Gedanken zur aktuellen Situation unserer Gesellschaft am 4. November im TdJW

Debatte im TdjW: Demokratie? Schafft sich selbst ab

Für alle LeserLZ/Ausgabe 48Die Bundestagswahl 2017 war eine „Zäsur“, da sind sich nun allmählich alle einig. Die SPD in der Opposition, die FDP nicht nur wieder im Bundestag, sondern womöglich direkt in Regierungsverantwortung und die CDU mit einem klaren Dämpfer. Ach, deshalb nicht? Richtig, da war ja noch etwas – die AfD mit rund 5,8 Millionen Wählerstimmen und einem Ergebnis von 12,6 Prozent. Gesamtdeutsch muss man aus sächsischer Sicht wohl dazuschreiben, denn hier holten die Rechtsausleger sagenhafte 27 Prozent, in Leipzig immerhin noch 18,3 und über 61.000 Wähler an die Urne.

Weniger also, seufzte mancher fast schon erleichtert, weniger als dieses Sachsen da im Osten. Und vor allem weniger als in anderen Ländern. Frankreich erlebte eine Stichwahl mit Marine le Pen vom rechtsradikalen Front Nationale, die USA scheint vor allem mit sich und um Fassung rings um ihren Twitter-Präsidenten zu ringen, in Italien kocht es ebenfalls und der Blick nach Osteuropa lässt zum Beispiel in Polen ahnen, dass auch ganz ohne Flüchtlinge ein Rechtsruck im Gange ist.

Und seit dem 24. September ging es munter weiter, Schlag auf Schlag. In Österreich rettete erst kürzlich ein sehr junger Mann die Mehrheit für die Alpen-CDU, indem er die „Austria first“-Parolen der FPÖ ein bisschen smarter verpackte. Und sich so ein Bündnis mit den heimattümelnden Nationalisten einhandelte.

Dies alles geht natürlich auch an den Kulturschaffenden der Stadt Leipzig nicht vorüber, vor allem nicht am seit jeher engagierten Team des Theaters der Jungen Welt. Und so ist am 4. November 2017 der Deutsche Bühnenverein zu Gast und fragt „Schafft sich die Demokratie selbst ab?“. Am Samstag geht es um 11:30 Uhr los und die Themen haben es in sich.

Globalisierung, Klimawandel, Migration, soziale Gerechtigkeit, die Dekonsolidierung der Demokratie mit ihren Grundfreiheiten – ein ziemlicher Brocken Themen, die erst in verschiedenen Einleitungsbeiträgen und anschließend in Diskussionsrunden bearbeitet werden sollen. Im Zentrum die Frage: „Ist die Demokratie im Niedergang oder kann sie, gestärkt durch die Überwindung der gegenwärtigen Herausforderungen, auch zukünftig das tragfähige Modell für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft sein?“

Vorab fragte die LZ den Gastgeber und Intendanten des TdJW, Jürgen Zielinski, wohin am 04.11. die Reise geht. Und wie er selbst die Themenlage sieht.

Sehr geehrter Herr Zielinski, in der Ankündigung zur Veranstaltung lautet eine der Fragen, ob „die Demokratie im Niedergang sei oder ein Zukunftsmodell“ bleibt. Welche Demokratie ist dabei gemeint?

Die Fragestellung ist eher als „Wach-Macher“ zu verstehen. Es geht um die einfachen Parolen, die von populistischen Parteien als Stimmenfang undifferenziert verwendet werden und vor allem darum, über die komplexen Wirkungsfaktoren der sog. Politikverdrossenheit zu sprechen.

Im Veranstaltungstitel steckt mit der „Selbstabschaffung der Demokratie“ eine Ahnung, die bei steigenden Wahlbeteiligungen (Bundestagswahlen (2009: 70,8 Prozent, 2013: 71,5 Prozent, 2017: 76,2 Prozent) sowie steigenden Eintrittszahlen in Parteien sich – was den parlamentarischen Teil betrifft – wie begründet?

Mit einem hohen Anteil von AfD-Stimmen und den Folgewirkungen des diskutierten und geforderten Rechtsrucks! Wohin dies führen kann, sehen wir ja leider derzeit in vielen Ländern – Österreich, Polen, Türkei, Ungarn, etc. All das verlangt einen differenzierteren Diskurs.

Als wichtigste Handlungsfelder der Gesamtgesellschaft werden Globalisierung, Klimawandel, Migration und soziale Gerechtigkeit im Zusammenleben genannt. Könnte es sein, dass alle genannten Felder direkt korrespondieren und es eher um das derzeitige Grundmodell des „globalen Kapitalismus“ und die Frage „Wie weiter damit?“ geht?

Kann nicht nur sein, ist so. Und die Wirkungsfaktoren des globalen Kapitalismus gilt es kritisch zu betrachten, auf die teils fatalen Folgen hinzuweisen und politisches Bewusstsein zu schaffen. Heimat-Begriff- und Leitkulturdiskussionen sind da nicht hilfreich und eher „Scheingefechte“, die auf die aktuellen, komplexen Fragen keine angemessenen Antworten geben können.

Vor der Veranstaltung attestiert die thematische Ausrichtung einen „weltweiten Aufschwung populistischer und autoritärer Kräfte, deren Ziel die Dekonsolidierung der Demokratie“ sei. Nahezu alle populistischen Bewegungen argumentieren für mehr „Volksentscheide“, „Politik für das Volk, nicht für Konzerne“ und erreichen damit vormalige „Nichtwähler“. Worin könnte der „Aufschwung der Kräfte“ begründet sein?

Darüber wurde nach der Wahl so viel spekuliert, dass ich in unserer Diskussion eine Chance sehe, genau daran anzuknüpfen. Teilweise sind die Motive von AfD-Wählern und Pegida-Demonstranten höchst widersprüchlich bis absurd. Doch alle scheinen eine Gemeinsamkeit zu haben: Die Angst vor Privilegien-Verlust bzw. sozialem Abstieg und die Wut auf „die da oben“: „Meine Versicherung hat den Schaden nicht bezahlt – also sind alle da Oben schuld“. „Meine Straße vor der Haustür ist kaputt – keiner hilft uns; keiner liebt uns“.

Welches sind für Sie die „Grundfreiheiten unserer Gesellschaft“, die es zu verteidigen gilt und welche Rolle spielt darin das Theater der Jungen Welt?

Ich denke, dass ein Kinder- und Jugendtheater einmal mehr die besondere Aufgabe hat, im Sinne der Demokratiebildung und der politischen Bildung, Spiel- und Beteiligungsformate anzubieten, die in einem „geschützten Theaterraum“ Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bildung etc. zusammenzuführen und ihnen emotionale Seh- und Fühlerfahrungen zu vermitteln, jenseits der Schulmedizin. Die Demokratie-Diskussionskultur muss leidenschaftlich gelebt werden. Nur so können demokratiefeindliche Tendenzen geschwächt werden.

In der Zeit von Fake-News, in der Sprache zunehmend verkürzt wird und verroht oder gar die Faust Sprache ersetzt,  bietet das Theater viele Begegnungsmöglichkeiten und Ausdrucksformen – auch im Sinne des generationsübergreifenden Dialogs, der zur festen Programmatik des TdJWs gehört.

Vielen Dank für das Gespräch.

Informationen zur Veranstaltung (anmeldepflichtig für Besucher): Einleitungsbeiträge kommen von Dr. Skadi Jennicke (Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig), Dr. Andreas Eberhardt (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)), Michael Lüders (Politik- und Islamwissenschaftler und Publizist) und Dr. Oliver Tolmein (Autor, Journalist und Rechtsanwalt). Anschließend gibt es die Möglichkeit, sich in moderierten Tischgesprächen aktiv an der Debatte zu beteiligen. Mehr Informationen & Anmeldung unter www.tdjw.de

Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

DemokratieLeipziger ZeitungTdJWbtw17
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Sachsens Vorstoß im Bundesrat zur Änderung des Wolfsschutzes ist blanker Populismus
Rüde des Daubitzer Wolfsrudels auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im sächsischen Teil der Lausitz. Foto: NABU/Jan Noack

Foto: NABU/Jan Noack

Für alle LeserBundesweit orakeln ja die Parteien aus der Großen Koalition in Berlin, woran es liegt, dass sie bei Wahlen derart abgestraft werden. Auch in Sachsen geht ja das große Geheule um. Aber am Mittwoch, 17. Oktober, machte Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt deutlich, warum das so ist. Und warum mit der CDU im jetzigen Zustand kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Ein exemplarisches Beispiel von So-tun-als-ob-Politik.
André Herrmanns „Platzwechsel“ oder Zurück mit allen Gefühlen in der mittelostdeutschen Provinz
André Herrmann: Platzwechsel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEiner unser treuesten Leser warf uns gleich vor, wir würden eine nicht wirklich begründete Jubelmeldung veröffentlichen, als wir ankündigten, für André Herrmanns neuen Roman „Platzwechsel“ seien die Filmrechte schon vergeben worden. Und dann liest man das Buch und weiß schon beim Lesen: Das kann ein gnadenlos guter Film werden. Wenn es nur nicht die üblichen ÖRR-Regisseure in die Hand bekommen.
Video „Sportpunkt“: Ein langes Fußball-Interview und die Einladung zur Selbstzerstörung
Norman Landgraf (li.) und Martin Hoch drücken allen Leipziger Sportvereinen die Daumen. Foto: Screenshot Sportpunkt

Foto: Screenshot Sportpunkt

Für alle LeserVideo Der 41. Sportpunkt flimmert seit Mittwoch über die Bildschirme. Ein langes Interview mit Philipp Bludovsky vom Vorstand des FC Blau-Weiß Leipzig bildet den Mittelpunkt der Sendung. Zudem lockt der Ex-Kanu-Weltmeister Stefan Holtz die Leipziger Freizeitsportler mit einem Event, um sich "richtig schön zu zerstören".
Verklebte Vögel verenden in Leipzig – NABU Sachsen erstattet Strafanzeige
Der verklebte Hausrotschwanz wurde im Mai tot in der Leipziger Innenstadt gefunden. Foto: NABU Leipzig

Foto: NABU Leipzig

Für alle LeserDa sind nun das große Insektensterben und der Rückgang der Vogelbestände in aller Munde, Leipzig diskutiert über das Verschwinden wichtiger Habitate für Vögel wie Hecken, große, alte Bäume oder Brachen – aber einige Hausbesitzer führen einen regelrechten Krieg gegen Vögel. Und zwar mit verbotenen Methoden. Der NABU Sachsen hat Strafanzeige gestellt.
Linke Abgeordnete kritisiert, dass Sachsen das Menschenrecht auf Bildung für geflüchtete Kinder nicht einlöst
16. Schule in Volkmarsdorf. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist eine symptomatische Antwort auf eine grundlegende Frage, die die Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel, jetzt von der Staatsregierung bekommen hat. Laut der Antwort auf ihre aktuelle Anfrage bleibt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen (EA) des Landes untergebracht werden, hoch. Und damit bleiben sie auch monatelang der Schule fern. Sachsens Flüchtlingspolitik verhindert auch hier frühe und sinnvolle Integration.
Erste Wasserstofftankstelle der Region Leipzig im Güterverkehrszentrum eröffnet
Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Leipzig. Foto: H2 MOBILITY/ Michael Bader

Foto: H2 MOBILITY/ Michael Bader

Für alle LeserDie Mobilität auf unseren Straßen wird sich ändern. Das steht fest. Ob tatsächlich das individuell besessene Auto die Zukunft sein wird, ist offen. Wahrscheinlich nicht. Das verkraften unsere immer kompakteren Städte nicht. Derzeit fokussiert sich die Entwicklung trotzdem erst einmal auf alternative Antriebe. Das erste E-Taxi fährt jetzt bei 4884 und die erste TOTAL-Tankstelle stellt jetzt auch Wasserstoff bereit.
Hochrechnung: Rund 490.000 Sachsen sind von Depression betroffen
Arbeiten, auch wenn's hart wird. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, in der die Ansprüche an Mobilität, Flexibilität und Verfügbarkeit der Beschäftigten immer weiter wachsen? In der auch die Freizeit immer weiter durchplant, optimiert und nutzbar gemacht wird? – Sie zeigt Überlastungserscheinungen. Die Menschen sind dafür nicht gemacht und erkranken psychisch. Die Barmer Ersatzkasse hat jetzt einmal Zahlen für 2016 vorgelegt.
Warum hat die Rheinische Post die Zahlen eher als der Abgeordnete, der gefragt hat?
Bundestagsabgeordneter Sören Pellmann (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSören Pellmann ist sauer. Und das wohl zu Recht. Seit 2017 sitzt er für die Linkspartei im Bundestag. Und er nimmt seine Arbeit ernst und beschickt die Bundesregierung auch immer wieder mit Anfragen zu Themen, bei denen die Regierung immer nur herumdruckst. Normalerweise bekommt ein Abgeordneter nach einer Woche Antwort. Aber nun tauchen dise Zahlen auf einmal in der Presse auf, ohne dass Pellmann die Antwort der Verteidigungsministerin bekommen hätte.
Gedichtetes und Geträumtes von Michelle Steinbeck: Eingesperrte Vögel singen mehr
Michelle Steinbeck: Eingesperrte Vögel singen mehr. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit Michelle Steinbeck hat der Verlag Voland & Quist eine neue große Autorin gewonnen. Eine mit einer richtigen Vor-Geschichte. Darauf spielt schon das Zitat an, das die 1990 geborene Schweizerin ihrem Buch beigegeben hat: Elke Heidenreich „Wenn das die neue Generation ist, dann gnade uns Gott.“ Hinter dem Zitat steckt der Skandal, den Heidenreich 2016 mit ihrem Auftritt im „Literaturclub“ ausgelöst hat.
Ein Gastbeitrag zu einem Lichtfest-Demontage-Artikel der LVZ
Endlich mal nur Frauen beim Lichtfest 2018 auf der Bühne. Das Thema? 100 Jahre Kampf um Gleichberechtigung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Politiker rechnen mit Lichtfest ab – nächste Feier ohne Meier?“, titelte die LVZ (auch online) am 13. Oktober. Ein Beitrag, der gegen den künstlerischen Leiter des Lichtfestes, Jürgen Meier, zielte, aber aus der Politik nur Vertreter der CDU und ausgerechnet der AfD zu Wort kommen ließ. Bewusst wurde darauf angespielt, es handele sich ja bei Meier um einen Westdeutschen. Völlig daneben jedoch fand die Übernahme rechter Argumentationsmuster dabei der Leipziger Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien Alfonso de Toro. Sein Kontra dazu hier als Gastbeitrag.
DOK-Festival freut sich über hohen Frauenanteil und Eröffnungsfilm von Werner Herzog
Werner Herzog (l.) im Gespräch mit Gorbatschow. Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Für alle LeserAls angeblich erstes Filmfestival der Welt hatte sich das DOK eine Frauenquote für die Regie im Deutschen Wettbewerb auferlegt. Nun sind nicht nur in diesem Wettbewerb, sondern auch im gesamten Programm die Regisseurinnen in der Überzahl. Die Organisatoren freuen sich zudem über prominente Namen zum Auftakt: Der diesjährige Eröffnungsfilm kommt von Werner Herzog und porträtiert Michail Gorbatschow, den letzten Präsidenten der ehemaligen Sowjetunion.
Auch selbstständige Sachsen meiden, wo es geht, die Wohltaten des Jobcenters
Kassensturz mit Groschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen wollen arbeiten. Für sie ist Arbeit nicht nur Sinngebung, sondern auch ein Stück ihres Stolzes. Und das würde wohl auch funktionieren, wenn es kein „Hartz IV“ gäbe und die Sanktionspraxis der Jobcenter, bei der ja die sächsischen besonders eifrig sind. Da arbeiten die Sachsen lieber für einen Hungerlohn, als sich bürokratisch drangsalieren zu lassen. Oder sie versuchen sich als Selbstständige durchzuschlagen, auch wenn’s eigentlich nicht zum Leben reicht.
SPD-Stadträtin fordert den OBM auf, kleinere Müllfahrzeuge kaufen zu lassen
Sammelfahrzeug im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVerwaltungen machen es sich gern einfach. Viele neue Vorschriften haben oft nur den Zweck, Kosten und Aufwand (für die Verwaltung) zu reduzieren und sich anstrengende Änderungen zu ersparen. So auch bei der nun auch in der Leipziger Abfallwirtschaftssatzung auftauchenden Neuregelung, Straßen, die schmaler als 3,55 Meter sind, künftig nicht mehr mit Abfallfahrzeugen zu befahren. Da vermisste auch Nicole Bärwald-Wohlfarth ein bisschen Anstrengung im Eigenbetrieb Stadtreinigung.
Warum eine Umfrage zum Sicherheitsempfinden nur von rosa Elefanten erzählt
Kleiner Willy-Brandt-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Der Artikel über den Fragebogen enthält mehr Vorurteile als der Fragebogen selbst....wie sicher fühlen sie sich in ihrem Umfeld....was ist an dieser Frage unwissenschaftlich?“, fragte uns Leser/-in „peku“ unter unserem ersten Bericht dazu. Zu Recht. Weil diese Frage den Blick auf das richtet, was an dieser Umfrage schon im Ansatz nicht stimmt. Der Fragebogen macht einen Frame auf, einen Rahmen. Oder noch genauer: Er verengt den Fokus. Damit wird er unwissenschaftlich.
Neue Thüringer Festtagskuchen: 60 neue Rezepte aus der fruchtigen Thüringer Backwelt
Gudrun Dietze: Neue Thüringer Festtagskuchen & mehr. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt Erfolge, die erzählen sehr viel über das, was Menschen wirklich wichtig ist. So wie das Buch „Thüringer Festtagskuchen“ von Gudrun Dietze, das 1993 im Leipziger Verlag für die Frau erschien. Es stand damals auch für ein sich deutlich wandelndes Verlagsprofil. Und es verkaufte sich bis heute 250.000 Mal. Da ist selbst der Verlag überrascht.