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Tiertransporte

Landwirtschaftsminister Günther begrüßt erschwerte Tiertransporte

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther begrüßt den Erlass des sächsischen Sozialministeriums zu höheren Anforderungen an Tiertransporte in Drittländer. Günther: „Das ist ein weiterer und wichtiger Schritt in Richtung von ganz praktischem Tierwohl.“

Sachsen erschwert den Tiertransport in Drittländer

Künftig sind Tiertransporte in Drittländer nur dann erlaubt, wenn die Versorgungsstationen, an der Tiere unterwegs ausgeladen, gefüttert, getränkt und ruhen gelassen werden sollen, ordnungsgemäß ausgestattet und behördlich zugelassen sind. Dies hat der Organisator eines Tiertransports dem handelnden Amtstierarzt, der den Transport genehmigt, nachzuweisen. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat die zuständigen Behörden per Erlass entsprechend angewiesen.

Schaper: Tödliche Tiertransporte bei Hitze verstoßen gegen Staatsziel Tierschutz

Zu den Antworten auf die Kleinen Anfragen „Verbot von Tiertransporten am 24.07.2019“ (Parlaments-Drucksache 6/18484) und „Tierschutzrechtliche Kontrollen von Tiertransporten bei Hitze“ (Landtags-Drucksache 6/18152) erklärt die Fragestellerin und tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag Susanne Schaper: Obwohl in Sachsen an heißen Tagen mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius keine Tiertransporte abgefertigt werden, sind im Jahr 2018 über 4.000 Masthähnchen beim Transport verendet.

2017 und 2018 wurden über 17.000 Rinder aus Sachsen zu Zuchtzwecken in Drittländer verbracht

Unsere Landwirtschaft ist völlig aus dem Lot. Das macht nicht nur das Thema „Gülle“ sichtbar. Oder besser: riechbar. Die Felder sind überdüngt, viele Grundwasserkörper, auch in Sachsen, hoch mit Nitrat belastet. Und das hat eben nichts mit unserem landwirtschaftlichen Eigenbedarf zu tun, sondern mit riesigen Mastfabriken, die mehr Gülle produzieren, als verwertet werden kann. Und etliches von dem so produzierten Fleisch wird exportiert. Aber auch lebende Tiere gehen in den Export, zu Zuchtzwecken. Ganz schön viele, wie Volkmar Zschocke nun feststellen kann.

Tiertransporte aus Sachsen in Länder außerhalb der EU

17.000 Rinder wurden in den Jahren 2017 und 2018 zu Zuchtzwecken aus Sachsen in Drittländer verbracht. Das geht aus der Antwort der zuständigen Sozialministerin Barbara Klepsch auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Volkmar Zschocke (Grüne) hervor. Unter den Zielländern sind Staaten wie Ägypten, Aserbaidschan, Irak, Kasachstan, Libanon, Türkei, Turkmenistan oder Usbekistan, bei denen erhebliche Zweifel daran bestehen, ob die Tierschutzstandards durchgehend beim Transport bis zum Zielort der Tiere eingehalten werden.

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