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Soziale Gerechtigkeit

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Aus der Ohnmacht herauskommen: Im Gespräch mit Nina Treu vom „Konzeptwerk Neue Ökonomie“

Das „Konzeptwerk Neue Ökonomie“ ist ein gemeinnütziger Verein in Leipzig Plagwitz, der seit über zehn Jahren Entwürfe für eine andere Wirtschaftsweise entwickelt, die unseren Planeten nicht zerstört: sozial und ökologisch, sozial-ökologisch. Die mittlerweile 25 Mitstreiter/-innen bedienen sich dafür Rosa Luxemburgs Idee der „revolutionären Realpolitik“. Im Kern geht es darum, die Machbarkeit von Veränderungen zu zeigen. […]

Francis Seeck: Zugang verwehrt. Foto: Ralf Julke

Zugang verwehrt: Höchste Zeit, über Klassismus in Deutschland zu reden

Viele Jahre war das Thema geradezu tabu, galt als geradezu nicht existent. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Und da könne jeder alles werden. Wenn er sich nur genug anstrenge. Leistung werde belohnt. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus. In der Mittelklasse gehen Ängste vor dem Abstieg um. Und die Kluft zwischen Arm und Reich geht […]

Prof. Dr. Holger Lengfeld. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Werden die Wahlen jetzt wirklich von Modernisierungsverlierern bestimmt?

Ob die jetzt von der SPD gemachten Vorschläge zur Reform des Sozialstaats Wirkung zeigen und auch beim Wähler ankommen, weiß ja noch niemand. Ob sie je kommen werden, auch. Dazu sind sie viel zu frisch und noch keine ernstzunehmende Wählerbefragung hat darauf reagieren können. Aber für den Leipziger Soziologen Holger Lengfeld ist Gerechtigkeit nicht das Thema, das derzeit Wahlkämpfe entscheiden kann. Und immerhin ist soziale Gerechtigkeit sein Spezialthema.

Die Linke Leipzig will Leipzig zum Motor für soziale Gerechtigkeit in Sachsen entwickeln

Prekarisierung, LehrerInnenmangel, Rentenpolitik und die Zukunft des Stadtverbandes: Diese Themen stehen im Fokus der 2. Tagung des 5. Stadtparteitages der Leipzig Linken am Samstag, dem 22. Oktober 2016. Die Delegierten stimmen am Wochenende über den Initiativantrag „Leipzig zum Motor für soziale Gerechtigkeit in Sachsen entwickeln!“ ab. „Mit konstruktiven Konzepten werden wir politisch kämpfen, um gemeinsam mit den Gewerkschaften prekäre Beschäftigungsverhältnisse zurückdrängen. Auch die Überwindung des LehrerInnen-Mangels muss stärker in den politischen Fokus rücken“, sagt Adam Bednarsky, Vorsitzender Die Linke Leipzig und Stadtrat.

Prof. Dr. Immo Fritsche. Foto: Universität Leipzig

Soziale Ungleichheit in der Gesellschaft: Risiko und Herausforderung zugleich

Wenn Ressourcen wie Geld oder Macht zwischen verschiedenen Gruppierungen einer Gesellschaft ungleich verteilt sind, spricht man von sozialer Ungleichheit. Diese hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden von Menschen. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft verändert sich, wenn soziale Ungleichheit sehr hoch ausgeprägt ist. Auf dem 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGP), der vom 18. bis 22. September an der Universität Leipzig stattfindet, diskutieren Psychologen über die Risiken und Herausforderungen, die soziale Ungleichheit mit sich bringt.

FES-Umfrage: Mehrheit der Deutschen findet Gesellschaft sozial ungerecht. Grafik: FES

Mehrheit der Deutschen sieht Handlungsbedarf für eine gerechtere Gesellschaft

Ganz so falsch lag der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel also nicht, als er am Montag, 9. Mai, auf der „Wertekonferenz Gerechtigkeit“ der SPD davon sprach, dass die SPD ihr altes Kernthema Gerechtigkeit zurückerobern müsse. Am Mittwoch, 11. Mai, bestätigte nun eine Umfrage, dass die meisten Deutschen in der wachsenden Ungleichheit eine Gefahr für Deutschlands Zukunft sehen.

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE. Foto: Helge Krückeberg

Europa braucht jetzt einen sozialen Neustart, sonst zerfällt es

Wir haben ihn in der letzten Zeit immer wieder gern und hart kritisiert, den Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, denn so recht logisch und zukunftsfähig ist die Strategie der IG BCE in Sachen Kohleverstromung nicht. Aber in Sachen Europa hat der Gewerkschaftsvorsitzende in dieser Woche ein paar Worte gesagt, die wohl die närrischen Landesregierungen nicht zum Umdenken bringen, aber einfach mal dran sind.

Europaweit eigentlich das wichtigste Thema: Wie kann man wieder soziale Gerechtigkeit schaffen? Foto: Ralf Julke

Sachsens Grüne fordern, das Grundeinkommen endlich auf die politische Agenda zu setzen

Manchmal muss man sich einfach kümmern um die Gesellschaft, in der man leben möchte. Und mal ehrlich: Das Gejammer der ganzen Fremdenfeinde auf der Straße und im Fernsehen ist völlig sinnfrei. Unsere Gesellschaft hat ganz andere soziale Probleme, die angepackt werden müssen. Daran erinnern am heutigen 20. Februar, dem Welttag der sozialen Gerechtigkeit, die sächsischen Grünen.

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