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Jugendparlament beantragt eine Strategie für urban gardening in Leipzig

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    Welche Vorstellungen von einer Stadt, in der man leben kann, haben junge Leute? Die Vorschläge, die das Leipziger Jugendparlament macht, wirken wie Puzzle-Steine für so ein anderes Leipzig. Wo die Großen über einen Plan für mehr Straßenbäume diskutieren, preschen die jungen Parlamentarier mit der Idee von mehr „urban gardening“ vor.

    „Leipzig ist grün“, gestehen sie in ihrem Antrag zu. Aber: „Leipzig soll grüner werden. Welche bessere Möglichkeit könnte es geben, als dass Bürgerinnen und Bürger selbstständig im öffentlichen Raum anpflanzen und ernten. Solche ‚urban gardens‘ fördern auf viele Arten und Weisen die Lebensqualität in Leipzig. Das Stadtbild wirkt bunter und grüner. Ein gemeinsam bewirtschaftetes Beet stärkt den Zusammenhalt zwischen beteiligten Personen und es ermöglicht Kindern und Jugendlichen auch in der Stadt das Wachstum von Pflanzen und den Entstehungsprozess von Obst und Gemüse hautnah zu erfahren.“

    Leipzig kennt zwar schon diverse „urban garden“-Projekte – so wie AnnaLinde in Lindenau oder die neu angelegten Beete im Plagwitzer Bürgerbahnhof. Aber die Projekte leben immer von privatem Engagement, sind oft nur temporär und hängen stark vom guten Willen von Verwaltung  und Grundstücksbesitzern ab. Zuletzt erlebt bei den Nachbarschaftsgärten an der Josephstraße, die zum großen Teil neuer Wohnbebauung weichen mussten. Aber gerade dort konnten alle Beteiligten erleben, wie wichtig so ein grüner Ort auch für die Kommunikation im Stadtteil ist.

    „Insgesamt wird die Stadt und das Straßenbild durch öffentliche Beete aufgelockert, verschönert und insgesamt wirkt die städtische Atmosphäre ruhiger und angenehmer“, stellen die Jugendparlamentarier fest. „In einer Testphase sollen verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten ausprobiert werden und nach einer umfangreichen Auswertung dann auf das gesamte Stadtgebiet erweitert werden.“

    Bislang hat die Stadt solche Projekte vor allem auf Brachflächen unterstützt, stets mit der Auflage, dass es sich nur um temporäre Nutzungen handelt. Wenn Bauherren sich wieder für die Grundstücke interessieren, enden die Gestattungsverträge, müssen die Stadtgärtner meistens weichen und ein Projekt, das eben erst zur Belebung des Ortsteils beigetragen hat, verschwindet – und zwar ohne Ersatz.

    Aber warum tut die Stadt nicht selbst etwas, um solche Bürger-Beete im Stadtgebiet dauerhaft zu verankern?

    Also formulieren die jungen Parlamentarier: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, in Leipzig öffentliche Beete (‚Urban Gardens‘) einzurichten. – Dabei richtet sie zunächst in einer Testphase an mindestens fünf unterschiedlichen Standorten solche Beete ein und legt dem Stadtrat nach einem Jahr einen Bericht darüber vor, wie diese Beete durch die betroffenen Personen angenommen wurden, dieser entscheidet dann über eine mögliche Ausweitung des Projekts. Die Testphase sollte spätestens im II. Quartal 2017 beginnen.“

    Und auch über mögliche Standorte haben sich die jungen Leute Gedanken gemacht: „Die Stadtverwaltung testet dabei verschiedene Orte (Schulhöfe, Innenstadt, Parks) und unterschiedliche Umsetzungs- und Bewirtschaftungsmöglichkeiten, wie etwa Bewirtschaftung durch festgelegte Pat*innen (Vereine, Jugendclubs, Schüler*innen, Anwohner*innen etc.), durch die Verwaltung oder ohne vorherige Absprache durch Passant*innen und Anwohner*innen.“

    In eigener Sache – Wir knacken gemeinsam die 250 & kaufen den „Melder“ frei

    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2016/10/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

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      2 KOMMENTARE

      1. Für „urban gardening“ war der einst die abgewicklete und eingesparte Stadtgärtnerei zuständig. Ist ja lobenswert, wenn die jungen Mneschen das machen wollen, doch ist die Sache inzwischen etwas sehr bemüht und dadurch ihres eigentlichen Sinnes beraubt.

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