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Der Stadtrat tagt: Wartezeiten an Wertstoffhöfen

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    Wer kennt dieses Problem nicht? Da möchte man schnell seinen Sperrmüll beim Wertstoffhof in der Nachbarschaft entsorgen und findet sich prompt in einer langen Warteschlange wieder. Die Freibeuter schlugen deshalb vor, den Oberbürgermeister zu beauftragen, ein Konzept zu erarbeiten, wie mit angemessenem wirtschaftlichen Aufwand Wartezeiten an Wertstoffhöfen im Internet in Echtzeit einsehbar gemacht werden könnten. Die Verwaltung erteilte dem Vorstoß im Vorfeld eine Absage. Dem schloss sich der Stadtrat mehrheitlich an.

    „Der Beschlussvorschlag ist abzulehnen, da auch ohne detaillierte Prüfung im Rahmen eines Konzeptes ersichtlich ist, dass die vorgeschlagene Maßnahme nicht mit angemessenem wirtschaftlichem Aufwand umgesetzt werden kann“, so der Verwaltungsstandpunkt.Mit insgesamt 15 Wertstoffhöfen im Stadtgebiet Leipzig hält die Stadtreinigung ein Entsorgungsangebot für Wertstoffe bereit, das in vergleichbaren deutschen Großstädten nicht vorgehalten würde. Dies bedeute nicht nur, dass beinahe in jeder unmittelbaren Wohnortnähe ein Wertstoffhof angefahren werden kann. Es zeige auch, dass es ausreichend Ausweichmöglichkeiten gäbe, sollte am nächstgelegenen Wertstoffhof eine längere Wartezeit bestehen.

    „Der Rückblick auf das Nutzungsverhalten an den Wertstoffhöfen zeigt, dass insbesondere in der Zeit des Lockdowns eine erhebliche Zunahme der Nutzung der Wertstoffhöfe erfolgte. Dies führte auch unter Berücksichtigung der nach den jeweiligen Coronaschutzverordnungen vorgenommenen Einschränkungen der Öffnungszeiten zwangsläufig auch zu erhöhten Wartezeiten auf den Wertstoffhöfen. Dieses Aufkommen in der besonderen Situation entspricht jedoch nicht dem durchschnittlichen Nutzungsverhalten.“

    Ein weiteres Zusatzinformationsangebot sei daher nicht zielführend.

    Sascha Matzke (FDP, Freibeuter) hielt die bisherigen Informationsangebote für unzureichend. „Ich bitte darum, die Situation zu verbessern.“ Wenn die LVB Fahrplanauskünfte in Echtzeit geben könnte, müsste das der Stadtreinigung auch möglich sein.

    „Es reicht nicht, wenn man den Wertstoffhof in der Max-Liebermann-Straße erreichen will und an der Delitzscher Straße steht, die Fachberatung anzurufen“, polemisierte Matzke. „Ich halte nichts davon, dass wir Steuergelder für etwas ausgeben, was der Privatsektor bereits besonders gut macht“, konterte Matthias Meißner (Grüne).

    Eine Echtzeitdarstellung im Netz, ob nun am nahegelegenen Wertstoffhof eine Schlange steht oder nicht, wird es jedenfalls in Leipzig nicht geben.

    Die Wertstoffhöfe und Informationen zu Dingen die man abgeben kann sowie die Öffnungszeiten finden sich auf der Seite der Stadtreinigung.

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