Artikel aus der Rubrik Forschung

Winzigen Gehörknöchelchen auf der Spur

Besaßen auch die Neandertaler schon ein komplexes Sprachvermögen?

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, A. Stoessel & P. Gunz

Er ist derzeit der meistbefragte Unbekannte in der Vorzeitforschung: der Neandertaler, jener seltsame Verwandte, der schon Jahrhunderttausende in Europa lebte, bevor vor 40.000 Jahren der moderne Mensch aus Afrika zuwanderte. Und dann starb er einfach aus. Dabei scheint er sogar ganz ähnliche Sprechfähigkeiten wie wir heute besessen zu haben, vermuten jetzt ein paar Leipziger Wissenschaftler. Anmelden und weiterlesen.

UFZ-Wissenschaftler entwickeln ein Modell zur Vorhersage von Stresskapazitäten

Umweltstress kann die Wirkung von Schadstoffen in Ökosystemen bis zum 100-fachen erhöhen

Foto: UFZ / André Künzelmann

Der Mensch hat sich zur größten Umweltbelastung weltweit entwickelt. Das erstaunliche ist: Oft werden die Schäden, die er an seiner Umwelt anrichtet, nur separat betrachtet. Als wenn der Plastikmüll an der einen Stelle mit dem CO2 an anderer Stelle und den Pestiziden an dritter Stelle nichts zu tun hätte. Doch die simple Wahrheit ist: Die Schädigungen, die der Mensch durch seine Lebensweise anrichtet, summieren sich zu einem multiplen Umweltstress. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Forscher entschlüsseln uralte Proteine von Neandertalern aus dem Châtelperronien

Ein Baby ordnet die Grotte des Fées jetzt in die Geschichte der Neandertaler ein

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, M. Hardy

Dieser verflixte Neandertaler. Erst galt er ja als unser aller direkter Urahn. Dann wurde er einfach mal aus dem Stammbaum geschmissen und zum fernen Vetter erklärt, der noch ein Weilchen neben unseren frisch aus Afrika zugewanderten Vorfahren leben durfte. Und dann ausstarb, so wie das Mammut. Doch irgendwie war er wohl doch nicht der tumbe Bursche, als der er oft genug gemalt wurde. Selbst das Châtelperronien gehört zu seinen Zivilisationsleistungen. Was aber nicht bewiesen war. Anmelden und weiterlesen.

HTWK-Professor Andreas Thiesen fordert ein Umdenken in der Stadtteilförderung

Benachteiligte Stadtviertel sind keine sozialen Brennpunkte sondern entstehen durch falsche Stadtpolitik

Foto: HTWK

Eigentlich hat er nur einmal gründlich nachgedacht. Was man von einem Wissenschaftler eigentlich erwartet. Aber viel zu Viele latschen althergebrachten Formeln und Meinungen hinterher, wollen es sich auch mit der Politik nicht verscherzen. Und so ist die deutsche Förderung für Städte noch immer fokussiert auf „soziale Brennpunkte“. Es gibt aber keine, sagt der Leipziger Sozialwissenschaftler Prof. Andreas Thiesen. Anmelden und weiterlesen.

Sächsische Forschungsförderung

Fördergelder für Forschung sind in Sachsen viel zu knapp bemessen

Foto: Ralf Julke

Fast könnte man das Gefühl bekommen, die aktuelle CDU/SPD-Regierung in Sachsen habe einen völlig maroden Etat übernommen und kratze nun die letzten Mäuse zusammen. Das trifft augenscheinlich auch das viel gepriesene Steckenpferd Forschungsförderung. Der Freistaat knausert lieber, als Forschung wirklich zu befeuern. Das kritisiert die Hochschulsprecherin der Grünen, Dr. Claudia Maicher. Anmelden und weiterlesen.

Erst große Artenvielfalt macht Wiesen zu Dienstleistern im Ökosystem

Blühende Wiesen unter der Lupe Leipziger Grasland-Forscher

Foto: UFZ / André Künzelmann

Alles an einer Wiese ist wichtig. Und je bunter sie ist, umso komplexer und stabiler ist eine Wiese als Ökosystem. Und irgendwie sind Wiesen – so einfach sie aussehen – das beste Labor dafür, wenn man herausfinden will, wie komplex Ökosysteme sein müssen, damit sie als Lebensraum für die unterschiedlichsten Lebewesen funktionieren. Deswegen gehören Wiesen zum Arbeitsprogramm der Forscher vom UfZ-Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Sachsens Hochschulen im Jahr 2015

Weniger Drittmittel, weniger Forschung, weniger Stellen für Wissenschaftler

Foto: Ralf Julke

Das Jahr 2015 hat so richtig eingeschlagen beim Personal an Sachsens Hochschulen. Zum ersten Mal wurden die Folgen der Personalkürzungen sichtbar, die die seinerzeitige CDU/FDP-Regierung beschlossen hatte. Aber es war auch das Jahr, in dem sächsische Hochschulen gleich mehrere drittfinanzierte Projekte verloren. Auch damit gehen hunderte wissenschaftliche Arbeitsplätze verloren. Anmelden und weiterlesen.

Wissenschaftler Carsten Meyer erhält ein Freigeist-Stipendium der VolkswagenStiftung

Leipziger Forscher erhält knapp eine Million Euro für Biodiversitätsforschung

Foto: Stefan Bernhard, iDiv

Am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig wird der gelernte Biologe in den kommenden fünf Jahren damit die gesellschaftlichen Ursachen des weltweiten Artenschwundes untersuchen. Das Aufdecken der komplexen globalen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Landnutzung und Biodiversität soll künftig helfen, die Artenvielfalt wirkungsvoller schützen zu können. Anmelden und weiterlesen.

Neues Geld für die Atmosphärenforschung

Leipzigs Meteorologen können wieder drei Jahre lang mit dem Flugzeug HALO auf Forschungsflüge gehen

Foto: Prof. Dr. Manfred Wendisch/LIM Universität Leipzig

Forschung in Leipzig hängt nicht nur davon ab, ob Forschungsgelder für hiesige Hochschulen genehmigt werden. Manchmal ist man beim Forschen auch einfach darauf angewiesen, dass man die teuren Geräte Anderer mitnutzen darf. Zum Beispiel ein teuer umgebautes Spezialflugzeug zur Erforschung der höheren Erdatmosphäre. So etwas brauchen zum Beispiel die Meteorologen der Universität Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Heiratsmarkt, Familie, Ehe-Chancen

Warum viele Mädchen sich durch arbeitslose Väter nicht entmutigen lassen und trotzdem lernen

Foto: L-IZ

Wenn Wirtschaftstheoretiker zu Soziologen werden, dann kommt ungefähr das dabei heraus, was Steffen Müller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) jetzt in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg herausbekommen hat. Die Studie war den möglichen Ursachen von Jugendarbeitslosigkeit gewidmet. Und dann so etwas: Es menschelt. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Forscher beim Lesen uralter Spuren

Schon vor 1,5 Millionen Jahren spazierte der Mensch hoch erhobenen Hauptes durch die Steppen Kenias

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, Kevin Hatala

Oha, hätte Sherlock Holmes gesagt, das hätte ich mir doch denken können. Denn der berühmte Detektiv ging ja an seine Kriminalfälle, wie es Wissenschaftler mit ihren Forschungsgegenständen auch tun. Und Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie haben sich jetzt 1,5 Millionen Jahre alte menschliche Fußspuren vorgenommen. Wer es getan hat, wussten sie ja schon. Jetzt ging es um die Frage: Wie ging er? Und mit wem? Anmelden und weiterlesen.

Finanzierungszusage über weitere vier Jahre für das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung

36,5 Mio Euro Förderung für iDiv-Leipzig-Halle-Jena

Foto: Stefan Bernhardt, iDiv

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat sich mit Erfolg um eine weitere Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beworben. Nach einer internationalen Begutachtung im April beschloss die DFG auf ihrer Hauptausschuss-Sitzung am Dienstag in Mainz, dass das DFG-Forschungszentrum iDiv über weitere vier Jahre finanziert werden soll. Anmelden und weiterlesen.

Erschreckende UN-Bilanz: Bis zu 150 Arten gehen täglich verloren

Internationale Konferenz in Leipzig: Größtes Artensterben seit dem Ende der Dinos

Foto: Freeimages

Vom 4.- 8. Juli 2016 findet in Leipzig die GEO BON Open Science Conference statt. Mehrere hundert internationale Experten kommen hier im Rahmen des globalen Beobachtungssystems für biologische Vielfalt GEO BON zusammen. Auch um unter anderem globale Standards zur Erhebung und Zugänglichkeit von Daten zu bestimmen. Denn um das globale Problem „Biodiversitätsverlust“ vollständig erfassen und bekämpfen zu können, braucht es eine solide Datenbasis. Anmelden und weiterlesen.

Vielversprechenden Ansatz zur Gewichtsreduktion und Verbesserung der Insulinresistenz im braunen Fettgewebe gefunden

Leipziger Forscher: Fettgewebe soll bei der Gewichtsabnahme helfen

Foto: Freeimages

Es klingt im ersten Moment widersprüchlich: Fettgewebe soll bei der Gewichtsabnahme helfen. Doch tatsächlich haben jetzt Forscher des IFB AdipositasErkrankungen der Uni Leipzig einen vielversprechenden Ansatz zur Gewichtsreduktion und Verbesserung der Insulinresistenz im braunen Fettgewebe gefunden. Anmelden und weiterlesen.

Immer sind die Mütter schuld

Wie junge männliche Rhesusaffen früh dazu erzogen werden, Mamas Kuschelecke zu verlassen

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie, Bonn Aure

"Mütter machen einen Unterschied", titelt das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zu einer neuen Nachricht aus dem Kosmos der Forscher, die eben nicht nur die Menschwerdung im Fokus haben, sondern auch die Affen genau beobachten. Kann es sein, dass sich viele menschliche Sozialisierungsprozesse auch schon bei Affen finden? Bei Rhesusaffen zum Beispiel? Anmelden und weiterlesen.

„Unser Gedächtnis ist nicht für die Vergangenheit, sondern für die Zukunft gemacht“

Roland Benoit erforscht am CBS, wie wir unsere eigene Erinnerung schaffen oder auch nicht

Grafik: Myriam Benoit

Eigentlich forscht das Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften direkt auf dem Nachbarfeld des ebenfalls in Leipzig heimischen MPI für evolutionäre Anthropologie. Die einen erforschen, wie wir zum Menschen wurden, die anderen beschäftigen sich mit dem, was uns zu Menschen macht: unserem Gehirn, diesem komischen Gedächtnis- und Planungsapparat. Anmelden und weiterlesen.

Spiel lieber mit Anna! Daisy schummelt immer

Fünfjährige warnen Gleichaltrige vor Spielverderbern, aber wann wird daraus Klatsch und Tratsch?

Grafik: MPI für evolutionäre Anthropologie

Wer hätte das gedacht. Diese Biester. Oder ist das sogar eine echte positive Kompetenz, die da schon Kindergartenkinder beherrschen, wenn sie über ihre Altersgenossen erzählen? Die Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig sind da jedenfalls rigoros, wenn sie titeln: „Fünfjährige beeinflussen den Ruf anderer mit Klatsch und Tratsch“. Anmelden und weiterlesen.

Neue Ergebnisse aus dem genetischen Geschichtsbuch der Steinzeit

Mindestens vier große Einwanderungen in den letzten 40.000 Jahren haben den modernen Europäer hervorgebracht

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, Martin Frouz and Jiří Svoboda

Welches Potenzial die Genom-Analyse uralter Fossilien hat, das wird immer deutlicher, je öfter Forscher wie die vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie die sterblichen Überreste von Menschen aus den vorhistorischen Epochen untersuchen. Jetzt basteln sie gerade an einer Art Stammbaum für die letzten 45.000 Jahre. Anmelden und weiterlesen.

Die Spur einer 500.000 Jahre alten Tragödie

Bissspuren erzählen vom gewaltsamen Ende eines Menschen in der Urzeit des heutigen Marokkos

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Dass der Mensch vor einigen hunderttausend Jahren nicht unbedingt immer das oberste Glied in der Nahrungskette war, sondern auch selbst manchmal auf dem Speiseplan anderer Tiere stand, war eigentlich zu vermuten. Der Jäger wurde, wenn er nicht aufpasste, natürlich selbst zum Gejagten. Nun konnte mit einem Oberschenkelknochen aus einer Höhle in Marokko erstmals eines dieser alten Dramen belegt werden. Anmelden und weiterlesen.

Relikte aus der Bodenreformzeit

Am Grassi Museum für Angewandte Kunst sind Rückforderungsansprüche weitestgehend abgeschlossen

Foto: Daniel Thalheim

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 30Wenn von Rückforderungsansprüchen und Restitution gesprochen wird, denkt man schnell an die durch die Nationalsozialisten vorgenommenen Enteignungen jüdischer Familien und die Zwangsverkäufe von Kulturgegenständen. Ein weiteres Feld öffnet sich rund um die Themen sowjetische Besatzungszeit, DDR und Bodenreformen. Auch das Leipziger Grassi Museum erzählt bei näherem Hinblicken eine interessante Geschichte. Anmelden und weiterlesen.