Open-Air-Partys

Einer der Orte, wo kurzfristig Musikveranstaltungen möglich sind: der (östliche) Richard-Wagner-Hain. Foto: Ralf Julke
Kultur·Lebensart

Elf Flächen für Freiluft-Musik: Open-Air-Genehmigungsverfahren ist online

Manchmal darf man staunen. Jahrelang sträubte sich Leipzigs Verwaltung, den Wunsch zur Benennung von Flächen für nicht-kommerzielle Open-Air-Veranstaltungen überhaupt zu akzeptierten. Dafür gäbe es schlicht im Stadtgebiet keine Räume. Aber Corona machte vieles möglich. Und so lenkte die Verwaltung 2021 ein, als der Stadtrat das Thema aus aktuellem Anlass wieder auf den Tisch packte. Und […]

Ein Polizeieinsatz auf der Sachsenbrücke. Foto: LZ
Politik·Brennpunkt

Partys auf der Sachsenbrücke: Ordnungsamt gibt zu, dass die Stadt bei Freiluftpartys völlig versagt hat

Herr G. hat eine Petition eingereicht. Das ist sein gutes Recht. „Schutz der Anwohner gegen die Auswirkungen nächtelanger Partys im Clara-Zetkin-Park“ hieß sie und greift ein Thema auf, das den Stadtrat schon mehrfach beschäftigte. Auch schon vor Corona und den zunehmenden Partys auf der Sachsenbrücke. Herr Golzer war bestimmt auch mal jung. Der Chef des Leipziger Ordnungsamtes wahrscheinlich nie. Denn sein Amt hat Stellung genommen. Amtlich und verbissen.

Polizeieinsatz auf der Sachsenbrücke am 26. / 27. Juni. Foto: LZ
Politik·Brennpunkt

Wo viele feiern, gibt es viel Müll: 5.600 Euro Reinigungskosten allein für die Sachsenbrücke

„Die Stadtverwaltung prüft derzeit, wie die Sachsenbrücke langfristig und ohne massive Polizeipräsenz als öffentlicher Ort mit all seinen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung erhalten werden kann“, meldete am 2. Juli das Leipziger Ordnungsdezernat. Seit den Vorfällen in der Nacht vom 11. zum 12. Juni steht die Sachsenbrücke unter besonderer Beobachtung. Und die Stadtreinigung hat schon mal berechnet, was die Reinigung der Brücke nach einer Glasscherbenparty so kostet.

Beliebter Partyort: die Sachsenbrücke. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Noch einmal eine halbe Stunde zu den Partys auf der Sachsenbrücke + Video

Zur Ratsversammlung am 24. Juni kam dann auch noch kurzerhand eine dringliche Anfrage der CDU-Fraktion auf die Tagesordnung: „Dringliche Anfrage zur Situation an der Sachsenbrücke“. Eigentlich hätte das Thema schon viel früher am Tag aufgerufen werden können, diskutierte der Stadtrat ja an diesem Tag über das uralte, von der Stadtverwaltung immer wieder abgeblockte Thema Spontan- oder Open-Air-Partys.

Der Stadtrat tagte heute den zweiten Tag in Folge. Foto: LZ
Der Tag

Donnerstag, der 24. Juni 2021: Überstunden im Stadtrat, Zukunft des Kohlrabizirkus‘ und Fahndung nach Dynamo-Fans

An zwei Tagen hat sich der Leipziger Stadtrat unter anderem mit einem umstrittenen Schulbauprojekt im Süden und Möglichkeiten für legale Open-Air-Partys beschäftigt. Die Stimmung war teils ziemlich aufgeheizt. Außerdem: Die Stadt möchte den Kohlrabizirkus perspektivisch weiterentwickeln und die Polizei fahndet öffentlich nach mutmaßlichen Dynamo-Randalierern. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 24. Juni 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Stadtrat
Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Leipzig will noch diesen Sommer spontane Open-Air-Partys ermöglichen

Schon seit Jahren gibt es Diskussionen und Vorschläge, ob und wie öffentliche Freiflächen für spontane Partys genutzt werden können. Die Coronakrise hat Aktivitäten im Freien noch einmal stärker in den Fokus gerückt und dabei neben Aspekten wie Ordnung, Umweltschutz und Lärmbelästigung auch den Aspekt Gesundheitsschutz ins Bewusstsein gerufen. Nun hat der Stadtrat am Donnerstag, dem 24. Juni, beschlossen, schnellstmöglich eine Lösung zu suchen – noch bis zum Beginn der Sommerferien.

Beliebter Partyort: die Sachsenbrücke. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Wo dürfen sie feiern? Runder Tisch zu Spontanpartys soll kommen

Auch das ist eine Geschichte, die nun seit Jahren vor sich hinköchelt: Im Sommer veranstalten junge Leute an verschiedensten Stellen im Grün der Stadt Spontanpartys, manchmal auch direkt im Landschaftsschutzgebiet. Immer wieder gab es Vorstöße im Stadtrat, ganz ähnlich wie in der Nachbarstadt Halle offizielle Flächen auszuweisen, wo diese Spontanpartys möglich sind. Auf den jüngsten Vorstoß der Grünen-Fraktion reagiert jetzt das Amt für Stadtgrün und Gewässer. Auch wenn eine Lösung erst gefunden werden muss.

Beliebter Partyort: die Sachsenbrücke. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Spontanpartys in Leipzig: Wann schreitet das Ordnungsamt eigentlich ein?

Wer in der wärmeren Jahreszeit frühmorgens unterwegs ist in Leipziger Parkanlagen, sieht sie manchmal noch, wie sie müde und zufrieden nach Hause aufbrechen. Manche räumen noch die Musikanlage ein oder genießen den Sonnenaufgang. Die Freiflächen-Partys haben schon mehrfach den Stadtrat beschäftigt. Aber eine offiziell genehmigte Partyfläche gibt es nicht. Wie geht also Leipzigs Ordnungsamt damit um, wollten die Grünen wissen.

Grillplatz am Scherbelberg im Rosental. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Für Open-Air-Partys hat Leipzig noch immer keinen Lösungsvorschlag

Mit einem erstaunlichen Vorstoß preschte am 16. Juni ausgerechnet die LVZ vor: „Sommer ohne Spontanpartys? Stadt Leipzig hält Grillplätze für ungeeignet“ titelte sie in ihrer Online-Ausgabe und brach tatsächlich eine Lanze für die sonst von ihr sehr misstrauisch beäugten Spontanpartys im Leipziger Grün. Man bezog sich auf eine skeptische Stellungnahme der Verwaltung, ob die fünf neuen Grillplätze für Open-Air-Partys geeignet wären.

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