt fahren, nutzen immer öfter das Rad. In Stoßzeiten waren auch in den Fußgängerzonen ganze Areale mit Fahrrädern zugestellt. Wenn man irgendwo sieht, wie Leipzig sich zur Radfahrerstadt mausert, dann ist es die City. Wenn irgendwo neue Fahrradbügel aufgestellt wurden – wie vor einiger Zeit im Preußergässchen – waren sie binnen kürzester Zeit voll besetzt. Es ist wohl, so schätzt Michael Jana ein, das beste Mittel, die Radfahrer aus den Fußgängerzonen herauszuholen. Denn wer sein Fahrrad dicht daneben abstellen kann, der muss nicht mehr durch die Zone fahren.

Dasselbe ist nun auch mit den Fahrradbügeln auf dem Neumarkt passiert. Es ist eine der Maßnahmen, mit denen sich die oberirdischen Stellflächen in der City in nächster Zeit um 100 verringern. Weitere Stellplätze werden aufgehoben, um etwas zu schaffen, was sich die Händler der Innenstadt schon lange wünschen: Ladezonen, wo ihre Lieferanten auch außerhalb der für die Fußgängerzonen vorgesehenen Lieferzeit von 5 bis 11 Uhr halten und Waren ein- und ausladen können.

Auch das muss das Verkehrs- und Tiefbauamt zugestehen: Viele Lieferanten sind heute auch nach 11 Uhr in den Fußgängerzonen unterwegs. Mit Verboten bekommt man das nicht in den Griff, denn auch die Händler können nicht immer beeinflussen, wann ihre Lieferungen nun kommen. Und besser fürs Geschäft ist es, wenn auch nachmittags noch Ware geliefert werden kann. Dazu müssen die Wege kurz sein. Also gibt es die neuen Ladezonen direkt am Beginn der Fußgängerzonen – die meisten am Neumarkt und in der Burgstraße.

Parkplätze, die man dann einfach mit Parkscheibe nutzen kann, wird es künftig nicht mehr geben, erklärt Jana. Alle oberirdischen Sellplätze werden in der Zeit von 8 bis 22 Uhr gebührenpflichtig. Auch am Wochenende, denn gerade an den Wochenenden ist auch jede Menge Kfz-Betrieb in der nicht gerade großen Leipziger City.

Die geplanten Maßnahmen des Verkehrs- und Tiefbauamtes in der Innenstadt. Karte. Stadt Leipzig

Die geplanten Maßnahmen des Verkehrs- und Tiefbauamtes in der Innenstadt. Karte. Stadt Leipzig

Ein paar Stellplätze werden auch umgewidmet. Zum Beispiel zu Stellplätzen mit Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge. Zwei gibt es jetzt schon vorm Neuen Rathaus, zwei entstehen direkt mit der neuen Mobilitätsstation am LVB-Servicecenter in der Markgrafenstraße. „Drei weitere mögliche Stellplätze an den Zufahrten zur Innenstadt untersuchen wir noch“, sagt Michael Jana.

Und die bislang provisorischen „unechten“ Einbahnstraßenregelungen werden jetzt in echte Einbahnstraßen umgewandelt, was vor allem bedeutet, dass die linksseitigen Parkräume damit legalisiert werden.

Und damit auch die Autofahrer künftig wissen, woran sie sind, werden nun doch wieder deutlich mehr Verkehrsschilder aufgestellt – vom Park- bis zum Halteverbotsschild. Michael Jana jedenfalls hofft, das sich das Problem des Falschparkens damit verringert. Zumindest haben die notorischen Falschparker dann ein paar Ausreden weniger. Platz genug, das Auto ordentlich abzustellen, gebe es in den vorhandenen Tiefgaragen und Parkhäusern, betont die Baubürgermeisterin.

Die vorgesehenen Maßnahmen

1. Ausweisen von Ladezonen: Mit der Einzelbeschilderung ist eine Kennzeichnung von benötigten Ladezonen (Zeichen 286 Straßenverkehrs-Ordnung „Eingeschränktes Haltverbot“) möglich. Dort kann zum Be- und Entladen oder zum Ein- und Aussteigen gehalten werden.

2. Klare und verständliche Kennzeichnung von Halteverbotszonen mit Einzelbeschilderung (anstelle des Zonen-Verkehrsschilds 290 StvO) für weniger Park-Verstöße.

3. Änderung der „unechten“ Einbahnstraßen in „echte“ Einbahnstraßen: In den „unechten“ Einbahnstraßen wird derzeit im Regelfall verbotswidrig am linken Fahrbahnrand geparkt. Bei echten ist dieses Parken dann erlaubt und die Rechtssicherheit ist gegeben.

4. Mehr Platz für Ladezonen, Motorradstellplätze, Elektroladestellen und Fahrradbügel. Dafür werden vorhandene frei verfügbare oberirdische Stellplätze entsprechend umgewandelt und an anderen Stellen neue Stellplätze eingerichtet.

5. Erweiterung bestehender Fahrradabstellanlagen und Einordnung neuer Standorte für Fahrradbügel: Die vorhandenen Bügel in der Innenstadt reichen bei weitem nicht aus, Fahrräder werden überall abgestellt. Das führt zu Gefährdungen, insbesondere für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen.

ParksituationRadInnenstadt
Print Friendly, PDF & Email
 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg 33:29 – Ein Sieg des Willens
Nach über vier Jahren gab es für den SC DHfK endlich wieder einen Sieg gegen Magdeburg zu feiern. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserNach etwas hektischen Abschlüssen in den ersten Minuten lieferten die Leipziger am Sonntag im Ostderby eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im Angriff waren alle Positionen gefährlich, die Abwehr zwang die Elbestädter immer wieder zu schlechten Würfen. Doch Magdeburg blieb stets präsent und die Partie so erwartungsgemäß bis zum Schluss spannend. Beide Teams konnten immer wieder einige Tore hintereinander erzielen. Dabei machten die Hausherren über 60 Minuten einen hochkonzentrierten Eindruck.
Engagement für eine zukunftsfähige Stadt: Vier Initiativen und Organisationen im Videoclip vorgestellt
Videokonferenz vom 20. November. Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Für alle LeserAm Freitag, 20. November, wurde der Leipziger Zukunftspreis vergeben. Früher hieß er mal Agenda-Preis – nach der Agenda 21, die in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurde. 2019 richtete sich das Leipziger Agenda-Büro neu aus und veränderte auch die Modalitäten zum Agenda-Preis, der seitdem Zukunftspreis heißt. Und weil Corona zu allerlei Neuerungen zwingt, wurde er diesmal auch nicht in einer Festveranstaltung vergeben, sondern in einer digital-analogen Hybridveranstaltung.
Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden
Die Paul-Robeson-Schule am Jungmannweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.
Warum es ganz und gar nicht gut ist, die Kultur in der Corona-Zeit dauerhaft stillzulegen
Das Spiegelzelt in den Vorjahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Sti-ille Nacht, ein-sa-me Nacht, alles probt, niemand lacht ...“, bringt der Westflügel im Lindenfels auf den Punkt, wie heftig die verlängerten Lockdown-Maßnahmen das komplette für die Adventszeit geplante Kulturprogramm treffen. Selbst die „Gans ganz anders“ fällt aus, das schöne Spiegelzelt aus Flandern ist umsonst aufgebaut. Und der Weihnachtszirkus verschiebt seinen Leipzig-Auftritt auf März. Wenn er dann überhaupt sein Zelt aufbauen darf.
Am Freitag machte die Radtour #ParisGoesBrussels Zwischenstopp in Leipzig + Video
#MakeParisReal ist der Hashtag unter dem die 1000-Kilometer-Tour ab jetzt in den sozialen Netzwerken begleitet wird. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Der Eiffelturm kommt nach Leipzig!“, freuten sich am Freitag, 27. November, die Parents for Future Leipzig. Und er kam tatsächlich – gut verpackt. Gegen 16 Uhr endete der erste Abschnitt der Radtour #ParisGoesBrussels am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz am Eingang der Petersstraße. Zwei Tage zuvor waren die radelnden Parents in Dresden aufgebrochen. Ihr Ziel ist Brüssel.
Pestizidprozess gegen Karl Bär vertagt: Richter räumt Klägern mehr Zeit für Rückzug aus dem Verfahren ein
Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Foto: Umweltinstitut München

Für alle LeserWerden die Prozesse gegen die Pestizidkritiker in Südtirol eingestellt? Um diese Frage zu klären, hatte Richter Ivan Perathoner den Klägern eine Frist bis zum Prozesstag am Freitag, 27. November, eingeräumt. Landesrat Schuler und die Obstwirtschaft hatten im Vorfeld des zweiten Prozesstermins gegen Bär dem Umweltinstitut gegenüber schriftlich die Rücknahme aller Anzeigen angekündigt. Doch nicht alle Vollmachten der klagenden Obstbauern und -bäuerinnen lagen vor.
Das Original Rudelsingen präsentiert den allerersten Mitsing – Adventskalender
Rudelsingen PR

Rudelsingen PR

Das Online Rudelsingen gehört in diesen Monaten ganz unbedingt zu den Dingen, die man mal neu ausprobieren sollte. Ja, wir dürfen, müssen gar, sollten und können alle laut singen, gerade im Hier und Jetzt, wenn nicht nur unser Immunsystem eine Extra-Portion Stärkung gut gebrauchen könnte. Kleine Freuden zwischendurch sorgen für mehr Glückshormone, Antriebskraft und Motivation im Alltag.
„Da blutet einem das Herz“ – Corona lässt Turnfest 2021 platzen, nur Deutsche Meisterschaften sollen stattfinden
Das Turnfest 2021 kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Jahr 2025. Foto: DTB / Volker Minkus

Foto: DTB / Volker Minkus

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEs sollte ein rauschendes Fest werden. Vom 12. bis 16. Mai 2021 war Leipzig als Austragungsort des 44. Internationalen Deutschen Turnfestes vorgesehen (LZ Nr. 80 vom 26.06.2020 berichtete). Doch die Corona-Pandemie ließ diesen sportlichen Traum nun platzen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sahen sich die Veranstalter aufgrund des Infektionsgeschehens dazu gezwungen, dieses Großspektakel abzusagen.
Wie die Städtischen Altenpflegeheime mit der Corona-Pandemie umgehen – und mit Maskenverweigerern
Ohne sensorische Messung der Körpertemperatur ist der Zutritt ins Städtische Altenpflegeheim nicht gestattet. Die strengen Besuchs- und Hygieneregeln werden jedoch nicht von allen Besuchern eingehalten. © Michael Billig

© Michael Billig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelIm ersten Lockdown der Corona-Pandemie wurden Senioren- und Pflegeheime für die Außenwelt komplett geschlossen. Bewohnerinnen und Bewohner konnten über mehrere Wochen hinweg keinen Besuch empfangen. Selbst engste Angehörige mussten draußen bleiben. Zu dieser Isolation soll es nicht noch einmal kommen. Mit der zweiten Welle der Pandemie haben die Häuser den Kontakt jedoch wieder eingeschränkt.
Kino der Jugend: IG Fortuna überzeugt die Jury mit Konzept für künftiges Kultur- und Begegnungszentrum
IG Fortuna mit der Aktion „Rettet das Kino!“ Foto: Thomas Szabo

Foto: Thomas Szabo

Für alle LeserDie Initiative IG Fortuna soll künftig ein Erbbaurecht für das Kino der Jugend in Volkmarsdorf erhalten, teilt das Liegenschaftsamt der Stadt Leipzig mit. Mit ihrem Konzept zur Wiederbelebung des ehemaligen Lichtspielhauses und der Entwicklung eines „Kultur- und Begegnungszentrums Leipziger Osten“ hat sich die Interessensgemeinschaft jetzt im laufenden Konzeptverfahren gegen eine zweite Bewerbergruppe durchgesetzt.
Joachim-Ringelnatz-Verein schreibt einen Offenen Brief: Wie löst man den Gordischen Knoten am Ringelnatz-Haus in Wurzen?
Sanierungsstand am Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen. Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Für alle LeserSeit zwölf Monaten ruhen die Arbeiten am Ringelnatz-Geburtshaus aufgrund einer verfahrenen, scheinbar ausweglosen Situation in der Abwägung zwischen Denkmalschutz und zukünftiger Nutzung. Der Vorstand des Joachim-Ringelnatz-Verein e. V. sieht daher keinen anderen Weg mehr, als sich mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit zu wenden, in dem er sachlich den Stand der Dinge darlegt.
Aktueller Monitoringbericht zur Situation der Kultur: Auch in Leipzig drohen hohe Verluste
Rüdiger Wink, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig. Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Für alle LeserBesonders hart treffen die Verfügungen zur Corona-Pandemie-Bewältigung den Kulturbereich. Gerade hier sind tausende Solo-Selbstständige unterwegs, deren Auftritte und Projekte reihenweise abgesagt sind. Ein Monotoringbericht hat jetzt untersucht, mit welch großen Verlusten unsere Gesellschaft im Kulturbereich rechnen muss. Es trifft freilich nicht alle gleich, stellt auch ein Leipziger Forscher fest.
SPD-Fraktion beantragt 20 Millionen Euro extra Kapital für die L-Gruppe, um die Verkehrswende zu finanzieren
Gleisbau der LVB - hier in Lindenau. Archivfoto: Marko Hofmann

Archivfoto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas der Oberbürgermeister da jetzt als Vorlage zur Umwandlung des Gesellschafterdarlehens der Stadt Leipzig an die Stadtholding LVV in Eigenkapital vorgelegt hat, hat bei der SPD-Fraktion im Stadtrat gelindes Unbehagen ausgelöst. Beschlossen hat der Stadtrat die Umwandlung schon im Mai 2019. Auch mit der konkreten Auflage, Geld für wichtige Verkehrsinvestitionen anzusparen. Aber das ginge nun nicht mehr, heißt es in der OBM-Vorlage.
Gutverdiener verursachen mehr CO2-Emissionen und werden bei der Steuer trotzdem bevorzugt
Unterschiedliche Steuerlast für Privat-Pkw und Firmenwagen. Grafik: Öko-Institut

Grafik: Öko-Institut

Für alle LeserWenn man genauer hinschaut, sieht man etwas, was in der deutschen Klimapolitik fast immer ausgeblendet wird: Dass selbst im reichen Deutschland die ärmeren Bevölkerungsteile viel weniger zur Klimazerstörung beitragen als die reichen. Aber die Diskussion und die Politik werden von den Reichen bestimmt. Sie sollten deshalb auch die Kosten tragen, findet auch das Öko-Institut e. V.
Und wenn die Welt voll Teufel wär: Luthers aufregende Reise zum Reichstag nach Worms
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVieles ist auf einen markigen Spruch eingedampft in der Erinnerung an Martin Luther. Sein Auftritt in Worms auf dem Reichstag zum Beispiel auf dieses legendäre: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Als wenn das so leicht gewesen wäre. Und als wenn es eine schnurgerade Linie vom Thesenanschlag in Wittenberg 1517 zum Wormser Reichstag gegeben hätte. Aber der Weg nach Worms war kurvenreich. Und auch Dr. Martin Luther ahnte 1517 nicht, wo er 1521 landen würde.