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Ex-Spielerinnen kämpfen um ausstehende Zahlungen vom HC Leipzig e.V.

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    LZ/Ausgabe 48Für FreikäuferDie ersten Pflichtspiele in der 3. Liga hat die Mannschaft des HC Leipzig e.V. bereits absolviert. Vor zwei Wochen begeisterte die im Durchschnitt nicht einmal 17 Jahre junge Truppe ihre Fans zudem im DHB-Pokalspiel gegen den Erstligisten VfL Oldenburg. Zwar schieden die Blau-Gelben mit 22:35 erwartungsgemäß aus, doch der couragierte Auftritt der Leipzigerinnen ließ die Stimmung in der „Brüderhölle“ hochkochen. Der Blick in die Zukunft scheint voller Hoffnung. Der Blick zurück wird gern vermieden.

    Denn mit der Insolvenz der HCL Spielbetriebs GmbH möchte der Verein nicht in Zusammenhang gebracht werden. Bereits auf der Mitgliederversammlung Mitte August wurde der e.V. als schuldenfrei präsentiert. Alles in Butter also? Scheinbar nicht, denn nun meldet sich die ehemalige Bundesligamannschaft des HCL öffentlich zu Wort. „So rosarot, wie man es fast täglich der Presse entnehmen kann, ist es einfach nicht“, schimpft Alexandra Mazzucco auf ihrer Facebookseite.

    Dort hatte die letzte Bundesliga-Kapitänin des HCL ein Interview geteilt, das ihr damaliger Trainer Norman Rentsch dem Fachblatt „Handballwoche“ gegeben hat. „Auch wenn ich dem Verein alles Gute wünsche, erwarten wir doch, dass ausstehende Gehälter seitens des Vereins noch beglichen werden“, hatte Rentsch darin unter anderem geäußert.

    Ist der HCL e.V. also doch nicht schuldenfrei?

    „Das Insolvenzverfahren läuft, und wir warten weiterhin auf Ergebnisse. Wie Norman im Interview bereits erwähnte, fehlt uns vom e. V. noch das Geld der Übungsleiterpauschale von zwei Monaten“, erklärt Mazzucco gegenüber der LEIPZIGER ZEITUNG. „Wir sind in Gesprächen. Es wird am Freitag (20. Oktober/ d. Red.) ein Gespräch mit dem neuen HCL-Präsidenten Rainer Hennig, Norman Rentsch, Saskia Lang und mir geben, in dem wir gemeinsam sachlich eine Lösung dafür finden wollen, wie man die zwei Monate bezahlt, damit er in seiner neuen Aufgabe und wir als Spielerinnen endlich zumindest mit diesem Teil abschließen können“.

    Auch wenn die einstigen Leipzigerinnen inzwischen ganz unterschiedliche Trikots tragen, hat der Teamgeist aus besseren HCL-Tagen offenbar weiterhin Bestand. „Wir halten als Mannschaft zusammen, so wie wir es auch auf dem Feld bis zur letzten Sekunde gelebt haben“, unterstreicht Alexandra Mazzucco, die inzwischen für den Thüringer HC aufläuft.

    „Mit Norman haben wir einen Trainer, der auch jetzt, in der für ihn sicher beschissensten Zeit, noch zu 100 Prozent hinter uns steht. Wir Spielerinnen haben in letzter Sekunde noch alle eine Lösung für unsere sportliche Zukunft gefunden, doch seitens des Trainerjobs war die Tür im Mai eher nur noch einen Millimeter geöffnet. Umso mehr ziehe ich meinen Hut davor, wie sich Norman weiterhin für Gerechtigkeit und für uns einsetzt“.

    Einige der jungen Spielerinnen des aktuellen HCL-Teams hatten einst bereits mit Mazzucco und Co. auf der Platte gestanden. Klar, dass die Nationalspielerin der neuen Mannschaft trotz aller Probleme im Umfeld fest die Daumen drückt. „Wir wünschen uns natürlich, dass dem Nachwuchs weiterhin eine sportliche Perspektive in Leipzig geboten werden kann, und dass der Neuanfang tatsächlich schuldenfrei gestartet werden kann“.

    Die neue LZ 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

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