11 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Endspurt nach Brüssel: Eiffelturm erinnert die EU-Politiker/-innen an ihre Versprechen von Paris 2015

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    848 Kilometer ist der Eiffelturm bereits geradelt – durch Eis und Schnee, von Wasserwerfern bedroht und von bislang rund 500 Radler/-innen getragen. Bleiben noch geplante 220 Kilometer, meldeten „Parents for Future“ Leipzig am 7. Dezember. Am 26. November war das erste Rad-Team mit dem Eiffelturm im Gepäck in Dresden gestartet.

    Fünf Jahre ist das Pariser Klimaschutzabkommen jetzt alt, mehr als zwei Jahre fordern wir mit Fridays for Future dessen konsequente Umsetzung, um die Erderhitzung auf 1,5°C zu beschränken. Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Abkommens durch 195 Länder tagt der Europäische Rat und entscheidet dort über die konkreten Klimaziele für die EU bis 2030.

    Das Europaparlament hat mit dem kürzlich verabschiedeten EU-Klimagesetz ein deutliches Zeichen für ambitionierten Klimaschutz gesetzt – jetzt müssen die Staaten Europas diesem folgen und sich klar positionieren: „Setzen Sie das Klimaabkommen endlich um! Make Paris real!“ Die Fahrradtour ist Teil der globalen For Future-Kampagnen #MakeParisReal und #FightFor1Point5.

    Am Mittwoch, 9. Dezember, wird das 2-Meter-große Symbol, mit dem die Parents for Future Deutschland, Parents for Future Global und viele weitere Klimagruppen die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens fordern, in Brüssel bei der EU-Politik ankommen.

    Vom 9. bis 11. Dezember wird es dann mehrere Pressetermine mit Eiffelturm geben.

    „Wir haben überwältigenden Support aus ganz Deutschland bekommen“, sagt Talina Sondershaus (Parents forFuture Leipzig). Die Leipziger Ortsgruppe hatte erst am 5. November die allererste Idee zur Tour gefasst.

    „Eigentlich hatten wir geglaubt, dass das gerade in Corona-Zeiten nicht klappen würde. Aber dann haben immer mehr Menschen aus ganz Deutschland gesagt: Ja, ich fahre mit!“, erzählt Sondershaus, die für die Streckenorganisation mit zuständig ist: „Die Leute auf der Strecke geben jetzt alles, um den Eiffelturm ans Ziel zu bringen. Sie lassen sich nicht von Regen, Schnee und Streckensperrungen aufhalten und radeln bis tief in die Nacht.“

    Im Danneröder Wald fuhr die Polizei Wasserwerfer gegen den Eiffelturm und unsere Radfahrer/-innen auf, für Mitglieder der Zivilgesellschaft eine schockierende Erfahrung, fasst ein Radfahrer die Erfahrung dort zusammen: „Der Danni war für mich eine Offenbarung. Dass wir im 30. Jahr der Deutschen Einheit wieder Schneisen mit Stacheldraht mit grimmigen Menschen in Uniform durch den Wald schlagen, hatte ich nicht für möglich gehalten. Noch nie hat jemand für mich drei Wasserwerfer aufgefahren und zig Helmträger in Bewegung gesetzt.“

    Auch unterwegs kan jeder lesen,worum es bei dieser Radtour geht. Foto: #ParisGoesBrussels
    Auch unterwegs kann jeder lesen,worum es bei dieser Radtour geht. Foto: #ParisGoesBrussels

    „In einer kapitalistischen Welt zählt Profit mehr als die Menschen“, sagt Jada Kennedy (Youth for Climate), die die Strecke in Belgien mit dem Fahrrad mitfahren wird. „Daher müssen wir die Polarisierung endlich beenden und uns mit und für die Menschen für eine lebenswerte Zukunft zusammenschließen“, begründet Kennedy ihr Engagement für den Klimaschutz und für #ParisGoesBrussels.

    Malte Kleinwort (Parents for Future Bonn) wird in Brüssel ebenfalls den Eiffelturm mit übergeben: „Die Zeit für Schönwetterpolitik ist vorbei!“

    Fakten zur Tour #ParisGoesBrussels

    Bislang haben rund 500 Radfahrer/-innen den Eiffelturm mit viel Kraft und Engagement gefahren, noch viel mehr Menschen haben die Organisation unterstützt.

    Das Kernorgateam besteht in Leipzig aus zwölf Parents, die die Tour vernetzt mit Parents aus ganz Deutschland und international, wie alle anderen Beteiligten ehrenamtlich, neben Beruf und Familie, planen.

    14 Tagesetappen: Die längste Strecke zwischen Limburg und Bonn betrug satte 136 Kilometer. Die letzten 6,5 Stunden mussten dabei im Dunkeln und in Kälte gefahren werden. Ankunft war erst kurz vor Mitternacht.

    Zwischen Jena und Erfurt unterstützen mehr als 250 Radfahr/-innen die Aktion mit dem größten Fahrer/-innenfeld.

    Unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen fuhr ein Radfahrer die längste Strecke von Leipzig bis nach Köln.

    Der Wintereinbruch erwischte die Tour in Eisenach, sodass der Eiffelturm und seine Unterstützer/-innen zwei Tage durch Eis und Schnee und zum Teil auf ungeräumten Wegen fahren mussten.

    Im Danneröder Wald drohte die Polizei dem Eiffelturm mit Wasserwerfern.

    Gemeinsam mit dem Eiffelturm ist das Statement der Parents for Future Global an den EU-Summit mit im Gepäck, das von 33 Gruppen aus 25 Ländern unterschrieben worden ist und in Brüssel übergeben werden wird. Hier finden Sie das Statement.

    Start war am 26. November in Dresden, Ankunft ist am 9./10. Dezember in Brüssel zum EU-Summit.

    Donnerstag, 10. Dezember: 7:00–18:30: Demonstration gemeinsam mit Rise for Climate close to European Council

    Am Freitag machte die Radtour #ParisGoesBrussels Zwischenstopp in Leipzig + Video

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

     

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ

    Anzeige
    Anzeige