Louise-Otto-Peters-Gesellschaft

Die rekonstruierte Fassade des Henriette-Goldschmidt-Hauses. Foto: LZ
Bildung·Zeitreise

Ein verlorener Ort Leipziger Frauengeschichte: Vor 22 Jahren wurde das Henriette-Goldschmidt-Haus abgerissen

Vor 22 Jahren verfolgte Leipzig noch eine ganz andere Verkehrspolitik als heute, geprägt durch Straßenaufweitungen und den Versuch, ein regelrechtes Ringsystem für den Kfz-Verkehr zu bauen. Teil dieses Projektes war die radikale Aufweitung der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Tauchnitzstraße und Westplatz. Dem fiel auch das Henriette-Goldschmidt-Haus zum Opfer. Genau am 18. März 2000 wurde unter großem Protest […]

Louise Otto mit 31 Jahren. Quelle: LOP-Archiv
Kultur·Lebensart

Henriette Goldschmidt und Louise Otto-Peters: Auch die LOP-Gesellschaft lädt wieder zu richtigen Führungen ein

Mit dem Ende der hohen Inzidenzzahlen erwacht das kulturelle Leben in Leipzig so langsam wieder. Einerseits mit Reallaboren in diversen Häusern der Kulturszene. Andererseits auch mit Präsenzveranstaltungen im Freien. Und so kann auch die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft endlich wieder einladen. In diesem Fall zu Führungen auf den Spuren von Louise Otto und von Henriette Goldschmidt.

Louiseum 38: Mit den Muth'gen will ich's halten. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Mit den Muth’gen will ich’s halten: Wie das schüchterne Mädchen aus Meißen die Emanzipationsbewegung in Deutschland ins Rollen brachte

2019 – das war das Jahr, in dem Leipzig so ein klein bisschen den 200. Geburtstag von Louise Otto-Peters feierte. So ein bisschen auch 30 Jahre Friedliche Revolution, diesmal nicht mit dem tanzenden Ehepaar Honecker auf der Leinwand wie im Vorjahr. Woran sich ja alle erinnern, weil Leipzigs Macho-Zeitungen genau das zum Skandal gemacht haben. Damit ja keiner merkt, dass es auch am 9. Oktober 2018 eigentlich um Frauen, Emanzipation und Gleichberechtigung ging. Das, worum Louise Otto-Peters ein Leben lang gekämpft hat.

Das Gender-Quiz. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Skandal! Louise-Otto-Peters-Gesellschaft überreicht heute offiziell das Gender-Quiz

Manchmal helfen auch farbenfrohe Postkarten, um etwas Schwieriges zu lernen. Etwas ganz Schwieriges. So wie die Sache mit der Gleichberechtigung. Die steht da und dort tatsächlich auf dem Papier und sogar in Gesetz und Verfassung. Nur im Alltag sorgt etwas dafür, dass wir Benachteiligungen und Ausgrenzungen meist gar nicht wahrnehmen. Wir halten das für normal, weil es noch immer die Norm ist. Ein Gender-Quiz könnte jetzt beim Lernen helfen.

Ottilie von Steyber. Foto: Louise-Otto-Peters-Gesellschaft
Bildung·Zeitreise

Louise-Otto-Peters-Gesellschaft kämpft für den Vornamen von Ottilie von Steyber auf ihrem Straßenschild

Er liegt ein bisschen versteckt, der Steyberweg, in Eutritzsch in einer Neubausiedlung an der Querbreite. Seit 2014 erinnert der Steyberweg an die Leipziger Frauenrechtlerin, Erzieherin und Schulvorsteherin Ottilie von Steyber. Da ein Personen-Straßennamen ohne den Vornamen wenig aussagekräftig ist, setzt sich die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. für eine Erläuterungstafel am Straßenschild ein sowie für die künftige Straßenbenennung mit Vor- und Zunamen, um die Geehrten auch wirklich bekannt zu machen.

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