Premierenfahrt für den Wasserstoffzug von Alstom in Ostdeutschland

Ab 2025 könnte eine saubere Zugverbindung nach Grimma und Döbeln Wirklichkeit werden

Für alle LeserDie Technologien sind alle schon da. Eine Zukunft ohne Öl und Kohle ist möglich – aber nur, wenn unsere Gesellschaft sich verändert und aus der Bequemlichkeit herauskommt. Ein Beispiel dafür ist die Wasserstofftechnologie, mit der nicht nur Autos, sondern auch Züge angetrieben werden können. Seit September 2018 ist der französische Konzern Alstom mit seinem Wasserstoffzug auf Werbetour durch Deutschland. Am Freitag, 1. Februar, gab es die erste Tour mit Wasserstoff vom Leipziger Hauptbahnhof nach Grimma.

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) präsentierte gemeinsam mit dem französischen Bahntechnik-Konzern Alstom sowie den Projektpartnern Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und dem ostdeutschen Wasserstoffcluster HYPOS den innovativen Wasserstoff-Brennstoffzellenzug erstmalig in Ostdeutschland im Live-Betrieb.

Der Coradia iLint ist weltweit der erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, welche die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt.

Unter den Augen der rund 150 geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie zahlreichen Eisenbahn-Enthusiasten der Region meisterte der Zug seine Premierenfahrt von Leipzig nach Grimma sowie zurück und überzeugte dabei vor allem mit Emissionsfreiheit, Geräuscharmut und seiner hohen Leistungsfähigkeit.

Während der Festveranstaltung am Bahnhof in Grimma wurde deutlich, wie Sachsens Schienennetz von der neuen Technologie profitieren kann. Denn der elektrische Ausbau des Streckennetzes kostet viel Zeit und vor allem Geld und findet daher schwerpunktmäßig in den Ballungsräumen statt. Eine Elektrifizierung der Strecke nach Grimma steht noch in den Sternen. Was tun?

Der Wasserstoffzug ist für den ZVNL eine sinnvolle Alternative für eine schnellere Einbindung von Zielen auch im ländlichen Raum – sei es für den Übergang bis zur Elektrifizierung oder als Dauerlösung.

Der Alstom-Zug vor dem Hauptbahnhof Leipzig. Foto: Frank Schütze

Der Alstom-Zug vor dem Hauptbahnhof Leipzig. Foto: Frank Schütze

„Der Schienenpersonennahverkehr erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Allein im Gebiet des ZVNL werden täglich 90.000 Fahrgäste befördert – Tendenz steigend. Seit der Eröffnung des City Tunnels in Leipzig erleben wir ein Plus von rund 30 Prozent bei der Anzahl an Fahrgästen“, erklärt Kai Emanuel, Landrat in Nordsachsen und zugleich Verbandsvorsitzender des ZVNL.

Aus diesem Grund sei es wichtig, frühzeitig die richtigen Rahmenbedingungen in der Region für die Mobilität der Zukunft zu schaffen. Gerade mit Hinblick auf die steigenden Miet- und Kaufpreise für Immobilien in den Metropolen und dem damit verbundenen Zuzug der Menschen in die Speckgürtel der Ballungsräume ist ein kontinuierlicher Ausbau des Schienennetzes unerlässlich.

„Um dies weiter voranzutreiben, haben wir uns als erster Zweckverband in Ostdeutschland intensiv mit dem Thema Wasserstoffzug beschäftigt. Diese Technologie kann es uns ermöglichen, das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz ohne hohe Elektrifizierungskosten bedarfsgerecht zu erweitern. Zudem dürfen Wasserstoffzüge im Gegensatz zu dieselbetriebenen Schienenfahrzeugen grundsätzlich Tunnel passieren – eine klassische Win-Win-Situation.

So können wir als ZVNL unser Nahverkehrsangebot in enger Abstimmung mit dem Busverkehr vor Ort sowie den zuständigen kommunalen Stellen weiterentwickeln. Damit sich noch mehr Menschen für den umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr entscheiden. Die Wasserstofftechnologie kann dafür ein wichtiger Baustein sein. Wir haben ab heute eine belastbare Grundlage für weitere Gespräche“, so Emanuel.

Dies sieht auch Henry Graichen so. Der Landrat des Landkreises Leipzig befürwortet vor allem einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs im ländlichen Raum. „Mit der Wasserstofftechnologie können wir zusätzliche Regionen an das S-Bahn-Netz anschließen, was bisher an der fehlenden Elektrifizierung von Schienenstrecken gescheitert ist. Gerade im Zusammenspiel mit dem jüngst gestarteten Modellprojekt ‚Muldental in Fahrt‘, welches das lokale Busnetz deutlich erweitert, kann die Erreichbarkeit und damit die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger außerhalb der urbanen Zentren verbessert werden“, so Graichen.

Im Landkreis Leipzig wurde dafür ein Raum im Korridor der Städte Bad Lausick, Brandis, Colditz und Grimma ausgewählt, in dem etwa 100.000 Menschen leben. „Mit der Wasserstofftechnologie gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Verbesserung des ÖPNV-Angebotes im ländlichen Raum.“

Der Alstom-Zug im Bahnhof Grimma. Foto: Frank Schütze

Der Alstom-Zug im Bahnhof Grimma. Foto: Frank Schütze

Und dazu kommt, dass die Wasserstofftechnologie in der Region längst heimisch ist. Hier wird schon lange an einer Energiezukunft jenseits der Kohle geforscht. Nur seltsamerweise kommt das in den Sonntagsreden der Regierungschefs nie vor, die immer noch behaupten, das Land könne auf Jahrzehnte nicht auf Kohle verzichten.

Dabei ist die Wasserstofftechnologie ein ganz zentrales Zukunftsthema.

„Die Wasserstoff-Technologie bietet vielfältige Potenziale für die erfolgreiche Gestaltung der Energiewende und des Strukturwandels in der Region. Aufbauend auf der exzellenten Forschungsinfrastruktur zum Thema Wasserstoff gilt es nun, wirtschaftliche Anwendungen in den Bereichen Energieversorgung, Industrie und Mobilität zu entwickeln“, betont Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland.

In der gemeinsam mit dem ZVNL durchgeführten Machbarkeitsstudie, die im März letzten Jahres vorgestellt wurde, sei der grundsätzliche Nachweis für den erfolgreichen Einsatz von Wasserstoff-Zügen im mitteldeutschen Schienenverkehr erbracht worden.

„Wenn es uns gelingt, diese Zukunftstechnologie als erste in Ostdeutschland auf die Schiene zu bekommen, wäre dies ein wichtiger Baustein für eine Wasserstoff-Modellregion mit bundesweiter Ausstrahlung“, so Jörn-Heinrich Tobaben weiter.

Und natürlich stimmt hier Kay Okon zu. Er ist Vorstandsmitglied im ostdeutschen Wasserstoffcluster HYPOS und lobt die zahlreichen wissenschaftlichen Vorarbeiten seiner Mitgliedsunternehmen bei diesem Thema und sieht die Zeit für eine konsequente Umsetzung in der Praxis gekommen.

Der Alstom-Zug am Bahnsteig 22 des Hauptbahnhofs Leipzig. Foto: Ralf Julke

Der Alstom-Zug am Bahnsteig 22 des Hauptbahnhofs Leipzig. Foto: Ralf Julke

„Seit unserer Gründung im Jahr 2013 konnten wir zahlreiche Forschungsprojekte zur Elektrolyse und auch zur Verträglichkeit von Wasserstoff auf andere Materialien realisieren. Der Einsatz des Wasserstoffzuges wäre ein neuer konkreter Anwendungsfall im Osten der Republik, den wir sehr begrüßen würden. Wir als HYPOS fördern auf Wasserstoff basierende Infrastrukturen in Mitteldeutschland, insbesondere Strukturen zur Erzeugung, Speicherung und Transport von Grünem Wasserstoff. Jeder Abnehmer dieses umweltfreundlichen Antriebsstoffs ist ein willkommener Teilnehmer im neuen Geschäftsfeld.“

Denn Wasserstoff ist nicht nur leicht als Treibstoff einsetzbar – er kann auch mit überschüssigen Strommengen aus alternativen Energien erzeugt werden, wenn Wind und Sonne mehr als benötigt Strom produzieren. Dann kann der Wasserstoff als Speichermedium genutzt werden. Auch die Verbundnetz Gas AG in Leipzig beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Speichermöglichkeiten für Wasserstoff.

Das kann ein wesentlicher Baustein für unsere Energiezukunft sein. Und der französische Bahntechnik-Konzern Alstom sieht echte Chancen, künftig die alten Dieselzüge, die auf deutschen Schienen unterwegs sind, durch saubere Wasserstoff-Traktionen zu ersetzen. Mit dem Coradia iLint verfügt Alstom über einsatzbereite Wasserstoffzüge, die als emissionsfreie Alternative auf nicht elektrifizierten Strecken fahren können.

„Damit eröffnen wir ein neues Zeitalter des Zugantriebs. Der Coradia iLint von Alstom ist geräuscharm und gibt lediglich Wasserdampf sowie Kondenswasser ab. Seine Praxistauglichkeit im Alltag hat er dabei längst bewiesen“, betont Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Alstom in Deutschland und Österreich. Und mit dem ZVNL hat er einen Partner vor Ort, der schon im März 2018 sein hohes Interesse an diesen Zügen bekundet hat.

Mit der nächsten Ausschreibung zum Fahrplanwechsel 2025 soll die direkte Anbindung des Leipziger Stadtgebiets ans Muldental sowie in Richtung Gera verbessert werden, hat der ZVNL schon im März betont. Für die Strecken Leipzig-Grimma-Döbeln und Leipzig-Zeitz-Gera hat er den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenzügen prüfen lassen. Die zugehörige Machbarkeitsstudie zeigte dann, dass dem Einsatz von Brennstoffzellen als Antriebstechnik für den Schienenpersonennahverkehr in Mitteldeutschland grundsätzlich nichts entgegensteht.

Erste Wasserstofftankstelle der Region Leipzig im Güterverkehrszentrum eröffnet

 

ZVNLGrimmaHyposWasserstoff
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
4 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

BSG Chemie vs. 1. FC Lok: Zuschauerzahlen bei Leipziger Derbys werden begrenzt
Beim letzten Derby in Leutzsch, dem Landespokal-Viertelfinale am 15.12.2018, verzichtete der 1. FC Lok komplett auf die Nutzung seines Kartenkontingents. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserAuf Forderung der Polizei werden die Derbys zwischen der BSG Chemie und dem 1. FC Lok Leipzig, am 6. Oktober in Leutzsch und am ersten April-Wochenende, vor weniger Zuschauern als möglich stattfinden. Für das Gastspiel des 1. FC Lok im Alfred-Kunze-Sportpark wird Lok nur 250 Gästekarten erhalten, dasselbe gilt auch für Chemie beim Rückspiel.
Rektorat der Uni Leipzig ruft zur Teilnahme am „globalen Klimastreik“ auf – Julis protestieren
Globaler Klimastreik von Fridays for Future am 20. September. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs könnte die bislang größte Demonstration der „Fridays for Future“-Bewegung werden: Für Freitag, den 20. September, sind Klimaaktivist/-innen in Leipzig und anderen Städten zum „globalen Klimastreik“ aufgerufen. Auch Wissenschaftler/-innen und viele andere Gruppen wollen sich der Demo anschließen. Das Rektorat der Uni Leipzig ruft Mitarbeiter/-innen der Hochschule ebenfalls zur Teilnahme auf. Das kritisieren nun die Julis, die Jugendorganisation der FDP.
Das Gejammer über Ökodiktatur und die Inkonsequenz Frankfurter Sparvorschläge
Kurz bevor der Bäcker öffnet. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserSeltsame Deutungskämpfe erlebt man dieser Tage, wo alles auf den großen Klimastreik am 20. September schaut, in den Spalten der großen (west-)deutschen Zeitungen. Die F.A.Z. diskutiert zum wiederholten Mal die schräge Frage „Mit Kompensationen das Klima retten?“ und fragt geradezu hemdsärmelig: „Muss die Demokratie durch eine ,Ökodiktatur‘ ersetzt werden?“ Die Proteste zur IAA haben die konservative Zeitung augenscheinlich zutiefst erschreckt.
Hat die Forschung überhaupt noch genug Zeit, die Folgen der Klimaerwärmung im Experiment zu erfassen?
Global Change Experimantal Facility (GCEF), ein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) betriebenes Freilandexperiment in Sachsen-Anhalt. Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserEs ist eigentlich eine vorsichtige Warnung, die jetzt Humboldt-Professorin Dr. Tiffany Knight von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit einer neuen Untersuchung ausspricht. Denn auch die Forscher wissen nicht, welche Folgen der Klimawandel tatsächlich für unsere Ökosysteme hat. Und das ist keine Entwarnung, auch wenn es zu wenig realistische Experimente gibt, die die Folgen simulieren.
Am 20. September verwandelt der PARK(ing) Day wieder Leipziger Stellplätze in lebendige Aufenthaltsorte
PARK(ing) Day auch mal in der Petersstraße. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserAm Freitag, 20. September, findet nicht nur der große Klimastreik mit Demo in der Leipziger Innenstadt statt. Es ist auch gleichzeitig wieder der Internationale PARK(ing) Day, der auch in Leipzig seit Jahren von mehreren Akteuren genutzt wird, die mit kreativen Ideen zeigen, was aus sonst mit Autos zugeparkten Straßen eigentlich alles gemacht werden könnte.
Klasse Deutsch: Filmscreening im Rahmen der Interkulturellen Wochen Leipzig mit Gästen und Gespräch
Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Was ist der Unterschied zwischen „finden“ und „erfinden“? Wie funktioniert ein Wörterbuch? Und wer ist Albert Schweinsteiger? Die B206 ist keine herkömmliche Schulklasse und der Unterricht folgt daher auch nicht den herkömmlichen Mustern. Maximal zwei Jahre hat die Lehrerin Zeit, Kinder, die aus dem Ausland neu in die Bundesrepublik kommen, auf das deutsche Schulsystem vorzubereiten.
Wandern nur lauter junge Männer nach Sachsen ein?
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZu unserem Beitrag „Eine Studie für Thüringen zeigt, was das Fehlen junger Frauen für Folgen für die Demokratie hat“ brachte Leser „Olaf“ mal wieder einen seiner gepfefferten Kommentare. Diesmal spitzte er sich in der Frage zu: „Ist es nicht vielmehr so, dass vorwiegend junge Männer hierher kommen? Hat da jemand Probleme mit dem wirklichen Leben?“ Zwei sehr suggestive Fragen. Aber die Antwort lautet in beiden Fällen: Nein. Auf zu den Fakten.
Das eigensinnige Kind: Ein Essay über das Drama des zur Anpassung gebrachten Kindes
Wolfram Ette: Das eigensinnige Kind. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Das eigensinnige Kind“ ist eigentlich ein Märchen, das die Brüder Grimm veröffentlicht haben. Eins der kürzesten und bedrückendsten – und damit wohl auch eins der wahrsten, das einen tiefen Einblick zulässt in die hochproblematische Dreiecksbeziehung Kind – Eltern – Gesellschaft. Denn wer kennt sie nicht, diese eigensinnigen Kinder, die immer wieder rebellieren gegen das Erzogenwerden und Bravseinmüssen? Die meisten waren selbst mal welche.
Reise nach Kenia oder AfD-Tolerierung: Die Sondierungsgespräche in Sachsen haben begonnen
Michael Kretschmer bei der umstrittenen Klimakonferenz am 22. Juni 2019 in Leipzig. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserSeit der Landtagswahl besitzen CDU und SPD keine Mehrheit mehr. Weil Ministerpräsident Michael Kretschmer sowohl ein Bündnis mit der AfD als auch eine Minderheitsregierung ausgeschlossen hat, müssen die bisherigen Koalitionäre nun zusätzlich mit den Grünen reden. Am Montag, den 16. September, fand in Dresden das erste von planmäßig drei Sondierungsgesprächen statt. Mitte Oktober wollen die Parteien entscheiden, ob sie Koalitionsverhandlungen aufnehmen.
31-jähriger Mann wegen Totschlags angeklagt: Prügel-Exzess in Nachtclub endet fatal
Konnte keine Erklärung für seine Tat liefern: Deividas R. (r., neben Verteidiger Matthias Luderer) am Montag im Landgericht. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserSeit Montag befasst sich das Leipziger Landgericht mit einem Fall von Totschlag. Ein 31-Jähriger soll seinen WG-Kumpel nach einer feuchtfröhlichen Nacht in einer Bar so brutal verprügelt haben, dass er an den Folgen starb. Die Sachlage erscheint vor allem dank einer Überwachungskamera klar – das Motiv dagegen rätselhaft.
Ticketverlosung: New York, New York – Ein Amerika-Abend

Foto: Antonius

VerlosungAm Freitag, dem 27. September, Beginn 18 Uhr, lädt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Leipzig zu einem Amerika-Abend in das Café Eigler im Capa-Haus, Jahnallee 61, ein. Geboten wird neben typisch amerikanischen Snacks eine Lesung aus Franz Kafkas Roman „Amerika“, der die Situation eines europäischen Einwanderers bei der Ankunft im New Yorker Hafen schildert. Freikäufer haben die Möglichkeit, 1x2 Freikarten zu ergattern.
Am 19. September: Leipzig zeigt sich. Begegnung im Alten Rathaus – Gespräch mit Meigl Hoffmann
Das Alte Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Donnerstag, den 19. September, startet um 19 Uhr die Auftaktveranstaltung der neuen Veranstaltungsreihe Leipzig: Zeigt sich! Begegnung im Alten Rathaus mit dem bekannten Kabarettisten Meigl Hoffmann.
Am 5.Oktober: Deutsch-deutsches Chorkonzert mit cantica nova (Holzkirchen) und madrigio (Leipzig)
© Kammerchor Madrigio

© Kammerchor Madrigio

Passend zum 30jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution findet die Begegnung der Chöre cantica nova (Holzkirchen) und madrigio (Leipzig) statt. Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame Chorkonzert am 05.10.2019 um 17:00 Uhr in der Alten Börse Leipzig (Eintritt frei). Es werden u.a. Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy und Reger, aber auch von Lauridsen, Miškinis und Gjeilo erklingen.
Die Autokrise schwelt schon seit drei Jahren und Autobauer verlieren ihre Rolle als Motor der Wirtschaft
Sand im Getriebe vor der IAA. Foto: Jens Volle

Foto: Jens Volle

Für alle LeserWenn die Bosse der großen deutschen Autokonzerne auch nur ein wenig aufmerksam gewesen wären, dann hätten sie schon 2014 das Ruder herumgeworfen. Denn das, was jetzt am Wochenende der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt passiert ist, ist auch der Automobil International (AMI) passiert. Nur etwas stiller. Nachdem kurzfristig reihenweise Autohersteller absagten, wurde die AMI 2016 abgesagt. Für immer.
globaLE Filmfestival: Venezuela, Israel, Deutschland
UT Connewitz. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Drei Veranstaltungen finden diese Woche wieder im Rahmen des Leipziger globaLE Filmfestivals statt. Diese Woche laufen Filme mit anschließenden Diskussionen in der Villa Davignon, im UT Connewitz und im Geschwister-Scholl-Haus. Der Eintritt ist jeweils frei.