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Integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung: Online-Waldportal zeigt jetzt 13 Best-Practice-Beispiele

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    Nein, aus der Stadt Leipzig und dem Leipziger Auenwald ist kein einziges Waldstück vertreten auf der neu gestalteten Internetseite der sächsischen Forstverwaltung, die jetzt Informationen zur integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung bietet. 13 forstwirtschaftliche Beispielreviere führt das Umweltministerium dort auf. Das nächstgelegene ist das Oberholz bei Großpösna.

    Vorgestellt werden auf dieser Website die dreizehn sächsischen Beispielreviere des Staatsbetriebs Sachsenforst. Neben Reviernamen und Kontaktdaten sind unter anderem eine Kurzpräsentation des Reviers inklusive Lage, Naturausstattung und eine Darstellung zur Baumartenzusammensetzung zu finden. Ebenso wird dort über Projekte oder Veranstaltungen im jeweiligen Revier berichtet.Sachsens Forstminister Wolfram Günther sagt dazu: „Die Webseite bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern wie auch den Partnern von Sachsenforst im Privat- und Körperschaftswald umfangreiche Informationen zur integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung. Diese Form der Waldbewirtschaftung ist mir ein Herzensanliegen. Mit der Präsentation der Beispielreviere auf der neuen Webseite zeigen wir, dass Forstwirtschaft und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen, sondern zusammengehen.“

    „Wald, das sind nicht nur Bäume, sondern das ist ein vielfältiges Ökosystem. Die integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung trägt dem Rechnung und leistet einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt. Nach der Ernennung von dreizehn Beispielrevieren und einem ersten Vernetzungstreffen sind die neuen Internetseiten ein weiterer Baustein, um das Wissen über die Beispielreviere und ihr Anliegen in die Breite zu tragen. Wir brauchen klimastabile Mischwälder, die verschiedenen Anforderungen Rechnung tragen. Und auf dem Weg dahin braucht es gute Praxisbeispiele und fachlichen Austausch.“

    Dass der Leipziger Auenwald hier nicht vorkommt – auch nicht mit dem vom Sachsenforst bewirtschafteten Waldanteil zwischen Böhlitz-Ehrenberg und Schkeuditz, hat natürlich einen Grund: Hier hat das Umdenken gerade erst begonnen und die Frage, wie diese wertvollen Waldbestände tatsächlich naturnah bewirtschaftet werden sollen, wird wohl erst mit dem Auenentwicklungskonzept neu definiert werden, das wohl 2023 zum Vollzug vorliegen wird.

    Das Oberholz findet man in der Liste der 13 Vorzeigereviere unter dem Stichwort Leipzig-Süd, was auch schon die Rolle des Oberholzes betont. Denn hier kann man einen naturnahen Laubwald sehen, wie die künftigen Wälder in der geschundenen Tagebaulandschaft im Leipziger Süden einmal wieder aussehen könnten, wenn man jetzt nicht alles falsch macht und die falschen Wege einschlägt.

    Immerhin 55 Hektar der derzeitigen 1.211 ha im Waldgebiet Leipzig-Süd sind schon sogenannte FON-Flächen (Flächen ohne forstliche Nutzung).

    Zum Jahresbeginn hatte Forstminister Wolfram Günther erstmals die waldrechtliche Möglichkeit genutzt und dreizehn Reviere von Sachsenforst als Beispielreviere für die integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung ernannt. Die Ernennung erfolgte für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2025. Die Beispielreviere sollen zeigen, wie integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung in der Praxis umgesetzt werden kann.

    Integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung bedeutet, dass natürliche Prozesse permanent in die Bewirtschaftung des Waldes einbezogen und Naturschutzbelange berücksichtigt werden. Was auch für die Bergbaufolgelandschaft eine Rolle spielt. 350 Hektar aus diesem Gebiet liegen direkt in der Bergbaufolgelandschaft – so wie etwa die Waldstücke auf Kippengelände im Süden von Markkleeberg.

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