Verkehrsbetriebe investieren 2019 fast 29 Millionen Euro in Gleise und Haltestellen

Für alle LeserSeit ein paar Jahren haben es die Leipziger Verkehrsbetriebe richtig zu spüren bekommen, dass man vorher jahrelang auch an der Substanz gespart hatte. Im Netz gab es lauter Langsamfahrstellen, die Fahrpläne gerieten durcheinander, gerade Weichen und Kreuzungen ließen die Räder kreischen vor Missvergnügen. Deswegen wurden in den letzten Jahren die Investitionssummen für die Infrastruktur deutlich erhöht. Und auch 2019 werden fast 29 Millionen Euro verbaut.
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Wenn sie verbaut werden. Das Thema tat sich ja vor zwei Jahren zum ersten Mal auf, da bekamen die LVB erstmals nicht alle Bauprojekte im geplanten Jahr am Markt platziert. Die Tiefbaufirmen waren ausgebucht bis zur Halskrause.

„Das war für uns eine völlig neue Erfahrung“, sagte Dirk Sikora, der bei den LVB für diese Bauprojekte zuständig ist, am Mittwoch, 20. Februar, als die LVB ihr Baustellenpaket für 2019 vorstellten.

2017 hatte man schon den Investitionspegel von 25 Millionen Euro erreicht, 2018 waren es 27 Millionen. 2019 sollen es 28,7 Millionen Euro werden.

„Und wir werden bei der Belastung im Netz auch in den nächsten Jahren auf diesem Niveau investieren müssen“, sagt Ronald Juhrs, der Technische Geschäftsführer der LVB. „Eher noch mehr.“

Denn wenn man steigende Fahrgastzahlen transportieren will, wird man um mehr Transportkapazität nicht herumkommen. Und gerade im inneren Stadtbereich wird sich die Belastung der Gleise noch erhöhen. Am stärksten belastet sind ja die Gleise im Innenstadtring. Ein Teil davon östlich von der Haltestelle Hauptbahnhof wird ja ab August komplett erneuert (Nr. 11 im Baustellenplan). Die starke Abnutzung seit der letzten Erneuerung im Jahr 2006 macht sich bemerkbar.

Und so langsam drängt die Frage: Wie soll der ÖPNV um den Ring künftig organisiert sein, wenn die Fahrgastzahlen tatsächlich weiter steigen?

Innerhalb von fünf Jahren konnten die Verkehrsbetriebe ihre Fahrgastzahl seit Eröffnung des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes um 15 Prozent, also um 20 Millionen steigern.

„Im Alltag spüren unsere Kunden diesen Zuwachs in den Fahrzeugen, aber auch an Haltestellen. Besonders an den zentralen Umstiegspunkten wie am Hauptbahnhof wird es spürbar voller, sodass wir hier Platz schaffen müssen. Deswegen wird es auch in 2019 umfangreiche Arbeiten rund um den Hauptbahnhof geben müssen, um die Leistungsfähigkeit an diesen zentralen Zugangpunkten zu erhöhen“, so Ronald Juhrs.

Die Baumaßnahme an der Haltestelle Hauptbahnhof ist nur eine von 13 Baumaßnahmen der LVB in diesem Jahr. Sie wird die Fahrgäste vom 18. August bis zum 8. Oktober im Atem halten.

Fortgesetzt wird die gemeinsame Baumaßnahme mit der Stadt Leipzig und den Leipziger Wasserwerken an der Plagwitzer Brücke. Man verliert ja so eine Baumaßnahme fast aus dem Blick, wenn die drüberführende Linie 14 emsig Umleitung fährt. Aber nach fast zwei Jahren Bauzeit soll die Plagwitzer Brücke ja am 13. Oktober fertig sein. Vorher dürfen die LVB ran und nicht nur wieder ihre Gleise über die Brücke legen, sondern die Haltestelle westlich der Brücke neu und barrierefrei ausbauen. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. (Baustelle Nr. 1)

Gleichzeitig beginnt das gemeinsame Bauvorhaben Huttenstraße, zwischen Pfeilstraße bis Gerhard-Ellrodt-Straße (Nr. 2). Das machte ja 2018 Furore, weil die LVB melden mussten, dass für dieses immerhin 5,3 Millionen Euro schwere Bauprojekt einfach kein Angebot eingetroffen war, das mit dem geplanten Budget umzusetzen wäre.

Wenn alle Baufirmen ausgelastet sind, beginnt oft auch schon das Pokern und versuchen einzelne Auftragnehmer Preise durchzusetzen, die weit über das bislang Marktübliche hinausgehen. „Das können wir natürlich nicht mitgehen“, sagt Sikora, Bereichsleiter Infrastruktur. Denn dadurch würde das Preisniveau insgesamt in Regionen steigen, die aus LVB-Sicht nicht mehr vertretbar sind. Da verschiebt man so ein wichtiges Projekt lieber um ein Jahr und zieht vor allem auch wichtige Ausschreibungszeiträume vor.

„Bislang war es normal, dass wir am Jahresende unsere Planungen fertig hatten und im Januar ausgeschrieben haben“, so Sikora. „Aber die Erfahrung zeigt uns jetzt, dass wir unsere Ausschreibungen vorziehen müssen. Denn die meisten Baufirmen haben im Januar ihre Auftragsbücher schon voll.“

Deswegen habe man die wichtigsten Projekte diesmal schon im November ausgeschrieben. Denkbar sei künftig sogar der Oktober, so Sikora.

„Neben den Maßnahmen zum grundhaften Ausbau unseres Netzes führen wir auch die verschiedensten Maßnahmen der Instandhaltung und Gleispflege durch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die konsequente Erneuerung der Stromversorgung, um auch in Zukunft die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Energie zu sparen“, so Dirk Sikora.

Die Erneuerung der 48 Bahnstromwerke wird die LVB bis 2022 beschäftigen (Nr.13). Dabei geht es nicht nur um die Erneuerung der Technik und der Bahnstromkabel, die oft schon 50 bis 60 Jahre alt sind. Gleichzeitig wird die Technik so aufgerüstet, dass der Gleichstrom für die Straßenbahnen künftig von 600 auf 750 Volt hochgesetzt werden kann. Das erhöhe nicht nur die Leistungsfähigkeit der Straßenbahnen, so Juhrs, sondern spare im Effekt auch mindestens 3 Prozent Strom.

Die LVB-Bauvorhaben 2019. Grafik: LVB

Die LVB-Bauvorhaben 2019. Grafik: LVB

Die restlichen Baumaßnahmen kurz und knapp:

Nr. 3 Instandhaltung der Gleisschleife Mockau, gleich das erste gestartete Projekt des Jahres. Eigentlich soll ja ab 2022 die ganze Streckenführung in Mockau neu gebaut werden. Aber die Gleisschleife muss bis dahin weiter dienen. Sie war so heruntergefahren, dass die Instandsetzung zwingend nötig war.

Nr. 4 Instandhaltung am Gleisbogen Wiedebachstraße/Arno-Nitzsche-Straße 4. bis 24. März

Nr. 5 Instandhaltung in der Gohliser Straße zwischen Fritz-Seger-Straße und Menckestraße vom 25. März bis zum 28. April.

Nr. 6 Instandhaltung der Gleiskurve Bornaische Straße /Höhe Meusdorfer Straße. Das Stück sollte eigentlich mit der Komplexmaßnahme Bornaische Straße mitgemacht werden, aber die wird frühestens 2020 beginnen. Aber das Stück ist verschlissen. „Da fallen uns momentan die Schienen auseinander.“ Bauzeit: 23. April bis 5. Mai.

Nr. 7 Grunderneuerung der Kreuzung Dresdner/Wurzner Straße und Dresdner Straße/Salomonstraße. Gesamtsperrzeit: 6. Mai bis 10. Juni.

Nr. 8: Grunderneuerung der Gleisschleife am neuen Messegelände, 2 Millionen Euro teuer. Aber die Schleife ist ja auch schon über 20 Jahre in Dienst. Bauzeit: 11. Juni bis 18. August.

Nr. 9: Grunderneuerung des Straßenbahnübergangs Südstraße an der Leipziger Straße in Taucha. Bauzeit: 8. Juli bis 30. August.

Nr. 10 Instandhaltung an der Haltestelle Stahmelner Staße. Hier muss das Stück gebaut werden, das beim Haltestellenneubau als Umleitungsstrecke diente.

Nr. 12 Ausbau der Gleisschleife samt barrierefreiem Umbau der Haltestelle in Grünau-Nord. 1,5 Millionen Euro. Bauzeit: 30. September bis 12. Dezember.

Die Haltestelle am Hauptbahnhof wird entrümpelt und noch einmal fit gemacht

LVB
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