Seit 15 Jahren spielt das Ensemble aus vier Musiker/-innen und dem Figurenspieler Michael Vogel das musikalische Destillat aus den beiden Alice-Büchern von Lewis Caroll. Ungebrochen ist der Sog, den die Messe des Absurden dabei entfaltet. Seit 15 Jahren gehört das Stück auch zum Programm der Figurentheaterspielstätte Westflügel und nebenbei prägt der Hase via Plakat von Robert Voss die Identität der Leipziger Stadtteile Plagwitz und Lindenau.

Wer „Songs for Alice“ einmal gesehen hat, wartet fiebernd auf das nächste Mal. Und: Endlich ist es wieder soweit! Am 1. und 2. Mai.

Das räudige Weiße Kaninchen und die geheimnisvolle Grinsekatze, die fette Herzogin, der Eierkopf Humpty Dumpty und der sagenumwobene Jabberwock, der ausgestorbene Dodo oder die rauflustigen Zwillinge Tweedle Dee und Tweedle Dum – sie allesamt sind keine niedlichen Gestalten aus einer harmlosen Kindergeschichte, vielmehr wahnwitzige Vertreter einer skurrilen Logik der Absurdität und des untergründigen Begehrens.

Songs for Alice. Foto: Therese Stuber
Songs for Alice. Foto: Therese Stuber

Der Mathematiker, Schriftsteller und Fotograf Lewis Carroll ersann sie zur Unterhaltung seiner kleinen Freundinnen. In Szenen und Liedern widmet sich „Songs for Alice“ vornehmlich den Gedichten aus Carrolls Alice-Bänden. Die Inszenierung balanciert zwischen Konzert und Theater und versammelt inbrünstige Hits und geräuschhafte Explosionen, expressive Figuren und poetische Maschinen, leise Momente und großes Tamtam.

„Songs for Alice“, Freitag, der 1. Mai, 20:00 Uhr und Samstag, der 2. Mai, 20:00 Uhr im Figurentheaterzentrum Westflügel Leipzig, Hähnelstraße 27.

Karten: 20 / 15 / 10 Euro, Onlinekartenkauf über www.westfluegel.de

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