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„Fridays For Future“: Schüler demonstrieren gemeinsam mit Eltern

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    VideoNormalerweise sind Jugendliche wohl lieber ohne ihre Eltern unterwegs, wenn sie sich mit Freunden und Mitschülern treffen. In Leipzig war das an diesem Freitag, den 12. April, anders: Dort unterstützte mal wieder sichtbar die Leipziger Ortsgruppe der „Parents For Future“ die schon seit Monaten demonstrierende „Fridays For Future“-Bewegung. Erneut gingen mehrere hundert Personen für mehr Klimaschutz auf die Straße.

    In Leipzig sind erneut mehrere hundert Schülerinnen und Schüler auf die Straße gegangen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Etwa 250 Personen beteiligten sich am Freitag, den 12. April, am „Fridays For Future“-Protest. Die Demonstration begann kurz nach 12:30 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz. Dort waren zunächst jene Forderungen zu hören, die „Fridays For Future“ bereits am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin präsentiert hatte: unter anderem Kohleausstieg bis 2030, vollständiger Umstieg auf erneuerbare Energieversorgung bis 2035 und eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen bereits in diesem Jahr.

    In einer weiteren Rede wurden Baumbesetzungen wie im Hambacher Forst thematisiert. Dass diese nötig seien, sei das Ergebnis eines Versagens von Politik, Unternehmen und Verbrauchern.

    Bei einer Zwischenkundgebung auf dem Augustusplatz sprach unter anderem der Grünen-Politiker Jürgen Kasek. Er kritisierte, dass jahrelang das angeblich fehlende Interesse von Jugendlichen an Politik beklagt worden sei und das geforderte Engagement nun ebenfalls nicht erwünscht sei. „Die Politik hat Angst vor euch“, schlussfolgerte Kasek. Zudem thematisierte er unter anderem mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf den Golfstrom.

    Auch zwei Sprecher/-innen der Leipziger Ortsgruppe „Parents For Future“ meldeten sich zu Wort. Sie zeigten sich erfreut darüber, dass die Jugendlichen ihre Unterstützung annehmen. In anderen Städten sei das nicht so.

    Auch in Dresden fand an diesem Tag eine Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmenden statt. Zuletzt äußerte sich mittlerweile auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) positiv zu „Fridays For Future“. Er sehe „keinen Grund, den Schülerprotesten skeptisch gegenüberzustehen“. Stattdessen solle man den Protest ernst nehmen. Es soll nun eine „Klimakonferenz“ am 22. Juni 2019 in Leipzig geben, ein genauer Ort ist noch nicht bekannt.

    Wer für „Fridays for Future“ teilnimmt oder ob die Bewegung den Umarmungsversuch des sächsischen Ministerpräsidenten – eher bekannt geworden für die zusätzliche Ende 2018 vorgenommenen Verlängerungen der Fristen für sächisches Kohleunternehmen bis 2042 statt 2038 – überhaupt annimmt, ist ebenfalls unbekannt.

    Die „Fridays For Future“-Bewegung geht auf die sogenannten Klimastreiks der schwedischen Jugendlichen Greta Thunberg zurück. Seitdem gehen Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt freitags auf die Straße statt in die Schule. Mittlerweile gibt es unter anderem wissenschaftliche und studentische Unterstützergruppen.

    Fridays for Future am 12. April in Leipzig

    Video: L-IZ.de / Marco Arenas

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