Händler und Kunden freut’s: Wochenmärkte bleiben offen

Für alle LeserDie 15 Leipziger Wochenmärkte werden vorerst nicht geschlossen. Darüber informierte die Stadt am Dienstag. So können die Leipziger weiter an der frischen Luft regional einkaufen und helfen den Markthändlern beim Erhalt ihres Geschäfts. Denn auch sie sind nicht auf Rosen gebettet. Der traditionelle Ostermarkt muss dagegen ausfallen.

Es mag den einen oder anderen regelmäßigen Marktgänger in den vergangenen Tagen umgetrieben haben: Wenn Großveranstaltungen und Massenansammlungen mittlerweile verboten sind, werden dann auch die 15 Leipziger Wochenmärkte, auf denen täglich frische Waren feilgeboten werden, geschlossen? Nein!

Das teilte die Stadt am Dienstag per E-Mail mit. „Regionale, frische Waren, kurze Wege, nachvollziehbare Lieferketten: Die Leipziger Wochenmärkte bleiben – wie in vielen deutschen Großstädten – weiter geöffnet. Sie sind eine gute Einkaufsmöglichkeit an frischer Luft, ohne Kontakt zu Türen, Regalen, Warenkörben – und mit freundlicher, kompetenter Bedienung“, so die Stadtverwaltung. Ausgenommen davon ist der Ostermarkt mit der traditionellen Ostermesse, dieser muss ausfallen. Grund dafür ist die Allgemeinverfügung der Stadt Leipzig.

Trockenobsthändler und Markt-Unikat Hendrik Jetten ist froh über die Mitteilung der Stadt. „Die konstante Öffnung des Marktes ist für uns Markthändler immens wichtig.Wir Händler sind prinzipiell abhängig von regelmäßigen Einnahmen.“ Froh sind die Dauerhändler auch aus einem anderen Grund. „Ein großes Problem ist , dass man bei höheren Gewalt sein Standgebühr trotzdem zahlen muss, wenn man einen Jahresvertrag mit dem Marktamt abgeschlossen hat“, so Jetten. „Eine Absage würde für uns Händler keine Umsätze und trotzdem hohe Kosten bedeuten.“

Der gebürtige Niederländer hofft nun, dass die Lage so bleibt. Nach der Information der Stadt an die Händler war er direkt in den Wareneinkauf übergegangen. „Wenn jetzt Freitag oder nächste Woche entschieden wird, dass der Wochenmarkt auch geschlossen wird, habe ich – und mit mir viele andere Händler – ein Problem. Ich muss meine Rechnung bezahlen.“

Angst vor einer Infektion durch Kunden hat der ehemalige Vorsitzende des Markthändlerverbands jedenfalls nicht, obwohl er ob seines Alters zur Risikogruppe gehört. „Ich halte grundsätzlich nichts von ‚Was wäre wenn…‘. Das geht dann meines Erachtens Richtung selbsterfüllende Prophezeiung. Nennen wir es einfach Karma, wenn es passiert, passiert es.“

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