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Bildung

Kieselalgen haben einen molekularen Lichtschalter: Leipziger Forscher suchen jetzt nach einer Nutzbarmachung

Lichtmikroskopische Aufnahme der Kieselalge.
Kieselalgen spielen für die Wasserqualität und für das Weltklima eine wichtige Rolle. Sie erzeugen einen großen Teil des Sauerstoffs in der Erdatmosphäre und bewerkstelligen etwa ein Viertel der globalen CO2-Assimilation, wandeln also Kohlenstoffdioxid in organische Stoffe um. Ein entscheidender Faktor dabei sind ihre Lichtrezeptoren. Forscher der Universität Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung haben nun herausgefunden, dass die Art des Lichts den Kohlenstofffluss in den Algen steuert. mehr…


Leuchtende Städte: Künstliches Licht lässt Leipziger Amseln länger nach Nahrung suchen

Leipziger Amsel beim abendlichen Konzert.
Künstliches Licht verlängert die Nahrungsaufnahme bei Amseln. Vögel im Stadtzentrum sind deshalb nicht nur wesentlich früher, sondern auch länger aktiv als ihre Verwandten in dunkleren Stadtvierteln. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung an rund 200 Amseln in Leipzig, die im Rahmen des Forschungsverbundes „Verlust der Nacht" durchgeführt wurde. mehr…


Moderne Sklaverei: Forschungsprojekt an der Uni Leipzig beschäftigt sich mit Menschenhandel in Deutschland und Frankreich

Der § 232 StGB.
Nicht immer sind sie jung und stammen aus osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder Ungarn. "Opfer von Menschenhandel können auch ältere Frauen aus der Bundesrepublik sein, die sich in einer Zwangslage befinden und dadurch zur Prostitution gezwungen werden", sagt Prof. Dr. Rebecca Pates, Politikwissenschaftlerin an der Universität Leipzig. "Unser alltägliches Verständnis von Menschenhandel ist geprägt durch popkulturelle Phänomene wie Spielfilme, die allerdings mit der Realität in vielen Fällen nicht übereinstimmen." mehr…


Leipziger Forscher zur UN-Biodiversitätskonferenz: Die Ziele zum Schutz der Artenvielfalt müssen neu bewertet werden

Grüner Schmetterling auf Redaktionsbesuch.
Auf der 12. UN-Biodiversitätskonferenz im südkoreanischen Pyeongchang diskutieren bis zum 17. Oktober Experten über effektivere Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt. Der aktuelle Zwischenbericht der Biodiversitätskonvention, der "Global Biodiversity Outlook 4", fällt ernüchternd aus, stellt das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig nun in einem ersten Statement fest. mehr…


Faszinierendes Forschungswerkzeug Ngram: Wie gesellschaftliche Veränderungen im Wortgebrauch sichtbar werden

Google Books Ngram: Mal nach Leipzig, Dresden und Frankfurt befragt.
Die Digitalisierung der Welt bietet auch Wissenschaftlern ungeahnte Möglichkeiten. Auf einmal werden Datenbestände verfügbar, die nicht einmal in jahrelanger Fleißarbeit von Forschern hätten durchforstet werden können. Ein solches Projekt haben jetzt Wissenschaftler der Kazan Federal University in Russland und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig durchgeführt. Sie nutzten die faszinierenden Möglichkeiten von "Google Books Ngram Korpus". mehr…


Ringvorlesung startet am 14. Oktober: Kraftakt Energiewende - Chancen und Risiken der Veränderung

Prof. Dr. Thomas Bruckner, Vattenfall Europe Stiftungsprofessor für Energiemanagement und Nachhaltigkeit an der Universität Leipzig.
Im Wintersemester 2014/15 lädt die Universität Leipzig alle Interessierten zur dritten Auflage der Ringvorlesung "Kraftakt Energiewende - Chancen und Risiken der Transformation" ein. Sie steht unter der Regie von Prof. Dr. Thomas Bruckner, Vattenfall Europe Stiftungsprofessor für Energiemanagement und Nachhaltigkeit an der Universität Leipzig. mehr…


Wolkentürme über dem Amazonas: Wissenschaftler untersuchen erfolgreich Wolken und Niederschlag über dem brasilianischen Regenwald

Unter den Tragflächen des Forschungsflugzeugs HALO befinden sich Sonden, um die Eigenschaften von Aerosolen und Wolkenteilchen zu bestimmen.
"Bitte anschnallen. Wir durchfliegen gerade ein Gebiet mit starken Turbulenzen." Was so manchen Fluggast in Schrecken versetzen würde, erfreute im vergangenen Monat Atmosphären- und Klimaforscher aus Deutschland, Brasilien und Israel. Im Rahmen einer groß angelegten Expedition erkundeten mehr als 60 Wissenschaftler hoch aufsteigende Wolkentürme über dem Amazonas-Regenwald mit Hilfe des Forschungsflugzeugs HALO. mehr…


Klimawandel: Brasiliens Regenwälder setzen wegen Landschaftszerschneidung mehr Kohlendioxid frei als vermutet

Die Luftaufnahme zeigt Waldfragmente des Brasilianischen Atlantischen Regenwaldes im Nordosten Brasiliens, umgeben von Zuckerrohrplantagen.
Durch die Abholzung tropischer Regenwälder in Brasilien geht deutlich mehr Kohlenstoff verloren als bislang angenommen wurde. Wie Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in der Fachzeitschrift Nature Communications schreiben, sei der Effekt der Degradation (Auslichtung der Wälder) bei inselartig verteilten Waldflächen unterschätzt worden, da man bislang den Verlust der Biomasse an den Waldrändern und damit die höhere Emission von Kohlendioxid nicht berechnen konnte. mehr…


Erstmals von Leipziger Forschern gemessen: Geschwindigkeitsrekord im Gehirn

Nervenzellen im Gehirn ticken enorm schnell.
Nervenzellen im Gehirn können Informationen mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit austauschen, nämlich 1.000 Mal pro Sekunde. Ein wichtiger Faktor für die schnelle Informationsverarbeitung. Neurophysiologen der Universität Leipzig haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sie Aktionspotenziale vor und hinter einer Kontaktstelle von zwei Nervenzellen messen können. Ihre Ergebnisse sind aktuell in der angesehenen neurowissenschaftlichen Zeitschrift "Neuron" erschienen. mehr…


Innovationen für die Medizintechnik: Forschungsgruppe der HTWK Leipzig beginnt ab Oktober 2014 Transferprojekt für embedded-System-Lösungen

Projektleiter Gerold Bausch (Mitte) will den Transfer von innovativen embedded-System-Lösungen in die Wirtschaft vorantreiben.
Die Forschungsgruppe "Laboratory for Biosignal Processing" (LaBP) am Forschungszentrum der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) wird ab Oktober 2014 gezielt den Transfer ihrer Forschungsergebnisse in die lokale Wirtschaft vorantreiben. Die Gruppe entwickelt bereits seit einigen Jahren erfolgreich embedded-System-Lösungen (Mikrocomputer) und Softwarelösungen für die Medizingerätetechnik. mehr…


Neuartiges Prüfverfahren an der HTWK Leipzig entwickelt: Spiralanker zur Instandsetzung von gerissenem Mauerwerk

Prof. Dr.-Ing. Thomas Jahn zeigt die Anwendung von Spiralankern.
An der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) wurde ein innovatives Prüfverfahren zur experimentellen Bestimmung der Verbundfestigkeit zwischen Spiralankern und Ankermörtel entwickelt. Dank der neu entwickelten Methode ist es nun möglich, Spiralanker zur Instandsetzung von Mauerwerk zielgerichteter einzusetzen. Die Ergebnisse wurden vor kurzem in einem Fachbuch publiziert. mehr…


Leipziger Forscher helfen bei der Erkundung des Karlsgrabens: Geographen und Archäologen belegen ein echtes wasserbauliches Konzept

Forschungsprojekt zur "Fossa Carolina".
Der Karlsgraben war das bedeutendste Bauprojekt des Frühmittelalters zur Querung der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. Der Kanal, im Jahr 793 errichtet auf Initiative Karls des Großen, bildet bis in die Neuzeit den einzigen Versuch, das Einzugsgebiet des Rheins mit dem der Donau auf schiffbarem Weg zu verbinden. Bisher lagen aber keine gesicherten Erkenntnisse zu seiner Funktionsweise vor. Ein echtes Rätsel für die Forscher. mehr…


Von Pferden lernen: Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt Leipziger Forschung zur Sehnenheilung

Dr. Janina Burk.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt ein neues Forschungsprojekt am Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig, das die Wirkmechanismen von Stromazellen bei der Sehnenheilung untersucht. Fast 213.000 Euro stellt die DFG für das Projekt zur Verfügung, in dem erforscht wird, welche Reize die Zellen zum Heilen anregen. mehr…


Preis für Reportage über Flussforschung: UFZ-Fotograf beim Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie ausgezeichnet

Die Biologin Claudia Nagy vom der Rumänischen Wasserbehörde nimmt Proben im Flachwasserbereich der Donau.
Der Fotograf des Leipziger Umweltforschungszentrums (UFZ) André Künzelmann zählt auch in diesem Jahr wieder zu den Gewinnern des Deutschen Preises für Wissenschaftsfotografie, der jährlich von der Zeitschrift „bild der wissenschaft“ und dem Düsseldorfer Pressebüro Brendel ausgeschrieben wird. Prämiert wurde die Fotoreportage "Joint Danube Survey 3", die in enger Zusammenarbeit mit UFZ-Wissenschaftlern um den Chemiker Dr. Werner Brack im vergangenen Sommer auf der Donau entstand. mehr…


Wenn es um Macht geht im Urwald: Tödliche Gewalt betrifft meist Schimpansen-Männchen

Zwei Schimpansenmännchen fliehen schreiend vor einem Angreifer.
Es gibt Forschungsergebnisse, die zu denken geben. Ein solches haben jetzt Leipziger Schimpansen-Forscher in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern vorgelegt: "Tödliche Gewalt betrifft meist Schimpansen-Männchen", heißt die Meldung dazu aus dem Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Die Forscher sind in ihrer Interpretation recht zurückhaltend: "Auseinandersetzungen mit Todesfolge unter frei lebenden Schimpansen und Bonobos sind Anpassungen an die Umwelt und nicht Folge menschlicher Einflüsse." mehr…


Leipziger Biodiversitätsforschung: Einfache Merkmale bestimmen die kontinentale Verbreitung von Bäumen

Lebenserfahrene Bäume im Volkspark Kleinzschocher.
Der Klimawandel ändert auch die Pflanzenwelt. Einige Pflanzen kommen mit den Veränderungen des Klimas bestens zurecht, andere verschwinden. Die sich verändernden Landschaften aber werden natürlich nicht kahl, nur tauchen jetzt andere Pflanzen auf. Und in gewisser Weise könne man sogar voraussagen, welche Art Bäume nun in welcher Landschaft auftauchen, vermelden Forscher des Leipziger iDiv. mehr…


Wenn die Erde zittert: Leipziger Geophysiker sind Schwarmbeben auf der Spur

Seismische Untersuchungen im Egerbecken.
Wissenschaftler der Universität Leipzig wollen in der Tschechischen Republik dem Phänomen der sogenannten Schwarmbeben auf die Spur kommen. Gemeinsam mit Forschern anderer Hochschulen und Großforschungseinrichtungen und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft wollen sie im Rahmen des Internationalen Kontinental-Bohrungs-Programms "International Continental Drilling Program" (ICDP) herausfinden, wie diese kurz hintereinander auftretenden Erdstöße entstehen und welche Folgen sie haben. mehr…


Leipziger Forscher kritisieren Umsetzung: "Natura 2000" könnte noch wesentlich besser zum Naturschutz beitragen

Leipziger Auenwald.
Europas Schutzgebiete wirken sich insgesamt positiv auf den Erhalt der biologischen Vielfalt aus, sind aber nicht für alle Arten effektiv. Nachbesserungsbedarf bestehe vor allem für Arten, denen es schwerer fällt, sich auszubreiten, schreibt ein internationales Forscherteam unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im Abschlussbericht des EU-Projektes SCALES. mehr…


Wenn Maschinen lernen können: Internationale Sommerschule in Leipzig beschäftigt sich mit Autonomem Lernen

Sechsbeinige Laufmaschine der der Forschungsgruppe Ay.
Was intelligente künstliche Systeme von anderen elektronischen Systemen unterscheidet, ist ihre Fähigkeit, sich durch Interaktion mit ihrer Umwelt Erfahrungen und Wissen anzueignen und darauf basierend Lernmechanismen zu entwickeln. Dieses autonome Lernen steht nun im Mittelpunkt einer internationalen Sommerschule vom 1. bis 4. September am Leipziger Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften. mehr…


Leipziger Forscher freuen sich auf Pariser Kongress: 800 Globalhistoriker diskutieren neueste Erkenntnisse

Auch ein Stück Globalgeschichte: Erinnerungssäule an die Friedliche Revolution.
Am 4. September beginnt in Paris ein Kongress, der passt im Grunde wie die Faust aufs Auge auf dieses Jahr 2014, in dem sich der Beginn des 1. Weltkrieges zum 100. Mal jährt. Und all diese aufgewärmten Diskussionen um "Wer hat angefangen?" Denn ein Problem, das die europäischen Staatsmänner 1914 schon hatten, war die Unfähigkeit, in globalen Zusammenhängen zu denken. Ein Leipziger Spezialthema. mehr…



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