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Welttoilettentag am 19. November: Linksfraktion drängt auf die Vorlage des Leipziger Toilettenkonzepts

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    Es ist wieder so ein Stadtratsauftrag, bei dem nicht nur die älteren Herrschaften in der Ratsversammlung sich fragen: Ist die Abteilung überhaupt besetzt? Oder ist der Stadtratsbeschluss zur Erstellung eines Toilettenkonzepts 2018 einfach auf einem Schreibtisch gelandet, auf dem sich die Aufträge stapeln – aber zu dem es gar keinen Sachbearbeiter gibt: Nach der CDU-Fraktion fragt jetzt auch die Linksfraktion, wo das Konzept bleibt.

    Sie nimmt den Welttoilettentag am 19. November 2021 zum Anlass und macht unter dem Motto „Ein dringendes Bedürfnis in Leipzig“ öffentlichkeitswirksam auf die unbefriedigende Situation in Leipzig bei der Versorgung mit Toiletten im öffentlichen Raum – insbesondere auf Plätzen und in Parkanlagen – aufmerksam.Von 15 bis 18 Uhr will der sozialpolitische Sprecher der Fraktion Dr. Volker Külow vor den Leutzsch-Arkaden (Georg-Schwarz-Straße 140) eine autarke, wasser- und chemiefreie Trockentoilette mit Unterstützung von Vertretern der Firma Ökolocus präsentieren, um gegen diesen Missstand zu protestieren und die Verwaltungsspitze aufzufordern, das schon lange zugesagte Toilettenkonzept endlich vorzulegen.

    Dr. Volker Külow sagt dazu: „Leipzig ist im bundesweiten Vergleich mittlerweile Schlusslicht – die größte Stadt Ostdeutschlands eine WC-Wüste! Einer der Gründe: Am 24. Oktober 2018 wurde auf Antrag des Seniorenbeirates vom Stadtrat die Erarbeitung eines Toilettenkonzeptes beschlossen, das nach mehr als drei Jahren noch immer nicht vorliegt. Das Haupthindernis besteht in den fehlenden Entscheidungen der Verwaltungsspitze zur Ausstattung des Toilettenkonzepts mit den notwendigen Ressourcen und der Regelung der Zuständigkeit, die wie eine heiße Kartoffel zwischen den verschiedenen Ressorts hin- und hergeschoben wird.“

    Natürlich erzählt auch das wieder davon, dass im Rathaus die notwendigen Planer fehlen.

    Das gehört zu den Langzeitwirkungen der Haushaltskonsolidierungen ab 2005, bei denen nicht nur ein riesiger Berg an ungetätigten Investitionen aufgebaut wurde, sondern auch ein Einstellungsstopp beim Personal hauptsächlich jene Abteilungen traf, in denen normalerweise die Zukunft der Stadt geplant wird. Da helfen all die schönen Broschüren zu „Leipzig weiterdenken“ nichts, wenn nicht mal das nötige Planungs-Personal für die drängenden und dringenden Aufgaben der Gegenwart da ist.

    „Langsam stinkt der ganze Vorgang zum Himmel“, sagt Külow. „Öffentliche Toiletten sind bekanntlich nicht nur für Seniorinnen und Senioren, sondern auch für Familien mit Kindern sowie für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen notwendig. Es wird Zeit, dass das Rathaus endlich handelt!“

    Die Protestaktion findet auch deshalb vor den Leutzsch-Arkaden statt, weil hier seit Jahren eine öffentliche Toilette gefordert wird, unter anderem von den Mitgliedern des Seniorenkabaretts des Bürgervereins Leutzsch.

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