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Ab 2016 soll auch der nordwestliche Winkel im Museumsquartier mit dem BernsteinCarré geschlossen werden

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    Am Ende wird dann doch immer noch was draus, auch aus den nun über zehn Jahre alten Plänen, den einstigen Sachsenplatz wieder komplett zu bebauen. Eigentlich war es ja kein echter Platz, sondern eine kaschierte Freifläche, wo die Bomben des Weltkrieges im Herzen der Stadt eine riesige Leerfläche hinterlassen hatten. Da stellen wir das Bildermuseum drauf, beschlossen seinerzeit Leipzigs Stadträte. Der Rest kommt schon.

    Der „Rest“, das sind die berühmten Eckbebauungen, an die sich jahrelang kein Investor so recht herangetraut hat. Die Stadt preschte zwar vor und baute den markanten Museumswinkel an der Reichsstraße, der schon mal zeigte, wie sich das die Planer mal gedacht hatten. Aber es dauerte trotzdem, bis dann an der Katharinenstraße endlich das „Katharinum“ entstand. Dann ging es an den fehlenden Ecken oft hin und her, wurden immer neue Entwürfe und Pläne aus der Tasche gezogen.

    In dieser Woche nun wurde Richtfest gefeiert, denn an der Nordostecke nimmt ein großer Hotelneubau Gestalt an. Die benchmark. REAL Estate Development GmbH hat den Neubau konzipiert. Einziehen werden hier gleich zwei ibis Hotels. Sie verfügen über eine Bruttogeschossfläche von rund 8.800 m² auf sieben Etagen. Die Hotels der Accor Gruppe werden über 125 (ibis) und 169 (ibis budget) Zimmer verfügen. Hinzu kommen 78 Tiefgaragenstellplätze, die von Apcoa gepachtet werden, und eine gut 300 m² große Einzelhandelsfläche. benchmark. hat das Grundstück im Jahr 2012 erworben und seitdem  insgesamt über 20 Millionen Euro in das Areal investiert. Damit werde eine Bedarfslücke in der Leipziger Innenstadt geschlossen, wo bisher Hotels im Budgetbereich gefehlt haben. Die beiden Hotels wurden bereits im Juni 2015 von benchmark. an ein Sondervermögen der BNP Paribas Real Estate Investment Management Germany veräußert.

    Daneben entsteht – gleich am Museumswinkel des Stadtgeschichtlichen Museums – das „Aderhold Haus“, ein Geschäftshaus.

    Und nun geht’s auch gleich am Nordwest-Winkel des Geländes an der Ecke Katharinenstraße / Brühl weiter. Hier soll in fünf Monaten der Bau des BernsteinCarrés Leipzig beginnen. Zur Freude des Entwicklers, der OFB Projektentwicklung GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen, ist das BernsteinCarré schon jetzt zum größten Teil vermietet. In dem Neubau in der Premiumlage zwischen Brühl und Katharinenstraße gibt es keine freien Büros mehr und nur noch wenige Restflächen im Bereich Retail/Einzelhandel.

    „Seit Bekanntwerden des Projektes erreichten uns Anfragen aus allen Teilen Deutschlands. Uns freut besonders, dass dieser finale Baustein am Museum der Bildenden Künste so gut angenommen wird. Als eine der letzten freien Bauflächen innerhalb der City gibt er dem Platz mit einer Mischung aus Einzelhandel, Wohnen und Büro jetzt endlich sein vollständiges Erscheinungsbild“, betont René Strauß, stellvertretender Niederlassungsleiter der OFB Projektentwicklung GmbH und Bauherr. Entworfen wurde die sechsstöckige Fassade des ca. 25 Millionen Euro teuren Neubaus von klm Architekten aus Leipzig.

    Gerade für die rund 2.000 Quadratmeter Einzelhandels- und Gastronomiefläche mehren sich die Anfragen.

    Für die künftigen ibis-Hotels an der Ecke Reichsstraße / Brühl wurde am 30. September Richtfest gefeiert. Foto: Ralf Julke
    Für die künftigen ibis-Hotels an der Ecke Reichsstraße / Brühl wurde am 30. September Richtfest gefeiert. Foto: Ralf Julke

    Mit der geplanten Fertigstellung des BernsteinCarré im Jahr 2017 zieht auf 600 Quadratmetern GINYUU im Südflügel entlang der Katharinenstraße ein, ein neues Asia-Systemgastronomiekonzept von Franchisegeber Kent Hahne. Segafredo Deutschland und Vapiano heißen seine bisherigen Konzepte. GINYUU paart asiatische Küche mit europäischen, kalifornischen und mexikanischen Einflüssen.

    Auf weiteren 700 Quadratmetern bieten zukünftig die Leipziger Gastronomen Rocco Fischer, Markus Richter und Kai Teubel ein modernes sowie kreatives Gastronomiekonzept mit einer internationalen Küche an.

    Aktuell stehen in dem Gebäudeteil des BernsteinCarré am Brühl noch ca. 350 Quadratmeter und in dem an der Katharinenstraße ca. 125 Quadratmeter für Unternehmen zur Verfügung.

    Auf der Brühl-Seite des BernsteinCarré sind die Büroflächen angeordnet. Hauptmieter EWERK will hier auf über 3.000 Quadratmetern ab der zweiten Etage künftig den IT-Fullservice seiner Standorte an einem Ort bündeln.

    „Große hochwertige Büroflächen in Innenstadtlage gibt es in Leipzig nur noch wenige. Für uns war es deshalb ein besonderer Glücksgriff, dass wir mit dem BernsteinCarré Flächen fanden, mit denen wir weiter wachsen können“, so die Geschäftsführer Hendrik Schubert und Frank Richter.

    Verantwortlich für die Vermietung der Büroflächen war BNP Paribas Real Estate. Geschäftsführer Stefan Sachse: „Auf dem Leipziger Büromarkt zeigt sich ein deutlicher Trend. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Leerstände halbiert und unsere Mieten liegen nur noch unwesentlich unter denen von Bremen, Dortmund und Essen. Die positive Nachfrageentwicklung nach hochwertigen Büroflächen in Toplage, in der das Projekt BernsteinCarré perfekt positioniert wird, ist einer der Hauptgründe für diesen schnellen Vermietungserfolg. Dass dies so ist, liegt auch an der steigenden Wirtschaftskraft starker Unternehmen aus der Region.“

    Im Südflügel des BernsteinCarré in der Katharinenstraße realisiert die OFB 14 attraktive City-Wohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern. Sie erhalten moderne, offene Grundrisse, Terrasse, Loggia oder Balkon. Ab Mitte 2016 können sich die ersten Mietinteressenten anmelden.

    Der Name des Leipziger BernsteinCarré entstand in Reminiszenz an die Erbengemeinschaft der Familie Bernstein und die Geschichte des Standorts als Großhandelsort hochwertiger Waren. Die Geschichte des Baugrundstücks Brühl / Ecke Katharinenstraße als Kaufmannssiedlung reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Ab dem 16. Jahrhundert stand hier bereits ein prachtvolles Wohn- und Geschäftshaus, das 1943 Bombenangriffen zum Opfer fiel. Im Juli 2001 erhielt die Erbengemeinschaft das Grundstück zurück und verkaufte es 2014 an die OFB Projektentwicklung, Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

    Von 2016 bis 2017 soll jetzt auf 7.300 Quadratmetern ein multifunktionales Wohn- und Geschäftshaus in bester Citylage mit sechs Obergeschossen entstehen.

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