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Stadt will sich das Vorkaufsrecht am Sellerhäuser Bahnbogen sichern

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    Ein paar Grundstücke fehlen noch, damit der Parkbogen Ost gebaut werden kann. Oder zumindest der erste Teil von der Anger-Crottendorfer Bahnschneise bis zur Eisenbahnstraße auf dem Sellerhäuser Bahnviadukt. Um sich die Grundstücke zu sichern, will das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt das Vorkaufsrecht vom Stadtrat beschließen lassen.

    Denn einige der Flächen, die man zum Bau des neuen Radhochweges braucht, befinden sich noch in privater Hand, müssen also von der Stadt noch erworben werden. Zum Beispiel für Rampen, über die man in Volkmarsdorf, an der Wurzner und an der Eisenbahnstraße auf den Bahndamm kommt.

    Welche Grundstücke das aber genau betrifft, kann das Planungsdezernat noch nicht sagen, das hängt möglicherweise auch davon ab, wie entgegenkommend die Grundstücksbesitzer sind: „Ob  und, wenn ja, zu welchen Kaufpreisen das Vorkaufsrecht ausgeübt wird, ist derzeit nicht prognostizierbar. Dies wird, soweit erforderlich, Gegenstand weiterer Vorlagen sein.“

    Jetzt geht es überhaupt um die Möglichkeit, hier zu kaufen und dabei keine Phantasiepreise zahlen zu müssen.

    Der Parkbogen ist derzeit das ehrgeizigste Projekt im Leipziger Radverkehr. Die Bahn hat den 2013 aufgegebenen Sellerhäuser Bahnbogen an die Stadt verkauft, so dass sich hier auf der ehemaligen Gleistrasse über den Dächern des Ostens erstmals ein wirklich separierter Radbogen verwirklichen lässt, der direkt an die schon existierende Anger-Crottendorfer Bahnschneise anschließt und erst einmal bis nach Sellerhausen führt und kurz vom Gleisgelände der Bahn endet. Später soll die Strecke auch noch im Bogen über Schönefeld in den Nordbereich des Hauptbahnhofes geführt werden.

    Der Parkbogen Ost (Anlagen an der Zweinaundorfer Str): Aus ehemaligen Bahnanlagen wird ein grünes Aktivband. Foto: L-IZ.de
    Der Parkbogen Ost (Anlagen an der Zweinaundorfer Str): Aus ehemaligen Bahnanlagen wird ein grünes Aktivband. Foto: L-IZ.de

    Aber das ist noch Zukunftsmusik. Der Bund fördert das Projekt mit 3,3 Millionen Euro. Und vage Ideen gehen davon aus, dass der Parkbogen auch durch weitere kulturelle und wirtschaftliche Angebote ergänzt werden kann. Denn auf dem Damm ist natürlich Platz für mehr als nur einen Radweg. Und vor allem soll es eine bessere Verbindung im Osten schaffen. Denn wer sonst hier mit dem Rad unterwegs ist, fährt Umwege und teilweise über Straßen, auf denen man nicht wirklich gern unterwegs ist.

    Und nicht nur auf dem Damm sollen Radwege entstehen: „Der ureigene Charakter des Projektes Parkbogen Ost ist die den modernen Bedürfnissen der Stadtgesellschaft angepasste Umwidmung von Bahnanlagen in Grün- und Freiflächen mit Rad- und Fußwegen. Auch wenn parallel zum Höhenpfad ebenerdige Radwege geplant sind, sind die ehemaligen Bahndämme des Sellerhäuser Bogens für die Projektrealisierung unverzichtbar.“

    Eigentlich müsste Leipzig sogar weitere solcher Projekte längst in Planung haben. Denn wenn es eine Verkehrsart gibt in Leipzig, die sich derzeit rasant entwickelt, dann ist es der Radverkehr. Und gerade im Bereich Gohlis hatten die Leipziger Naturschutzverbände schon vorgeschlagen, auf aufgelassen Bahngleisen neue – unabhängige Radwege zu schaffen, die Radfahrer schnell bis zum Hauptbahnhof bringen.

    Die Vorlage zum Vorkaufsrecht für den Parkbogen-Ost.

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