BSG Chemie Leipzig vs. Meuselwitz 0:2 – Leutzscher Höhenflug gestoppt

Für alle Leser Nach zuletzt zwei Siegen in Folge, hat die BSG Chemie am Samstag gegen den ZFC Meuselwitz eine 0:2 (0:2)-Heimniederlage einstecken müssen. Vor 2.849 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark brachte ein 25-Meter-Schuss von René Weinert die Chemiker früh auf die Verliererstraße. In einem chancenarmen Spiel waren die Gäste am Ende das abgeklärtere Team.
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„Es hat mich schon geärgert, wie das erste Tor gefallen ist.“, bekannte Chemie-Trainer Miroslav Jagatic auf der anschließenden Pressekonferenz. Nach einer Viertelstunde war Weinert kurz hinter der Mittellinie an den Ball gekommen, lief ein paar Meter und hielt aus über 25 Metern unvermittelt drauf. Chemie-Keeper Benjamin Bellot, der etwas zu weit vor seinem Kasten stand, kam nicht mehr an die Kugel – es stand 0:1 (15.).

„Bis dahin hatte uns Meuselwitz das Spiel machen lassen, stand sehr kompakt und hat auf sein Umschaltspiel gewartet. Dann kommt so ein Schuss und stellt alles auf den Kopf.“, ärgerte sich Jagatic. Seinem Team gelang auf der anderen Seite wenig Zwingendes. Die größte Möglichkeit hatte Tomas Petracek, der in der 40. Minute kurz vor dem Strafraum in zentraler Position zum Schuss kam. Doch Ruben Aulig im Meuselwitzer Tor tauchte rechtzeitig ab.

René Weinert (Meuselwitz/ links) hatte ein frühes Traumtor erzielt, Daniel Heinze (Chemie/ rechts) blieb bei seinen Schussversuchen glücklos. Foto: Jan Kaefer

René Weinert (Meuselwitz/ links) hatte ein frühes Traumtor erzielt, Daniel Heinze (Chemie/ rechts) blieb bei seinen Schussversuchen glücklos. Foto: Jan Kaefer

Bevor sich nun aber eine grün-weiße Aufbruchstimmung breit machen konnte, schlug Meuselwitz erneut zu. Denny Breitenfelder brachte von der Grundlinie eine Maßflanke vor das Chemie-Tor, wo Andy Trübenbach per Kopf auf 0:2 (44.) erhöhte. Für die seit fünf Partien sieglosen Gäste deutete sich ein erfolgreicher Nachmittag an.

„Für die zweite Halbzeit hatten wir uns eine Menge vorgenommen, haben noch mal alles versucht.“, so Jagatic. Und tatsächlich agierte Chemie nun druckvoller und leidenschaftlicher. „Hätten wir mit dieser Leidenschaft schon die erste Halbzeit gespielt, glaube ich, wären auch die beiden Tore nicht gefallen.“

Auch Tomas Petracek (Chemie) traf den Meuselwitzer Kasten nicht. Foto: Jan Kaefer

Auch Tomas Petracek (Chemie) traf den Meuselwitzer Kasten nicht. Foto: Jan Kaefer

Ein Chancen-Feuerwerk wurde es in Leutzsch aber dennoch nicht. Am bemerkenswertesten waren zwei Möglichkeiten für Daniel Heinze, der aber jeweils von der Strafraumgrenze verzog. Für Aufregung sorgte außerdem ein Leipziger Tor, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde. Allerdings hätte Alexander Bartsch das Ergebnis für Meuselwitz noch höher schrauben können. Nach einer Ecke stand er am langen Pfosten völlig frei, brachte den Ball aber aus zwei Metern nicht im Leipziger Tor unter.

So blieb es beim Endstand von 0:2. „Das gibt uns Auftrieb, und wir können durchatmen.“, freute sich Gäste-Trainer Heiko Weber. Chemie verbleibt dennoch auf dem 10. Tabellenplatz der Regionalliga Nordost und muss am kommenden Samstag im Viertelfinale des Sachsenpokals ran. Um 13 Uhr ist Anstoß beim Oberligisten FC Eilenburg.

Die Statistik zum Spiel:
http://www.fussball.de/spiel/bsg-chemie-leipzig-zfc-meuselwitz/…

Sichtlich gerührt nahm Chemie-Legende Dieter Scherbarth vor der Partie die Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag entgegen. Foto: Jan Kaefer

Sichtlich gerührt nahm Chemie-Legende Dieter Scherbarth vor der Partie die Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag entgegen. Foto: Jan Kaefer

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