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Nun doch bis zur Käthe-Kollwitz-Straße: Gastronomen in der Gottschedstraße dürfen ab 1. August die Parkbuchten zu Freisitzen machen

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    Nun doch noch ein bisschen mehr: Seit Montag, 26. Juli, hat die Umgestaltung der Gottschedstraße mit der Einrichtung eines beidseitigen Halteverbots zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Zentralstraße begonnen, meldete das Verkehrs- und Tiefbauamt am Dienstag, 27. Juli. Und erweitert damit deutlich die Ankündigung von Baubürgermeister Thomas Dienberg, der bisher nur freizuräumende Parkbuchten zwischen Zentralstraße und Bosestraße angekündigt hatte. Und sich auch noch den Ärger von Franziska Riekewald (Die Linke) dazu einhandelte.

    Eigentlich hatte OBM Burkhard Jung mit dem Sofortmaßnahmenprogramm zum Klimanotstand im Sommer 2020 sogar die Komplettsperrung eines Teils der Gottschedstraße angekündigt. Das wäre ein echtes Pilotprojekt gewesen, auch einmal außerhalb der Innenstadt eine von Restaurants gesäumte Straße komplett für den Kfz-Verkehr zu sperren.Aber da kam eine Baustelle dazwischen, wie Thomas Dienberg feststellte. Die Straßensperrung hätte die Baustellenzufahrt unmöglich gemacht.

    Aber als Franziska Riekewald dann darauf insistierte, dass dann doch wenigstens die Parkbuchten freigeräumt werden könnten, damit die Gastronomen mit ihren Freisitzen vom Bürgersteig auf die Parkbuchten ausweichen könnten, schien das erst einmal völlig unmöglich. Nur für einen kleinen Teil der Gottschedstraße kündigte das Baudezernat Anfang Juli diese Möglichkeit an.

    Aber da hat man wohl intern doch noch einmal geprüft, ob es in Corona-Zeiten in Leipzig nicht dennoch möglich ist, die Parkbuchten nach dem Vorbild von München und Wien in Freischankflächen bzw. Schanigärten zu verwandeln. Und siehe da: Im entscheidenden Abschnitt der Gottschedstraße ist das durchaus jetzt schon möglich.

    Und auch im schon vermeldeten Abschnitt zwischen Bose- und Zentralstraße ist auf der nördlichen Fahrbahnseite das Halten künftig verboten. Diese Halteverbote sind zunächst bis Ende Oktober befristet, betont das VTA.

    Ab 1. August können die Freisitze der anliegenden Gastronomen dann in die vorhandenen Parktaschen erweitert werden, auch eine temporäre Begrünung ist hier perspektivisch vorgesehen. Dies soll das Flair der Gottschedstraße als Kneipenmeile und eine klimagerechte Mobilität fördern.

    Die Umgestaltung ist Teil eines im Klimasofortprogramm verankerten Pilotprojektes, das der Stadtrat im vergangenen Jahr beschlossen hatte, erläutert das Verkehrs- und Tiefbauamt, wobei man die Formel „Teil von“ nicht überlesen darf. Wirklich klimawirksam wäre so ein Projekt wirklich erst, wenn die komplette Straße zum Freisitz werden würde.

    Und gerade hier wäre das eigentlich möglich, so das VTA: Die Gottschedstraße ist praktisch eine Verlängerung der Leipziger Innenstadt in der Inneren Westvorstadt. Gerade für die Anreise zu Fuß von der S-Bahnstation Markt zum Stadion oder zur Arena stellt die Straße die kürzeste Verbindung dar.

    „Durch die neu geschaffene Möglichkeit für die Gastronomie, die Freisitze auf den Seitenstreifen einzuordnen, profitiert auch der Fußverkehr und bekommt mehr Platz auf den beengten Gehwegen der Gottschedstraße“, sagt Friedemann Goerl, Fußverkehrsverantwortlicher der Stadt Leipzig.

    „Ziel der Stadt ist es, durch lebendige Flaniermeilen die Attraktivität von Geschäftsstraßen auch außerhalb der Innenstadt zu fördern. Durch einen ‚Sprung über den Ring‘ sollen fußgängerfreundliche Netzverbindungen geschaffen werden, damit noch mehr Wege in Leipzig sicher und bequem zu Fuß erledigt werden. Dies hilft natürlich auch den Klimazielen der Stadt Leipzig.“

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      1 KOMMENTAR

      1. „Durch die neu geschaffene Möglichkeit für die Gastronomie, die Freisitze auf den Seitenstreifen einzuordnen, profitiert auch der Fußverkehr und bekommt mehr Platz auf den beengten Gehwegen der Gottschedstraße“

        Der Stadt ist schon bewusst, dass durch diese Möglichkeit mitnichten der Fußweg plötzlich wieder frei sein wird, sondern die Gastronomen eher noch mehr Freisitzfläche in Anspruch nehmen werden?!?
        So lange in der Gottschedstraße noch Autoverkehr erlaubt ist, sollten die Fußwege nicht derart mit Freisitzen zugestellt werden dürfen, dass Fußgänger auf die Straße auweichen müssen. Die 30er-Zone halten manche ja auch nur für eine Empfehlung. Mit noch mehr Freisitzen und noch weniger Möglichkeiten als Fußgänger der Fahrbahn fern zu bleiben, ist es in meinen Augen nur eine Frage der Zeit bis dort was ernsthaftes passiert…

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