Artikel zum Schlagwort London

Ende einer Millionen-Zitterpartie

Frühestens 2019 weiß Leipzig wirklich, was der UBS-Prozess letztlich gekostet hat

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Für alle LeserWer will es ihm verdenken? Endlich ist der zähe Prozess der Leipziger Wasserwerke mit der Schweizer Großbank UBS in London zu Ende. Der Supreme Court hat endgültig festgestellt, dass die UBS keinen einzigen Grund von öffentlicher Wichtigkeit vorgebracht hat, um noch einmal eine Revision im Prozess zu erreichen. Das Urteil vom 14. Oktober 2017 gilt. Und OBM Burkhard Jung hält diesen endgültigen Spruch des Supreme Court mit berechtigtem Stolz in die Kamera. Weiterlesen

Supreme Court weist UBS-Revision endgültig ab

Leipzig gewinnt den Wasserwerke-Prozess in London endgültig + Stimmen aus der Politik

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Für alle LeserEndlich geschafft. „Endgültiger Sieg für die Leipziger Wasserwerke in London – Supreme Court weist Antrag der UBS-Bank zurück“, konnte die Leipziger Gruppe am Dienstag, 10. April, melden. Damit ist der Streit zwischen den Leipziger Wasserwerken und der Schweizer Großbank UBS endgültig entschieden. Der Supreme Court of England and Wales hat in London den Antrag der UBS auf eine weitere Berufung gegen die Entscheidung der Vorinstanz zurückgewiesen. Weiterlesen

Antrag von Linksfraktion und SPD-Fraktion findet Zuspruch

Finanzbürgermeister stimmt Drosselung der Leipziger Schuldentilgung zu, aber nur zugunsten des Schulbaus

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Das kann man schon hartnäckig nennen, was SPD- und Linkfraktion da gemacht haben: Im Juni 2015 haben sie erstmals eine Drosselung des Leipziger Schuldenabbaus beantragt, um endlich mehr Geld für Leipziger Investitionsvorhaben zur Verfügung zu haben. Anfang März haben sie noch einmal nachgelegt mit einer noch höheren Drosselung. Und die kleine Überraschung: Der Finanzbürgermeister stimmt ihnen sogar zu. Mit ein paar Bedingungen natürlich. Weiterlesen

Der KWL-Prozess in London geht in eine neue Runde

Court of Appeal hat Berufung der UBS zugelassen

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Noch im März war man sich in der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (LVV) sehr sicher: Die UBS bekommt keine Revision für ihren Prozess um die Kosten für das Leipziger KWL-Desaster: "Die KWL und ihre Gesellschafter sind zuversichtlich, dass der Court of Appeal die Berufung der UBS nicht zulassen bzw. in der Sache selbst zurückweisen wird.“ Weiterlesen

Geld, Schulden, Gier, Neid und andere üble Krankheiten

John Lanchesters grandioser London-Roman – auch in der 12. Auflage noch hochaktuell

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Es gibt Bücher, die sind auch drei Jahre nach Erscheinen so aktuell wie damals. So geht's auch John Lanchesters dickem London-Roman "Kapital", 2012 in erster Auflage auch auf deutsch erschienen, mittlerweile in der 12. Auflage verfügbar. Längst hat Klett-Cotta noch ganz andere Titel von Lanchester im Programm. Aber warum nicht noch einmal auf Anfang zurück? Weiterlesen

Prozess gewonnen, Kundenzahl wächst

Leipzigs Wasserwerke liefern für 2014 erstmals 30 Millionen Euro Gewinn ab

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So ein bisschen wurden ja die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) am Freitag, 5. Juni, gelobt dafür, dass sie zum ersten Mal 30 Millionen Euro Überschuss produziert haben. Immerhin waren es im Vorjahr nur 11 Millionen, was auch mit dem Prozess in London zu tun hatte: Anwälte kosten Geld, gerade wenn's um vertrackte Verträge geht. Tatsächlich waren die Wasserwerke schon 2013 auf einem Kurs zu höheren Überschüssen. Weiterlesen

Unter Bankern. Eine Buchbesprechung in zwei Teilen (2)

Wenn Amoralität die Demokratie zerfrisst

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Aber wurde die Entwicklung zu immer riskanteren Finanzprodukten bewusst so eingeleitet? War kriminelle Energie am Werk, fragt sich Joris Luyendijk in seinem Buch "Unter Bankern" immer wieder. Denn damit, die Banker einfach alle zu Bestien zu erklären, wollte er sich nicht zufrieden geben. Ein Thema beunruhigte ihn schon frühzeitig: Das war das alles umfassende Schweigen rund um die Banken. Weiterlesen

Unter Bankern. Eine Buchbesprechung in zwei Teilen (1)

Regiert die Gier die Londoner City oder ist es viel schlimmer und niemand sitzt im Cockpit?

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Warum kam es 2008 zum Beinahe-Crash des internationalen Finanzsystems, zu dem, was wir heute so lax "die Finanzkrise" nennen? Was ist da passiert? Waren Zocker, Spinner, Ganoven dran schuld? Übermütige Banker, die sich an keine Regeln mehr halten? Joris Luyendijk, studierter Ethnologie und Journalist aus den Niederlanden wollte es gern wissen. Der "Guardian" machte es möglich. Weiterlesen