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Hannelore Wodtke fordert Tillich zum sofortigen Rücktritt als MIBRAG-Aufsichtsratsvorsitzender auf

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    Als bekannt wurde, dass der ehemalige sächsische Ministerpräsident und Vorsitzende der Kohlekommission, Stanislaw Tillich, vom Kohlekonzern MIBRAG zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden berufen wurde, startete Hannelore Wodtke am Mittwoch, 25. September, postwendend eine Petition, die binnen einer Stunde 1.000 Unterstützer fand. Binnen eines Tages waren es schon 25.000. Sie hatte als einziges Mitglied der Kohlekommission gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission gestimmt.

    Und es wird immer deutlicher, wie stark die Lobbyinteressen der Kohleindustrie diesen Abschlussbericht dominiert haben. Auf Change.org startete Wodtke, die für die vom Kohlebergbau Betroffenen in der Kohlekommission gesessen hat, ihre Petition. Von Tillich fordert sie, den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden des Braunkohlekonzerns MIBRAG sofort wieder niederzulegen. Von den freiheitlich-demokratischen Bundestagsabgeordneten fordert sie einen Untersuchungsausschuss einzurichten.

    Wodtke: „Der Wechsel von der Kohlekommission zum Kohlekonzern, ist ein Skandal sondergleichen. Ich fordere, Tillich, tritt zurück!“. Innerhalb einer Stunde zeichneten bereits knapp 1000 Menschen die Petition, stetig werden es mehr.

    „Ich bin Hannelore Wodtke. Als Tagebaubetroffene saß ich in der Kohlekommission, wo ich als einziges Mitglied gegen den Abschlussbericht stimmte. Heute bin ich empört: Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich, der bis zum Januar dieses Jahres Vorsitzender der Kohlekommission war, ist gestern zur Kohle-Lobby übergewechselt, er sicherte sich einen hochdotierten Posten beim Kohlekonzern Mibrag (Spiegel). Das ist ein Korruptionsskandal sondergleichen“, erklärt Wodtke zu ihrer Petition und fordert: „Tillich, tritt zurück, leg dein Aufsichtsratsmandat nieder, beende dein falsches Spiel!“

    Die Worte der sächsischen CDU bei der Besetzung der Kommission empfindet sie im nachhinein wie Hohn: „Stanislaw Tillich ist der richtige Vertreter, um in der Kommission kraftvoll für die Interessen der Menschen nicht nur in den sächsischen Kohlerevieren einzutreten“ (LR-online.de).

    „Heute sehen wir, für wen Tillich die ganze Zeit Politik machte, nicht für die Menschen, sondern für sich, und für den Kohlekonzern Mibrag. Tillichs Wechsel in den hochdotierten Posten des Aufsichtsratschefs bei dem Kohle-Konzern Mibrag ist für mich ein klimapolitisches Verbrechen, ein Betrug an Bürgerinnen und Bürgern“, sagt Wodtke. „In Deutschland gibt es zu viel klimaschädliche Korruption. In der Automobilindustrie müssen die Konzerne allmählich zahlen: so zahlte VW mehrere Milliarden in die USA, und nun soll die VW-Führung hierzulande vor Gericht. Auch Daimler muss nun ein Bußgeld zahlen (Focus). Diese Korruption schadet dem Klima, schadet der Politik, schadet uns allen.“

    Deswegen fordere sie „Herrn Tillich auf, mit dem letzten Stück Ehre zurückzutreten. (…) Die Bundesregierung war verantwortlich für die Besetzung der Kohlekommission. Deswegen fordere ich auch die freiheitlich demokratischen Abgeordneten im Bundestag auf, einen Untersuchungsausschuss zur Besetzung der Kommission und zur Aufklärung der Verstrickung zwischen Tillich und Mibrag einzurichten. Ich will, dass dieses klimaschädliche Falschspiel Konsequenzen hat!“

    Sächsische Drehtür-Kohle für Stanislaw Tillich

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