Die Zerstörung des Leipziger Auenwaldes soll weitergehen

Neuer Forstwirtschaftsplan sieht über 8.000 Festmeter Holzfällungen im Auenwald vor

Für alle LeserEin offizielles Urteil des Verwaltungsgerichts liegt noch nicht vor zum Streit um die Abholzungen im Leipziger Auenwald. Aber auch Leipzigs Ämter wissen, dass die Grüne Liga bei einem für sie negativen Urteil die nächste Instanz anrufen wird. Denn aus ihrer Sicht ist eindeutig, dass die systematischen Abholzungen im Naturschutzgebiet Leipziger Auensystem nicht mit dem Schutzcharakter des Auenwaldes vereinbar sind. Aber Leipzigs Stadtförster will mit dem Kopf durch die Wand.

Am 22. Mai legte er einen neuen Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2019 vor, in den er die zuvor für das Jahr 2018 geplanten Aushiebe übernommen hat. Wieder stehen 8.041 Festmeter Holz auf dem Plan, der mit einem Pflegeplan für ein Naturschutzgebiet so überhaupt nichts zu tun hat. Was besonders deutlich wird, wenn der Forstwirtschaftsplan die „Vollzugsdaten“ auflistet.

Nirgendwo wird deutlicher, dass Leipzigs Stadtforsten den Auenwald nicht als zu schützendes artenreiches und besonders wertvolles Biotop betrachten, sondern als einen Wirtschaftswald, aus dem jedes Jahr tausende Festmeter Holz herausgeholt werden müssen. Dabei entstehen riesige Flächen ausgelichteteten Waldes, auf denen dann neue Nutzhölzer in Reih und Glied angepflanzt werden.

Femelloch im Waldgebiet Die Nonne. Foto: Ralf Julke

Femelloch im Waldgebiet Die Nonne. Foto: Ralf Julke

Jahrelang hat sich Leipzigs Stadtrat überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt, sondern nur alle zehn Jahre die gültige „Forsteinrichtung“ beschlossen. Auch die ist eine rein forstwirtschaftliche Vorlage, in der es um die Jahresscheiben für auszuschlagendes Nutzholz und eine Zielgröße für den neu zu pflanzenden Nutzwald geht.

Im Forstwirtschaftsplan wird explizit darauf hingewiesen, dass beide Pläne nach dem sächsischen Waldgesetz gesetzlich vorgeschrieben sind.

Was dort nicht steht, ist die Verknüpfung mit den geltenden Naturschutzgesetzen und den Vorschriften zum Umgang mit hochwertigen Naturschutzgebieten, in denen solche massiven Eingriffe eigentlich strikt untersagt sind. Der Zustand der geschützten Arten und des Biotops dürfen auf keine Weise verschlechtert werden, weder durch neue Straßen, Parkplätze oder Kahlschläge in dem Umfang, den Leipzigs Stadtforsten planen.

Dass es um sehr große Kahlschläge und damit massive Eingriffe in ein artenreiches Biotop geht, steht sogar im Forstwirtschaftsplan: „Zuerst erfolgt ein Holzeinschlag auf der gesamten Fläche. Dieser Holzeinschlag ist eine Kombination von verschiedenen Pflegemaßnahmen und findet sowohl im Ober- als auch im Unterstand statt. Dabei werden großflächig Phänotypenauslese und Standraumregulierung durch Reduzierung der Stammzahl betrieben. Dadurch erhöhen sich die Stabilität und der Zuwachs der Einzelbäume. Danach werden zur Schaffung von Verjüngungsflächen von Halblichtbaumarten (vor allem für die Stieleiche) Freiflächen – sogenannte Femellöcher – geschlagen. Diese müssen einen Mindestdurchmesser von 30 bis 50 m haben, um später eine ausreichende Versorgung der Jungbäume mit Licht abzusichern.“

Geplante Baumfällungen 2019. Grafik: Stadt Leipzig, Forstwirtschaftsplan 2019

Geplante Baumfällungen 2019. Grafik: Stadt Leipzig, Forstwirtschaftsplan 2019

Solche massiven Freischläge sind eine Katastrophe für den Wald – und sie verstoßen gegen die simpelsten Erkenntnisse der Waldforschung, die nur kleine Auflichtungen für den Jungbewuchs für natürlich erachtet, keine riesigen Freischläge mit 30 oder gar 50 Meter Durchmesser, wie sie seit einiger Zeit im Waldgebiet Nonne zu sehen sind.

Wie schon 2018 geplant sollen diesmal wieder gewachsene Auenwaldstücke „ausgelichtet“ werden, in denen gesunde Baumgesellschaften mit vielen alten Biotopbäumen vom einstigen Strukturreichtum der Hartholzaue erzählen – so auch die letzte Eichenwaldinsel in der Nähe des Elsterstausees, wo der Stadtförster jetzt allein 2.235 Festmeter Holz einschlagen will – die Festmeter, die er 2018 nicht schlagen lassen durfte, hat er gleich mit eingerechnet: 1.480 Festmeter.

Nichts zeigt deutlicher, dass all die Behauptungen, es ginge bei dieser „Waldverjüngung“ darum, den Artenreichtum im Auenwald zu sichern, falsch sind. Eine Art Blendwerk für Stadträte, die sich in der Vergangenheit nie wirklich damit beschäftigt haben, was Leipzigs Stadtforsten im Naturschutzgebiet eigentlich treiben. Wirklich konfrontiert wurden sie zum ersten Mal 2018 damit, als sie erstmals das taten, was sie schon seit Jahren hätten tun müssen: Über den vorgelegten Forstwirtschaftsplan beraten und beschließen.

Biotopbaum im Waldgebiet am Elsterstausee / Cospudener See. Foto: Ralf Julke

Biotopbaum im Waldgebiet am Elsterstausee / Cospudener See. Foto: Ralf Julke

Dazu bedurfte es aber erst der rechtsanwaltlichen Aufforderung. Vorher wurden die Forstwirtschaftspläne – gesetzwidrig – ohne Beschluss des Stadtrates durchgeführt.

Aber statt sich wirklich mit den Folgen des Forstwirtschaftsplanes zu beschäftigen, nickte ihn der Stadtrat ab. Der Grünen Liga blieb gar nichts anderes übrig, als den Klageweg zu beschreiten und die gerichtliche Klärung anzustreben, wenn sich Leipzigs Stadträt/-innen so partout weigern, sich überhaupt einmal mit den Widersprüchen zwischen den in Sachsen üblichen Forstwirtschaftsplänen und den Naturschutzauflagen für solche seltenen Biotope wie den Auenwald zu beschäftigen.

Leipzigs Abteilung Stadtforsten hofft nun darauf, dass die Verwaltungsrichter einfach sagen: „Ihr dürft hier fällen, so viel ihr wollt.“

„In der Hoffnung, dass sich die Rechtslage für die Stadt Leipzig in den nächsten Monaten so entwickelt, dass die im Jahr 2018 geplanten Maßnahmen noch durchgeführt werden können, werden alle nicht realisierten Planungen aus dem jährlichen forstlichen Wirtschaftsplan 2018 in den jährlichen forstlichen Wirtschaftsplan 2019 übernommen“, heißt es in der Vorlage, die derzeit bei den Umweltverbänden zur Begutachtung unterwegs ist.

„Um den jährlichen forstlichen Wirtschaftsplan 2019 entsprechend flexibel zu gestalten, wurden hier neben den Überhängen aus dem Jahr 2018 zusätzliche Maßnahmen eingeplant, auf die sich der Antrag der Grünen Liga vom 16.11.2018 nicht bezieht. Das sind vor allem forstliche Maßnahmen außerhalb des FFH- und SPA-Gebietes Leipziger Auwald und im gesamten Stadtwald Jungbestandespflegen sowie Jungdurchforstungen.“

„Jungbestandespflegen sowie Jungdurchforstungen“ haben in FFH-und SPA-Gebieten überhaupt nichts zu suchen. Sie widersprechen völlig den Erhaltungszielen dieser Naturschutzgebiete. Indem aber der Stadtförster diese „neuen“ Bestände mit in den Plan schreibt, schafft er sich ein Hintertürchen, trotzdem im Schutzgebiet flächenmäßig Bäume fällen zu dürfen, selbst wenn das Gericht der Grünen Liga auf ihre Klage vollkommen recht gibt.

Das Moratorium für den Leipziger Auenwald gilt bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung

AuenwaldForstwirtschaftsplanLeipziger Auensystem
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
3 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das große Pratajev Liederbuch II: Die wodka-besinnlichen Lieder aus dem Nachlass eines verschollenen russischen Dichters
The Russian Doctors: Das große Pratajev Liederbuch II. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas ist eigentlich ein Büchlein, zu dem man die CDs der beiden „Halbgötter in Punk“ braucht, die nun seit 16 Jahren als The Russian Doctors durch die ostdeutsche Taiga tingeln: Makarios und Frank Bröker. Denn das, was sie anstellen, lebt tatsächlich von Makarios' eindrucksvoller Stimme und von der Erlenholzgitarre Frank Brökers. Aber richtig angefangen hat ja die Pratajev-Geschichte schon 1997.
Der Stadtrat tagt: Leipzigs Stellplatzsatzung nach dreieinhalb Jahren beschlossen + Video
Baudezernentin Dorothee Dubrau in der OB-Fragestunde am 23. Januar 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs hat mehrere Jahre gedauert, es gab zahlreiche Änderungsanträge und es war nur eine knappe Mehrheit: Mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD hat der Stadtrat am Dienstag, den 19. November, die neue Stellplatzsatzung für Leipzig beschlossen. Darin ist geregelt, wie viele Stellplätze für Autos und Fahrräder an Wohnungen, Häusern, Schulen und anderen Einrichtungen mindestens vorhanden sein müssen.
Der Stadtrat tagt: Die November-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWeil am Mittwoch ein Feiertag ist, findet die November-Sitzung des Leipziger Stadtrats ausnahmsweise an einem Dienstag statt. Am 19. November kommen die Stadträte und Stadträtinnen bereits zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen im Neuen Rathaus zusammen. Die L-IZ ist mit einem Livestream vor Ort und wird über ausgewählte Themen berichten.
Schon über 1.000 Anträge für mietpreisgebundenen Wohnungsbau in Leipzig bewilligt
Ein Baukran in Leipzig - aber noch nicht für sozialen Wohnungsbau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie kritisiert man eine Landesregierung, die es einfach nicht fertigbringt, bei wichtigen Zukunftsthemen über ihren Schatten zu springen? Ganz sachte. Das Dezernat Stadtentwicklung und Bau macht es jetzt vor in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion. Denn dass die Peanuts aus Dresden nicht reichen, den sozialen Wohnungsbau in Leipzig ausreichend zu finanzieren, ist auch der Leipziger Stadtverwaltung klar.
Am 23. November im Cineplex: Bayerisches Outdoor Filmfestival B/O/F/F
Sächsische Delikatessen. Quelle: CINEPLEX Leipzig

Quelle: CINEPLEX Leipzig

Das Bayerische Outdoor Filmfestival B/O/F/F ist wieder auf Tour und macht am 23.11. zum ersten Mal Station im Leipziger Westen. „Autorenkino im Genre Abenteuer- und Naturfilme, zwischen Heimatliebe und Weltoffenheit“, so beschreiben die drei Macher ihre Filmtour. Gespielt wird in Programmkinos, Kletterhallen, Freiluftkinos, in Biergärten, am See und auf Hütten. Die Vorführung im Cineplex Leipzig ist die einzige Vorstellung in Ostdeutschland.
Sparkassenmuseum Grimma hat in der einstigen Schalterhalle neu eröffnet
Willkommen am historischen Schalter. Foto: Stadt Grimma

Foto: Stadt Grimma

Für alle LeserKlein aber fein. Grimma hat jetzt wieder ein Sparkassenmuseum. Ein Wasserschaden hat dafür gesorgt, dass es vor vier Jahren geschlossen werden musste. Doch seit dieser Woche kann das Sparkassenmuseum in Grimma wieder besichtigt werden. Die Ausstellung wurde neu konzipiert und zog in den ehemaligen Schalterraum der historischen Sparkasse am Grimmaer Markt.
Stadtrundfahrt-Unternehmen will auf Busdurchfahrten durch die Beethovenstraße nicht verzichten
Stadtrundfahrtbusse in der Beethovenstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit Juni ist die Beethovenstraße Fahrradstraße. Eine Ausschilderung, auf die sich auch viele Anwohner gefreut hatten. Denn damit müsste sich normalerweise auch der Durchfahrtverkehr von Lastkraftwagen deutlich verringern. Und auch die dicken Busse der Stadtrundfahrten dürften hier nicht mehr fahren. Doch diese Busse aus der Straße zu bekommen, ist selbst für Leipzigs Stadtverwaltung ein ganz zähes Unterfangen.
Sachsens Linke hat mit Schaper und Hartmann ein neues Führungsduo
Wahlplakat der Linken zur Landtagswahl 2019. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Wahlergebnis zur Sächsischen Landtagswahl im September war auch für die Linkspartei eine eiskalte Dusche: 10,4 Prozent. Solche Ergebnisse kannte bisher nur die SPD, die mit 7,7 Prozent diesmal noch schlechter abschnitt. Da war schon klar, dass zum nächsten Landesparteitag abgerechnet werden würde. Der fand am Wochenende in Dresden statt. Und Antje Feiks, die als Landesvorsitzende für das Wahldebakel die Verantwortung übernahm, trat nicht mehr an.
Bockwurst. Einfach Kult! Das Büchlein für alle, die die Bockwurst schon immer unterschätzt haben
Herbert Frauenberger: Bockwurst. Einfach Kult! Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan bringt sie gedanklich tatsächlich nicht zusammen: bekannte Fernsehköche wie Herbert Frauenberger und so alltägliche Esswaren wir z. B. Bockwürste. Aber die Bockwurst hat es in sich. Auch weil man sie unterschätzt. Man weiß zwar als landläufiger Käufer von Bockwurst mit Brötchen nicht, was drin ist. Aber mit Frauenberger erfährt man es.
Ab dem 20. November im Cineplex: Eiskönigin 2 mit FSK 0 und „hohem Besuch“ am 1. Advent
Quelle: CINEPLEX Leipzig

Quelle: CINEPLEX Leipzig

Wenn zum Feiertag (Buß- und Bettag) am Mittwoch, den 20.11., um 10:15 Uhr DIE EISKÖNIGIN zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen ist, können sich auch die kleinsten Kinobesucher über Elsas neue Abenteuer freuen. Die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) hat sich ein Urteil über die heißersehnte Fortsetzung gebildet, die nun in Deutschland mit der FSK0 ohne Altersbeschränkung ins Kino kommt.
Am 13. März 2020 in der Peterskirche: Ich, Judas – Einer unter euch wird mich verraten
Quelle: berlinièros GmbH

Quelle: berlinièros GmbH

Alle bisherigen Shows restlos ausverkauft: Aufgrund des überwältigenden Erfolges gibt es bundesweite Zusatztermine 2020 von Ben Beckers Solo-Performance „Ich, Judas“. Das ursprünglich nur für eine einmalige Aufführung geplante Programm erfährt seit der Premiere im November 2015 einen großartigen Zuspruch bei Publikum und Fachwelt.
Fridays For Future Sachsen schreibt einen Offenen Brief an die zukünftige Landesregierung: Was ihr vorhabt, ist zu wenig!
Fridays For Future auf dem Innenstadtring. Dort wollen die jungen Aktivist/-innen am Freitag wieder laufen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWährend die Koalitionsverhandlungen in die Spitzenrunden gehen, wenden sich am heutigen Montag, 18. November, zwölf sächsische Ortsgruppen von Fridays For Future an die Verhandlungsteams und die zukünftige Landesregierung, darunter auch die Leipziger Gruppe. Denn das Positionspapier von CDU, SPD und Grünen hatte zwar ein paar Ansätze zu einer besseren Umwelt- und Klimapolitik. Aber wirklich mutige Schritte waren noch nicht zu erkennen.
Wohnungsnöte, Schulden und nach wie vor jedes fünfte Leipziger Kind in Armut
Verteilung der Leipzig-Pass-Inhaber im Stadtgebiet. Karte: Stadt Leipzig, Sozialreport 2019

Karte: Stadt Leipzig, Sozialreport 2019

Für alle LeserEs war zumindest wieder ein durchwachsenes Zahlenpaket, das das Leipziger Sozialdezernat am 8. November vorgelegt hat. Immerhin veröffentlicht Leipzig seit Jahren regelmäßig einen Sozialreport, auch wenn der nur einen Teil jener Zahlen sammeln kann, die das Leben und die Probleme der Stadt sichtbar machen. Und zumindest trifft zu: Leipzigs Bevölkerung wächst weiter und das wachsende Arbeitsplatzangebot hat einen Teil der alten Not gelindert.
Stadt hat keine Handhabe, das Mauerfall-Bild von Michael Fischer-Art zu retten
Blick auf die Ausgrabungen am Brühl und einen Teil des Wandbildes von Fischer-Art. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserSchnell noch einmal fotografieren, denn irgendwann verschwindet es natürlich, das riesige Wandbild von Michael Fischer-Art an der Brandmauer der Brühl-Arkaden zwischen Brühl und Richard-Wagner-Straße. Die Archäologen buddeln schon fleißig. Aber nicht mehr lang, dann drehen sich hier die Baukräne und entsteht ein neues Hotel. Die Stadt kann das Wandbild von Michael Fischer-Art nicht retten, teilt das Dezernat Kultur mit.
Eine ganz und gar nicht mutige Denunziation und ein paar klare Worte vom Kultusminister
A wie Anschwärzen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWas die AfD in Deutschland mit dem von ihr aufgesetzten „Lehrerpranger“ tatsächlich vorhat, machte jetzt eine Landtagsanfrage des AfD-Abgeordneten Rolf Weigand deutlich. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) reagierte darauf sehr zurückhaltend. Aber es wird in seiner Antwort deutlich, was er von der vermeintlichen Opferrolle der AfD hält. Denn Weigand suggerierte tatsächlich, die AfD sei eine „herabgewürdigte Menschengruppe“.