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Metropolregion Mitteldeutschland beauftragt Studie zum Radschnellweg Halle-Leipzig

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    Mit dem Fahrrad direkt und schnell von Halle nach Leipzig und umgekehrt – die Idee schwebt schon seit fünf Jahren über der Region. Jetzt wird sie konkret, denn die Metropolregion Mitteldeutschland hat jetzt eine Potenzial- und Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Radschnellweg Halle-Leipzig in Auftrag gegeben. Die Studie soll bis Mai 2019 den zu erwartenden Bedarf, den möglichen Streckenverlauf sowie die notwendigen Kosten für das Vorhaben untersuchen.

    „Attraktive Radschnellverbindungen bieten die Möglichkeit, Pendlerverkehre in Ballungsräumen vom motorisierten Individualverkehr hin zum umweltverträglicheren Radverkehr zu verlagern und so Staus, Lärmbelastung und Schadstoffemissionen zu reduzieren. Mit der jetzt beauftragten Machbarkeits- und Potenzialstudie wollen wir untersuchen, wie groß das Potenzial einer solcher Verbindung zwischen den Städten Halle (Saale) und Leipzig ist und welche finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen dazu notwendig sind“, erklärt Jan Opitz, zuständiger Projektmanager der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH.

    „Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Mai 2019 vorliegen und bilden die Basis für alle weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte. Gleichzeitig sind sie Vorrausetzung für eine mögliche Förderung des Radschnellwegs Halle-Leipzig durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur“, so Jan Opitz weiter.

    In einem ersten Schritt wird die Studie den zukünftig zu erwartenden Bedarf für eine Radschnellverbindung Halle-Leipzig vor dem Hintergrund der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen beider Städte und ihres Umlandes untersuchen. Für eine mögliche Linienführung des Radschnellwegs werden im Rahmen der Analyse unterschiedliche Strecken hinsichtlich der notwendigen baulichen und organisatorischen Maßnahmen sowie der damit verbundenen Kosten untersucht.

    Im Ergebnis wird eine Vorzugsvariante für den Verlauf des Radschnellwegs Halle-Leipzig empfohlen werden. Darüber hinaus sollen Qualitätsstandards für die Planung und Realisierung des Radschnellwegs Halle-Leipzig festgelegt werden.

    Grundlage dafür ist das 2014 von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) veröffentlichte Arbeitspapier „Einsatz und Gestaltung von Radschnellverbindungen“. Danach sollen Radschnellwege wichtige Zielbereichen in Ballungszentren über größere Entfernungen mit Fahrgeschwindigkeiten von circa 30 km/h verknüpfen.

    Dazu muss die Trassenführung einen möglichst sicheren und weitgehend kreuzungsfreien Verkehr ermöglichen sowie Übergangspunkte an den ÖPNV bieten. So muss ein Radschnellweg breit genug sein, dass zwei Fahrräder nebeneinander fahren und ohne Störung durch ein drittes Fahrrad überholt werden können.

    Bei der Erstellung der Potenzial- und Machbarkeitsanalyse werden alle relevanten Akteure aus den beteiligten Kommunen und Landkreisen, den zuständigen Ministerien und Behörden sowie von zivilgesellschaftlichen Interessengruppen rund um den Radverkehr durch die beauftragten Planungsbüros eingebunden.

    Mit der Realisierung der Machbarkeits- und Potenzialstudie wurde die Metropolregion Mitteldeutschland im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung durch die Städte Leipzig und Halle (Saale) beauftragt. Das Vorhaben wird durch den Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

    In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.

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