Container sollen Interim für Plattenbauschule in der Leipziger Südvorstadt werden

Ursprünglich sollte das alte Gebäude der 3. Grundschule in der Südvorstadt bis zum Schuljahr 2016 / 2017 wieder fit gemacht werden für 7,2 Millionen Euro. Doch die Sanierung kann erst 2026 beginnen. Das Gebäude steht erst 2018 zur Verfügung. Deshalb werden ein paar Container länger gebraucht. Und ein paar mehr.

Seit dem Sommer wird der Schulplattenbau als Unterkunft für Asylsuchende genutzt, damals noch kurzfristig gedacht, bis die Stadt die Untergebrachten in besseren Unterkünften würde unterbringen können. Das müsse eine absolute Ausnahme bleiben, mahnte im Frühjahr noch die Linksfraktion. Dazu würden die Schulgebäude zu dringend gebraucht, um die steigenden Schülerzahlen aufzunehmen.

Bis 2016 wird die Schule als Asylunterkunft gebraucht. Eine Vorlage, die in der Dienstberatung des OBM am 13. Oktober behandelt wurde, beschäftigt sich jetzt mit den Raumsystemen, die im Hofbereich des Gebäudes die Grundversorgung des Hauses absichern. Diese Module werden nun nicht – wie ursprünglich geplant – im Jahr 2016 wieder abgebaut. Stattdessen verlängert die Stadt den Mietvertrag um zwei Jahre: „Der Mietvertrag für das bestehende Raumsystem am Standort der 3. Grundschule wird um 2 Jahre bis zum 31.08.2018 verlängert.“ Und: „Die Aufstockung um eine 2. Aufbaustufe und der Abschluss eines Mietvertrages für dieses Raumsystem für einen Zeitraum von 2 Jahre (bis zum 31.08.2018) wird bestätigt.“

Die Verwaltung rechnet mit zusätzlichen Kosten für die Raummodule von 564.335 Euro.

Der Grund ist: Eigentlich wird der Plattenbau schon zum neuen Schuljahr wieder als Bestandsgebäude gebraucht. Aber die Sanierung ist vor 2017 / 2018 nicht zu bewerkstelligen. Deswegen werden die Container, die bis zum Frühjahr für die Asylunterbringung genutzt werden, aufgestockt und dienen dann bis 2018 als Interim.

„Auf Grund steigender Schülerzahlen ist die vorhandene Kapazität am Neubau der 3. Schule ausgeschöpft. Zur Lösung der Kapazitätsprobleme in den Ortsteilen Südvorstadt/ Connewitz wird beginnend ab dem Schuljahr 2016/17 die Errichtung einer weiteren drei- bis vierzügigen Grundschule (Gebäude des alten Plattenbaus) an der 3. Schule (Neubau + Containerbau) erfolgen. Eine entsprechende Vorlage für den Stadtrat wird derzeit erarbeitet. Bis zur baulichen Fertigstellung des Schulkomplexes (alte Plattenbauschule) zum Schuljahresbeginn 2018/19 werden Schulklassen schuljahresweise, beginnend mit der 1. Klassenstufe, mit im Schulgebäude (einschließlich Interim) der 3. Schule in der Scharnhorststraße 24 in 04275 Leipzig unterrichtet und durch die Schulleitung geführt“, heißt es nun in der Vorlage.

„Bis zur Sanierung des Bestandsgebäudes Plattenbauschule in den Bereichen Connewitz, Zentrum-Süd, Zentrum-Südost bzw. Südvorstadt muss die Nutzung des Interims durch die Grundschule erfolgen. Da die notwendige Sanierung des alten Bestandsgebäudes nicht bis zum Schuljahresbeginn 2017/18 erreichbar ist, bedarf es der Aufstockung des Interimsgebäudes um 4 weitere Allgemeine Unterrichtsräume (AUR).“

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version der Geschichte hatten wir angenommen, die Module würden für weitere Asylunterbringung gebraucht. Da war uns der wesentlichste Teil der Vorlage durch die Lappen gegangen. Wir  bitten für die irrtümliche Darstellung um Entschuldingung.

 

Die Informationsvorlage für den Stadtrat.

 

Die Vorlage mit Erläuterung.

AsylpolitikSchulneubauSüdvorstadt
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