38 Millionen Euro für ein markantes Museum in Innenstadtlage

Für alle LeserDr. Ronny Maik Leder, der Direktor des Naturkundemuseums, war jedenfalls begeistert beim Vor-Ort-Termin am Freitag, 17. Juli, im ehemaligen Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz, denn der alte Bau soll nicht nur der neue Standort des Naturkundemuseums werden – er erfüllt auch viele Wünsche, die Leder an so ein Museum hat. Beschlossen ist das noch nicht. Aber Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und Finanzbürgermeister Torsten Bonew sind sich sicher, dass es die richtige Wahl ist.
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Als der Traum, das Naturkundemuseum in der Halle 7 auf dem Spinnereigelände unterzubringen, 2018 platzte, gab ja der Stadtrat den Auftrag, drei schon vorher betrachtete innenstadtnahe Standorte zu prüfen: den Standort an der Lortzingstraße, wo das Naturkundemuseum seit über 100 Jahren zu Hause ist, das ehemalige Stadtbad und den Bowlingtreff.

Sie waren ja auch wegen der dort zu erwartenden höheren Kosten aus dem Rennen geflogen, als 2017 kurzerhand die Halle 7 auf den Tisch gepackt wurde, von der Leipzigs Planer glaubten, es wäre eine stabile Fabrikhalle. Doch 2018 stellte sich heraus, dass weder der verfügbare Platz reichte noch die Decken die Traglast eines Museums aushielten.

Wieder einmal erlebte Leipzig, dass Billiglösungen für Museen nicht funktionieren.

Aber die Zeit war auch wichtig, denn so konnten sich die Ideen, die Ronny Maik Leder für das neue Leipziger Naturkundemuseum mitgebracht hat, auch in den Köpfen verbreiten. Denn wirklich groß haben vorher weder Stadtrat noch Verwaltung das Museum gedacht. Ihnen war weder der Wert der Sammlung wirklich präsent, noch kamen sie auf die Idee, ein Naturkundemuseum zu schaffen, das für den ganzen mitteldeutschen Raum spricht und mit den größten Naturkundemuseen Deutschlands konkurrieren kann.

Wenn man so zu denken beginnt, verändern sich die Schwerpunkte, verabschiedet man sich auch irgendwann von dem Gedanken, dass man so ein Museum für 20 Millionen Euro bekommen kann.

Skadi Jennicke, Ronny Maik Leder und Torsten Bonew bei der Vorstellung der Pläne für den Bowlingtreff. Foto: Ralf Julke

Skadi Jennicke, Ronny Maik Leder und Torsten Bonew bei der Vorstellung der Pläne für den Bowlingtreff. Foto: Ralf Julke

Es werden wohl doch eher 38 Millionen, das jedenfalls ist die erste Kostenschätzung für den Umbau des Bowlingtreffs zum Museum. Wobei auch Torsten Bonew davon ausgeht, dass es wohl eher mehr wird, denn es wird ja nicht gleich losgebaut. Wenn der Stadtrat im September dem Verwaltungsvorschlag zustimmen sollte, sind für die Jahre 2021/2022 erst einmal nur die Planungsmittel sicher.

Und danach wäre Leipzig zwingend auf Fördergelder angewiesen, betonte Bonew. Er wünscht sich aber, dass der Bund als möglicher Förderer mitzieht und lieber Geld in so ein Leuchturmprojekt investiert als in mittlerweile sehr unzeitgemäß gewordene Autobahnen.

Der Umbau zum Naturkundemuseum ist mit Kosten in Höhe von 38 Millionen Euro freilich erst einmal nur vorsichtig geschätzt. Belastbare Kosten werden dann im Rahmen der Planungsphase ermittelt. Schon jetzt ist aber auch klar, dass die dortigen Flächen nicht ausreichen. Um alle Sammlungen sowie die Labor- und Werkstatträume unterzubringen, wird perspektivisch ein Depot notwendig. Die Kosten hierfür liegen bei rund 16 Millionen Euro.

„Dass naturkundliches Wissen im ehemaligen Bowlingtreff für Jung und Alt vermittelt werden soll, begrüße ich sehr. Die Zukunft unseres Naturkundemuseums für die Stadtgesellschaft bleibt aber eine große Herausforderung. Vorerst stehen Planungsmittel für die Weiterentwicklung im Haushalt bereit. Um die Erkundung und Erforschung der Natur in der Stadt noch präsenter zu machen, sind für den Umbau des Bowlingtreffs zum Ausstellungsgebäude Fördermittel notwendig“, so Finanzbürgermeister Torsten Bonew.

Aber wie kam es überhaupt zur Wahl des Bowlingtreffs, der ja schon zwei Mal Favorit als neuer Standort fürs Naturkundemuseum war?

Was hat sich da geändert?

Tatsächlich hat das Amt für Gebäudemanagement von August bis Dezember 2019 erst einmal das gemacht, was schon vor vier Jahren fällig gewesen wäre: eine detaillierte Standortanalyse. Welcher der drei Kandidaten ist eigentlich am besten als Museum geeignet? Da ging es um Baustatik, Denkmalschutz, Raumklima, Licht und Kapazitäten, aber auch um einen ganz zentralen Faktor wie die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV und die Wahrnehmbarkeit im Stadtbild.

Wie das Amt vorging, schilderte am Freitag beim Vor-Ort-Termin mit der Presse Claudia König vom Amt für Gebäudemanagement. Und am Ende lag der ehemalige Bowlingtreff haushoch vor der Konkurrenz – auch weil der ehemalige Bowlingtreff ein postmodernes Architekturkleinod mit architektonischen Qualitäten ist, die auch in Leipzig selten geworden sind. Und es gibt nicht wirklich viele Nutzungen, die man so gut hier unterbringen könnte wie ein Museum.

Das Foyer soll in seiner Originalgestalt erhalten bleiben. Foto: Ralf Julke

Das Foyer soll in seiner Originalgestalt erhalten bleiben. Foto: Ralf Julke

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1925 bis 1927 als unterirdisches Umspannwerk der Städtischen Elektrizitätswerke erbaut. Selbst das begeistert Ronny Maik Leder, denn Siemens & Halske bauten das Umspannwerk quasi „für die Ewigkeit“, mit stabilen Böden, Wänden und tragenden Säulen, die problemlos dem Bedarf eines Museums genügen. Selbst das „fehlende“ Tageslicht ist ja ein Vorteil für die sensiblen Exponate in der Ausstellung.

1986 bis 1987 ist es zum Bowlingtreff mit Eingangsbauwerk durch Winfried Sziegoleit und Volker Sieg umgebaut worden. Das Gebäude mit seinem markanten Eingangsbauwerk gilt als seltenes technisches Denkmal für die Postmoderne der späten DDR-Architektur. Doch der Denkmalschutz werde wohl eher nicht das Problem, so Claudia König, denn das markante Okotogon, das den mehrstöckigen Eingangsbereich des Bowlingtreffs markiert, soll genauso erhalten bleiben.

Aus der Sicht des Naturkundemuseumsdirektors der perfekte Platz für das Naturkundemuseum: Das Gebäude des ehemaligen Bowlingtreffs überzeugte durch seinen zentralen Standort, als Blickfang mit sehr guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und der Synergien im Umfeld: Stadtbibliothek und das geplante Institut für Länderkunde wären in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Stadt verspricht sich von der Standortentscheidung wichtige Impulse für die Entwicklung des Wilhelm-Leuschner-Platzes.

Als das Amt für Gebäudemanagement seinen Favoriten ermittelt hatte, gab es auch eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, deren Ergebnis die 38 Millionen Euro waren. Ermittelt wurde auch, dass sich auch die Rettungswege problemlos unterbringen lassen im Gebäude und selbst die zuvor als problematisch beschriebenen klimatischen Bedingungen in den Untergeschossen sind augenscheinlich nicht so schwerwiegend.

Dass im Foyer die Besucher gleich mit Café und Museumsshop begrüßt werden, steht auch schon fest. In den dortigen Tageslichträumen kommt die Museumsleitung unter. In der einstöckigen Osthalle sollen künftig die Sonderausstellungen Platz finden, auf die am alten Standort noch immer verzichtet werden muss.

Und im mehrstöckigen Westteil soll dann die multimediale Dauerausstellung entstehen, in der dann auch Deckendurchbrüche die Inszenierungen des Mammuts von Borna, der Tiefseeexpedition Valdivia und des „Tour de ter Meer“, der die Werke des Wegbereiters der modernen Präparation Hermann ter Meer zeigt, aufnehmen können. Man umwandert die mehretagigen Inszenierungen dann regelrecht.

Ob das freilich so kommt, entscheidet der Stadtrat.

Die entsprechende Verwaltungsvorlage des Kulturdezernates zum Grundsatzbeschluss und zur Standortentscheidung ist jetzt im Verwaltungsverfahren. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat voraussichtlich im September.

„Der Grundsatzbeschluss erneuert das Bekenntnis der Stadt zu seinem Naturkundemuseum und gibt mit der Entscheidung für den Bowlingtreff nun eine konkrete Perspektive“, betont Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke. „Trotz Corona und den vielen Herausforderungen, die Leipzig in den kommenden Jahren zu bewältigen hat, setzt Leipzig ganz bewusst auf ein modernes Naturkundemuseum mit Bildungsauftrag und wissenschaftlichem Anspruch. Ich bin froh, dass wir nun endlich mit den Planungen beginnen können.“

Es ist geplant, am Wilhelm-Leuschner-Platz die Dauer- und Sonderausstellungen sowie die Museumsverwaltung unterzubringen. Die eigentliche Sammlung soll am derzeitigen Standort in der Lortzingstraße 3 bleiben, bis es ein neues Depot für die umfangreichen Bestände gibt.

Und während Ronny Maik Leder von den Möglichkeiten in Halle 7 noch etwas verhalten schwärmte, ist er von den Möglichkeiten im einstigen Bowlingtreff richtig begeistert: „Naturkundemuseum Leipzig und Bowlingtreff Leuschnerplatz, jedes für sich genommen spannende Leipziger Originale mit bewegter Geschichte. Zusammen eine ideale Paarung mit großer Zukunft, auf die wir uns sehr freuen!“

Der Stadtrat tagt: CDU legt sich beim Naturkundemuseum doch nicht auf die Lortzingstraße fest + Video

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