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Gedenken an 1. September 1939: OBM Jung schlägt Bogen von Weltkriegs- zu Syrien-Flüchtlingen

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    Die Stadtspitze gedachte am Nachmittag dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939. Ein besonderes Augenmerk galt in diesem Jahr den polnischen Opfern. An der Veranstaltung auf dem Ostfriedhof nahm neben OBM Burkhard Jung (SPD) und Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) der frühere Erzbischof und Primas von Polen, Henryk Józef Muszyński, teil.

    Das öffentliche Interesse an der Gedenkzeremonie hielt sich in Grenzen. Die 50 Teilnehmer setzten sich größtenteils aus Mitarbeitern der Verwaltung und offiziellen Gästen zusammen. OBM Burkhard Jung verglich in seiner Ansprache die Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten mit der Flucht der bis zu drei Millionen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg. „Wir erinnern, um daraus abzuleiten, was wir heute tun müssen. Es ist eine Chance für unser Zusammenleben“, sagte das Stadtoberhaupt. „Natürlich kann ich nicht zusehen und still sein, wenn ich sehe, wie viele Flüchtlinge heute nach Europa drängen, nach Deutschland drängen, ohne daran zu Erinnern, wie viele auf der Flucht waren 1945. Vertriebene. So haben wir den Begriff gewählt für diejenigen, die gehen mussten nach 1945. Haben wir es heute nicht auch mit syrischen Vertriebenen zu tun?“

    Henryk Józef Muszyński, der den Krieg im besetzten Polen überlebte, war sichtlich vom Anblick des polnischen Ehrenmals berührt. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die einen Anteil am Aufbau dieses Denkmals haben“, erklärte der Seelsorger. „Es ist mir eine große Freude, dass ich hier auf diesem Boden an diesem Denkmal das Gebet sprechen darf.“ Der ehemalige Stadtpräsident Friedrich Magirius verlas Psalm 126. „Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.“ Anschließend betete der Ehrenbürger der Stadt Krakau das „Vater Unser“.

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