Mit dem 24. September sowie dem 3. und 17. Dezember soll es im laufenden Jahr 2023 insgesamt drei verkaufsoffene Sonntage in Leipzig geben. Das ist ein Ergebnis aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Einen entsprechenden Verwaltungsvorschlag bringt die Stadt nun in die Ratsversammlung ein. Werden die Rechtsverordnungen dann durch den Stadtrat beschlossen, dürfen die Geschäfte im Zentrum an diesen Tagen von 12 bis 18 Uhr öffnen.

Dass es genau die drei vorgeschlagenen Termine werden sollen, hat natürlich konkrete Gründe. So finden im Zeitraum vom 22. September bis zum 1. Oktober in der City die viel frequentierten Leipziger Markttage 2023 statt. Das bunte Treiben aus Handel und Gastronomie wird immer auch von einem vielfältigen Kulturprogramm begleitet. Im vergangenen Jahr gab es dabei beispielsweise die erste Weltmeisterschaft im Zubereiten von Quarkkeulchen sowie das 13. internationale Drehorgeltreffen.

Die beiden verkaufsoffenen Dezember-Sonntage hingegen fallen in den Zeitraum des jährlich von rund 2,3 Millionen Besuchern angesteuerten Leipziger Weihnachtsmarktes. Alleine an den Sonntagen hatte die Stadt hier jeweils 120.000 Marktbesucher gezählt. Damit stellt der Weihnachtsmarkt eine der wichtigsten vergleichbaren Veranstaltungen in Mitteldeutschland dar und findet diesmal vom 28. November bis 23. Dezember 2023 statt.

Dass die drei von der Verwaltung vorgeschlagenen Sonntage von der Ratsversammlung gekippt werden, steht kaum zu befürchten. „Bereits in den vergangenen Jahren wurden Rechtsverordnungen über verkaufsoffene Sonntage durch die Stadt Leipzig erlassen. Basis ist der Paragraph 8 Absatz 1 des Sächsischen Ladenöffnungsgesetzes. Mit der Begrenzung auf den Stadtteil Zentrum trägt die Stadt der Entscheidung des OVG Bautzen vom 31. August 2017 zu verkaufsfreien Sonntagen in Leipzig Rechnung“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Mit ihrem Vorschlag schöpft die Leipziger Verwaltung den im erwähnten Paragrafen des Sächsischen Ladenöffnungsgesetzes vorgegebenen Maximalrahmen noch nicht einmal aus. Denn möglich wären pro Jahr sogar bis zu vier Shopping-Sonntage im Herzen der Stadt.

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