Gefahrenstelle Nr. 8 im Leipziger Radnetz: Eine chaotische Kreuzung auf der Westseite des Hauptbahnhofs

Für alle LeserAber nicht nur der Radweg vorm Hauptbahnhof ist eine planerische Katastrophe. Wer gleich auf der Westseite des Hauptbahnhofs abbiegt, um irgendwie Richtung Berliner Straße / Wilhelm-Liebknecht-Platz / Eutritzscher Straße zu kommen, landet schon vorm Westeingang des Hauptbahnhofs in einem Dilemma.

Wirklich klar getrennt sind hier die Aufenthaltsflächen von Fußgängern und der Radweg sowieso nicht mehr. Und einfach stur geradeaus fahren wird hier lebensgefährlich, denn genau hier befindet sich eine Begegnungsfläche, auf der selbst die robusten Straßenbahnen immer wieder mit Kraftfahrzeugen zusammenkrachen. Von links überfahren Taxen die Gleise, um zum Stellplatz auf der Hbf-Westseite zu kommen, von vorn kommen die Pkw aus dem Parkgebäude oder von den Schnellabladern, die eilige Fahrgäste zum Hauptbahnhof gebracht haben. Auf der Fahrspur links drängeln sich Pkw auf den Platz, die eiligst zum Parkhaus wollen.

Wenn eine Straßenbahn kommt, ist die Platzfläche sowieso schnell zugestellt. Auf Fußgänger, die es meist eilig in den Hauptbahnhof zieht, achtet man ja sowieso.

Aber wo ist die Fortsetzung des Radweges?

Es gibt keine.

Ein winziges Schild weist auf der gegenüberlegenden Seite darauf hin, dass die Stadt die Radfahrer gern auf dem Fußweg haben möchte. Es gibt zwar das Schild, aber die Auffahrt ist nicht abgeflacht. Man ist also doch besser wieder mit Mountainbike unterwegs. Vor allem, weil der Fußweg gar nicht für die Begegnung von Radfahrern und Fußgängern ausgelegt ist. Im Gegenteil. Die gnadenvollen Werbeaufstell-Firmen haben extra noch eine dicke Litfaßsäule in den Weg gestellt, damit Radfahrer ja mit allem rechnen, was ihnen dahinter alles begegnen könnte – nicht nur Fußgänger, sondern auch Radfahrer.

Denn da die ganze Kurt-Schumacher-Straße keine Radwege besitzt, fahren viele Radler, die vom Wilhelm-Liebknecht-Platz kommen, gleich auf dem östlichen Fußweg, um – entgegen der Fahrtrichtung – auf den Radweg am Ring zu kommen.

Der üblichste Weg, den viele hier wählen, ist gleich Richtung Fußgängerüberweg vor der Westhalle. Denn sinnvolle Alternativangebote für Radfahrer, vor dem Hauptbahnhof den Ring ohne große Umwege zu überqueren, gibt es nicht.

Und da der Fußweg, auf den die Radfahrer eigentlich sollen, für den Normalbetrieb zu schmal ist, fahren viele Radfahrer dann doch lieber zwischen den Gleisen der LVB Richtung Berliner Straße. Eine kürzliche Anfrage an die LVB hat ja ergeben, dass man dort auf Jahre hinaus nicht an einen Umbau der Kurt-Schumacher-Straße denkt. Das kleine Schildchen unterm Fußgängerschild zeigt eigentlich deutlich genug, dass hier die Verkehrsplaner reineweg nur Bahnhof gedacht haben, Radfahrer aber irgendwie gar nicht erwartet haben. Wer will denn schon vom Hauptbahnhof in den Nordwesten? Das können doch nur Verrückte sein.

Was sagt der ADFC dazu?

Alexander John, Stellvertretender Vorsitzender des ADFC

Das ist eine wirklich schön verzwickte Lage neben dem Hauptbahnhof und sie zeigt sehr schön, wie Komplex Verkehrsplanung und Stadtentwicklung sind bzw. sein können.

Die LVB brauchen neben ihrer Stadtbahn – das sind die separaten Gleise zwischen Berliner Straße und Promenadenring – auch die Wendeschleife und die Wartebereiche für die Straßenbahnen und Busse, die zwar für den Linienbetrieb gebraucht werden, aber noch auf ihren Einsatz warten.

Der gesamte Raum ist durch die historische Mauer der Bahn und die Häuser begrenzt und so gibt es – gemessen an den Nutzungsanforderungen – nur wenig Raum zu verteilen.

Auch mit Taxen und Bussen muss man hier rechnen - aus unterschiedlichsten Richtungen. Foto: Ralf Julke

Auch mit Taxen und Bussen muss man hier rechnen – aus unterschiedlichsten Richtungen. Foto: Ralf Julke

Der Gehweg mit Zusatz „Rad frei“ erlaubt es Radfahrenden auf dem Gehweg gen Norden zu fahren, sie müssen aber nicht. Der Regelfall ist das Fahren auf und durch die Wartegleise – jedoch nicht auf dem separaten Gleiskörper, denn dieser darf weder von Zufußgehenden begangen/gequert werden noch von Radfahrenden oder mit Kfz befahren/gequert werden, ausgenommen davon sind Querungsstellen (§ 8 Abs. 5 StVO).

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans Freiladebahnhof West (manchmal auch Hbf Westseite) wurde der Bau einer Planstraße von der Berliner Straße bis zum Kurzzeitparkplatz an der Westseite festgeschrieben. Wird diese gebaut, ergeben sich auch Möglichkeiten der Neuorganisation des Verkehrs.

Die Erschließung des Parkhauses (und des Kurzzeitparkplatzes) könnte ausschließlich über diese Planstraße erfolgen. Man erspart sich damit die Querung der Kfz über die Gleise. Damit wird es am nördlichen Ausgang der Straßenbahnhaltestelle der Linie 9 und direkt am Ring etwas übersichtlicher für die Straßenbahnen/Busse und den Fuß- und Radverkehr.

Von der Kurt-Schumacher Straße geht es dann nur noch vor zum Ring. Kommt die Planstraße, erhöht sich die Attraktivität für den Parkbogen Ost und den Gohliser Bahnbogen. Denn man käme auf Höhe Berliner Straße an und könnte ohne Umschweife direkt in den Bahnhof (Gleis 1) fahren oder vor zum Promenadenring.

Die Kurt-Schumacher-Straße ist ca. 5,50 m breit und ist – so sie nicht zugeparkt wird – von der Breite her für einen 2-Richtungsverkehr geeignet. So weit die Theorie.

Man könnte diese Straße – so man das Parkverbot durchsetzt- auch als Fahrradstraße im Zweirichtungsradverkehr betreiben. Hauptproblem der Umsetzung könnten die 100 m zwischen Berliner Straße und Wilhelm-Liebknecht-Platz darstellen. Der Raum reicht zwar auch hier theoretisch aus, um den Radverkehr in Gegenrichtung zuzulassen, aber die Blockumfahrung könnte auch tückisch sein.

Großer Vorteil wäre, dass der Radverkehr erstmals am Liebknechtplatz auf der richtigen Seite ankommt und nicht kompliziert über die Gleise eiern muss, um zum Radweg zu gelangen – der ist nämlich nicht vor dem Finanzamt sondern auf der anderen Seite der Straßenbahnhaltestelle.

Es kann sein, dass sich mit der Sanierung der Blücherbrücke erst neue Möglichkeiten ergeben. Diese gehört allerdings noch zu den besseren schlechten Brücken und wird daher erst deutlich nach 2020 saniert.

Und weil die Frage aufkam: Bei all dem muss man allerdings festhalten, dass es sich um Überlegungen und Denkanstöße handelt, die auch noch auf ihre Umsetzbarkeit seitens der Verwaltung geprüft werden müssen. Es handelt sich nicht um Forderungen, sondern eher um Anregungen zur Diskussion, auch in der Hoffnung, dass am Ende die eine oder andere Verbesserung für den Rad- und Fußverkehr herauskommt.

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