Die Woche: Felix Groß radelt zu Olympia und junge Judoka ernten DM-Gold in der „Brüderhölle“

Für alle LeserDie Schatten der Olympischen Spiele 2020 werden immer länger. Als zweiter Leipziger Athlet machte Radsportler Felix Groß die Quali perfekt und feierte kurz darauf mit anderen hiesigen Sport-Assen auf dem 26. Olympiaball. Währenddessen gaben die U18-Judoka in der Sporthalle Brüderstraße alles und holten unter anderem zweimal Gold. Und natürlich hielt die Woche auch noch einiges mehr bereit...

Olympiaball

Am Samstagabend feierten rund 430 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Spitzen- und Nachwuchssportler und deren Trainer in der Kongresshalle am Zoo beim 26. Olympiaball. Durch Erlöse aus der Veranstaltung sowie dem Verkauf der Lose zur Mitternachtstombola kamen dabei rund 30.000 Euro zusammen, die nun direkt in die Unterstützung des Nachwuchs- und Spitzensports der Stadt fließen werden.

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten zudem 25 Athleten die in der Saison an internationalen Wettkämpfen im Jugend-, Junioren- und Erwachsenenbereich teilgenommen hatten, die Auszeichnung „Leipziger Sporthelden“. Geehrt wurden:

Marie Branser, Bianca Bogen, Tabea Gabelunke, Max Gelhaar, Niels Torben Giese, Felix Groß, Johanna Handrick, Romy Kasper, Bruno Scheibner, Roy Schmidt, Marvin Schulte, Martin Schulz, David Storl, Felix Straub, Marie Thielemann, Tamara Vukotic (alle SC DHfK Leipzig), Anastasia Blayvas (KFC Leipzig), Hannah Grimm (Akademischer Ruderverein), Antonia Herzog (HC Leipzig), Caroline Pohle (Tristars Markkleeberg), Louis Schubert (SSG Leipzig), Franz Anton, Andrea Herzog (beide Leipziger Kanu-Club), Tina Dietze, Elisabeth Praetz (beide SG LVB).

Judo, Deutsche U18-Meisterschaft U18-DM (Einzel)

Leipzig hat es schon wieder getan. Wie bereits im Vorjahr war die Sporthalle Brüderstraße am Wochenende der Austragungsort für die Judo-U18-DM im Einzel. Dort gab es für die Messestadt zudem ein goldenes Déjà-vu, denn Lenny Burk (Randori Leipzig West) kämpfte sich erneut nach ganz oben aufs Treppchen. Das 15-jährige Talent wird zudem ab kommender Saison zum Zweitliga-Team des Judoclub Leipzig (JCL) gehören.

Im Gegensatz zum letzten Jahr durften die Gastgeber diesmal auch einen weiblichen Champion feiern. Nicole Stakhov (JC RBS Leipzig/ JCL) siegte in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm. Außerdem errang die 17-Jährige den Titel der besten Technikerin bei den diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaften der U18-Frauen.

Bahnradsport-Weltmeisterschaft

Für den Leipziger Radsportler Felix Groß ist diese Woche ein Traum in Erfüllung gegangen: Der 21-Jährige machte die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio perfekt. Bei der Bahnrad-WM in Berlin pulverisierte er mit seinen Teamkollegen Theo Reinhardt (Berlin), Nils Schomber (Neuss) und Domenic Weinstein (Villingen) einmal mehr den Deutschen Rekord in der 4.000-Meter-Mannschaftsverfolgung (jetzt 3:50,304 Minuten) und tütete damit die Teilnahmeberechtigung für Olympia ein.

Schnell unterwegs war Felix Groß bei der WM auch in der 4.000-Meter-Einerverfolgung. Hier setzte er mit 4:08,928 Minuten ebenfalls eine neue deutsche Bestmarke. Pech im Glück: Diese Zeit reichte „nur“ für den 5. Platz, wodurch der Leipziger den Einzug ins Finale der besten Vier knapp verpasste.

Fußball

Der 1. FC Lok Leipzig hat am Freitagabend den Sprung an die Tabellenspitze der Regionalliga Nordost geschafft. Dafür sorgte ein nervenaufreibender 4:2 (1:1)-Heimsieg gegen den ZFC Meuselwitz sowie eine Spielabsage bei der VSG Altglienicke, die bisher punktgleich mit den Leipzigern – aber mit dem besseren Torverhältnis ausgestattet – den Platz an der Sonne belegten. Auch Energie Cottbus „hängt“ noch ein Spiel hinterher und könnte dadurch ebenfalls nach Punkten gleich ziehen.

Die erfreuliche Tabellenkonstellation bringt derweil die Club-Verantwortlichen in Zugzwang. Diese haben nun ein Unterlagen-Paket geschnürt, mit dem sie erstmals überhaupt die Lizenz für die 3. Liga beantragen werden.

Lokalrivale Chemie Leipzig konnte wegen einer Spielabsage in dieser Woche nicht ins Liga-Geschehen eingreifen. Stattdessen luden sich die Grün-Weißen den Oberligisten FC International zum Testspiel in den Alfred-Kunze-Sportpark ein. Was Chemie in nun bereits sechs Pflichspielen hintereinander nicht glückte, gelang in diesem Test: Ein Tor! Philipp Wendt erzielte es in der 71. Minute und stellte mit seinem 1:0 auch gleichzeitig den Endstand her.

Handball

Ziemlich schwer taten sich die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig gegen GWD Minden. Erst in der Schlussphase biss sich der Favorit im Heimspiel zu einem 31:28 (13:15)-Erfolg und sicherten damit den 8. Tabellenplatz. „Mit einer fantastischen Halle im Rücken haben wir es nach dem 24:25-Rückstand geschafft, zum zweiten oder dritten Mal im Spiel zurückzukommen und das macht mich stolz auf meine Mannschaft. Es war für uns ein wichtiger Heimsieg mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte.“, lautete das Fazit von DHfK-Trainer André Haber.

Ein nahezu identisches Resultat brachten die Handballerinnen des HC Leipzig in der 2. Bundesliga heim. Allerdings: Sie waren in Bremen mit 29:31 (15:16) unterlegen. Dies darf durchaus als kleiner Rückschlag bezeichnet werden, denn beim in Abstiegsgefahr schwebenden SV Werder wäre für die Leipzigerinnen durchaus mehr zu erwarten gewesen. Doch so richtig kamen die Blau-Gelben nie ins Spiel, führten – wenn überhaupt – dann nie mit mehr als einem Tor. Bereits in der 22. Minute sollte das 14:13 bereits die letzte HCL-Führung der Partie gewesen sein. In der 2. Halbzeit lagen die Gäste dann sogar zweimal mit sechs Treffern hinten (18:24/ 41. und 19:25/ 43.). Ein starker Schlussspurt ließ beim 29:30 (59.) noch einmal Punkte-Hoffnung keimen. Aber Bremen entledigte sich durch ein Tor in der letzten Spielminute aller Sorgen und gewann. Der HCL verbleibt dennoch ganz knapp auf Tabellenplatz 8.

Eishockey

Der Freude bei den Icefighters Leipzig über das sichere Erreichen der Playoffs ist nun ein kleiner Wermutstropfen beigemischt worden. Denn das Ziel, Platz 4 – und damit das zusätzliche Heimrecht in der ersten Playoff-Runde – zu erreichen, hatte schon am Freitagabend einen gehörigen Dämpfer bekommen. Denn gegen die Rostock Piranhas setzte es in eigener Halle eine unerwartete 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Pleite. Und auch am Sonntag verließen die Leipziger – diesmal allerdings erwartungsgemäß – als Verlierer das Eis. Beim Tabellenführer Tilburg Trappers setzte es eine (zu) deutliche 2:7 (0:0, 1:2, 1:5)-Niederlage. Da gleichzeitig Leipzigs härtester Verfolger Hannover Indians gegen Duisburg äußerst knapp mit 5:4 gewann, rutschte Leipzig in der Endabrechnung doch noch auf den 5. Platz ab.

Die Woche: Ausverkaufte Leichtathletik-DM mit zweimal Gold für Leipzig

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