HC Leipzig vs. HC Rödertal 38:25 – Der HCL als „Derbynator“

Für alle LeserIm mit Spannung erwarteten Sachsenderby gegen den HC Rödertal, ließen die Handballerinnen des HC Leipzig am Sonntag keine Fragen aufkommen. Statt eines heiß umkämpften Kopf-an-Kopf-Rennens bis zum Schlusspfiff, erwiesen sich die Leipzigerinnen von Beginn an als „Derbynator“ und schickten die Gäste mit einem vorbildlichen Sicherheitsabstand von 13 Toren auf die Heimreise.
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Das hatte sich HCR-Coach Karsten Schneider komplett anders vorgestellt. „Wir wollen und müssen das Derby gewinnen, um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren“, gab er im Vorfeld zu Protokoll. Das hat nicht geklappt. Die Höhe der Niederlage in Leipzig war ihm selbst so unangenehm, dass er unmittelbar nach dem Schlusspfiff im Interview am Hallenmikrofon den mitgereisten Rödertal-Fans zusicherte, ihnen ihr Eintrittsgeld rückzuerstatten. Eine starke Geste.

Die Leipzigerinnen allerdings freuten sich ausgelassen über ihren ersten Saison-Heimsieg vor 382 Zuschauern in der Brüderhalle. Entsprechend des Corona-Schutzkonzeptes hieß das: Ausverkauft! Und das Publikum bekam wirklich etwas geboten. Denn der HCL begann äußerst konsequent. Nach etwas mehr als 14 Minuten führten die Blau-Gelben überraschend klar mit 7:2.

In der 28. Minute stellte Sharleen Greschner mit ihrem Tor zum 19:9 sogar den ersten 10-Tore-Abstand her. Der konnte auch mit in die Pause genommen werden (21:11).

HCL-Torhüterin Anja Kreitczick kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Foto: Jan Kaefer

HCL-Torhüterin Anja Kreitczick kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Foto: Jan Kaefer

Die geringe Zahl an Gegentreffern resultierte nicht zuletzt daraus, dass HCL-Keeperin Anja Kreitczick einen herausragenden Tag zwischen den Pfosten erwischte. Mit insgesamt zehn Paraden hielt sie gegen die Rödertal-Bienen ihre Wabe dicht. Alleine zu Beginn der zweiten Halbzeit machte die 20-Jährige drei Gäste-Würfe am Stück unschädlich. Damit war bereits in der 32. Minute klar: Der HCR wird hier aus Leipzig diesmal nichts mitnehmen können.

Denn auch im Angriff zeigte sich Leipzig mit einer Wurfquote von fast 72 Prozent sehr treffsicher. Besonders Pauline Uhlmann (9Tore) sowie die Zwillinge Jaqueline (7) und Stefanie Hummel (6) kamen immer wieder erfolgreich zum Abschluss.

Am Ende stand ein unerwartet deutliches 38:25 auf der Anzeigetafel, was den HCL mit nun 7:3 Punkten nach fünf Spieltagen zunächst auf den 4. Tabellenplatz der 2. Bundesliga führt. Nächsten Sonntag müssen die Leipzigerinnen dann beim TuS Lintford ran.

Das Tor fest im Blick. Pauline Uhlmann erzielte 9 Treffer, fünf davon vom Siebenmeterpunkt. Foto: Jan Kaefer

Das Tor fest im Blick. Pauline Uhlmann erzielte 9 Treffer, fünf davon vom Siebenmeterpunkt. Foto: Jan Kaefer

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