Artikel aus der Rubrik Forschung

Eine erste Studie des iDiV zu den Auswirkungen von Straßen auf Raubtiere

Wenn der Wolf auf der Autobahn stirbt

Foto: raincarnation40 / Pixabay.com

Eigentlich kommt man bei all dem Geschrei, das in Deutschland angestimmt wird, wenn es um Wölfe, Bären oder Luchse geht, gar nicht auf die Idee, Raubtiere für besonders gefährdet zu halten. Doch nicht durch menschliche Landschaften, gar Straßen! Aber selbst Menschen wissen, wie gefährlich Straßen sind. Und sie beschneiden die Lebensräume auch der kühnsten Raubtiere. Anmelden und weiterlesen.

Stefanie Höhl erforscht in Leipzig, wie kleine Kinder das Lernen lernen

Warum Kinder auch totalen Quatsch lernen und das gut so ist

Foto: Stefanie Höhl, MPI CBS

Gebt den Kindern Geschichten! Lasst sie ihre Phantasie entwickeln! Erst wenn sie gelernt haben, dass wir richtig gute Geschichten brauchen, um die Welt und uns selbst zu verstehen, werden es richtig kluge, pfiffige Menschen. Intelligenz braucht Zeit, Phantasie und die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Das darf auch mal Quatsch sein, sagt eine Leipziger Gedankenforscherin. Anmelden und weiterlesen.

Europäische Umweltagentur hat Klimabericht 2016 veröffentlicht

Der Klimawandel bringt Europa gleich in mehreren Problemzonen unter Druck

Foto: Ralf Julke

Das, was den Klimawandel und seine Folgen für viele Menschen so schwer greifbar macht, ist die Tatsache, dass er oft jenseits unserer Wahrnehmung sichtbar wird, scheinbar langsam vor sich geht, aber trotzdem schon in einem Menschenalter dramatische Folgen hat. Die Europäische Umweltagentur hat jetzt ihren neuen Bericht zum Klimawandel vorgelegt, an dem auch Leipziger Forscher mitgearbeitet haben. Anmelden und weiterlesen.

UfZ-Forscher nehmen „Greening“-Programm der EU unter die Lupe

Wer Schutz der Artenvielfalt in der Landwirtschaft will, muss die richtigen Schutzräume fördern

Foto: UFZ, Thomas Hesse

Die Bestände der Feldlerche sind im Sinkflug, die Bestände etlicher Hummel- und Schmetterlingsarten sind massiv geschrumpft. Und wer nach den blauen Blüten des früher weit verbreiteten Acker-Rittersporns sucht, wird heute vielerorts enttäuscht. Die Artenvielfalt der europäischen Agrarlandschaften ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft zeigt dramatische Folgen. Aber wie rettet man die letzten Reste der Vielfalt? Anmelden und weiterlesen.

Nesthocker, Nestflüchter, verlassene Landschaften?

Das falsche Märchen vom Nesthocker und die Scheu vor der Wahrheit im Institut für Länderkunde

Karte: Nationalatlas, IfL

Wann kam eigentlich diese Diskussion um die Nesthocker auf? Junge Leute, die nicht gleich mit 18 zu Hause ausziehen, wegziehen und sozusagen flügge werden? War es ein besoffener Soziologieprofessor? Ein publicity-versessenes Mietportal? Oder gar eine pr-trunkene Mietautobude? Jedenfalls wird über das Phänomen auch von ernsthaften Forschern geredet. Von denen des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) zum Beispiel. Anmelden und weiterlesen.

2017 – was kommt?

Der Superhirnscanner Connectom kann zeigen, was er kann

Foto: MPI CBS

Ihr großes Weihnachtsgeschenk bekamen die Forscher des Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften schon am 14. Dezember. Da konnten sie den Hirnscanner Connectom in Betrieb nehmen. Ein Gerät, mit dem sie das menschliche Gehirn beobachten können wie die Astronomen das Weltall mit dem Hubble-Teleskop. Der Scanner ist einer von drei seiner Art weltweit. Anmelden und weiterlesen.

Das ziemlich soziale Hormon Oxytocin und seine Wirkung in Schimpansengruppen

Leipziger Primatenforscher auf der Spur von Krieg und Frieden

Foto: Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie, Liran Samuni

Eine nicht ganz unwichtige Frage wollten die Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig noch zum Jahresende klären: Wie entsteht eigentlich das Zusammengehörigkeitsgefühl in Primatengruppen? Warum kleben die wie Pech und Schwefel zusammen, wenn sie sich etwas Gemeinsames vornehmen – eine Prügelei zum Beispiel oder einen Krieg? Anmelden und weiterlesen.

Ein bemerkenswertes Interview zum Thema einer echten Überflussgesellschaft

Wie kommen wir raus aus der Falle von Technikgläubigkeit und Umweltzerstörung?

Foto: Ralf Julke

Im Mai war der Chemiker Prof. Dr. Michael Braungart Gastredner der 13. Helmholtz Environmental Lecture (HEL) im Umweltforschungszentrum (UFZ). Wir hätten es gern geschafft, da hinzugehen und zu berichten. Aber wir haben es nicht geschafft. Deswegen freuen wir uns, dass Steffen Reichert den Mann für den Oktober-Newsletter des UFZ einfach mal interviewt hat. Titel: „Die Grenze unseres Planeten ist unsere Intelligenz.“ Anmelden und weiterlesen.

Der Mensch, das hintersinnige Wesen

Fröhliche Weihnachten oder Warum wir unsere Kekse wirklich teilen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManche Geschichten, die muss man einfach aufheben für die Tage, in denen ein paar Leute wieder merken, dass sie sich die ganze Zeit wie Ebeneezer Scrooge benommen haben. Und nun wollen sie sich ganz schnell bessern, weil der Geist der morgigen Weihnacht ihnen Fracksausen bereitet. So schnell wird aus einem Misanthropen ein guter Kerl? Kannste vergessen, meldeten im April ein paar freche Forscher aus Leipzig. Weiterlesen.

Leipziger Ecuador-Fotografien zum „nationalen Kulturerbe“ erhoben

Leipziger Fotoschätze sind jetzt digitaler Teil von Ecuadors Archivo Nacional de Fotografía

Foto: Paul Grosser, Copyright: Leibniz Institut für Länderkunde

In Leipzig liegen Schätze. Von manchen wissen die Leipziger gar nichts. Wie von den Fotoschätzen aus aller Welt, die im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig gesammelt sind. Ein Teil davon wird jetzt weltberühmt – er taucht jetzt auch im digitalen Bestand von Ecuadors Archivo Nacional de Fotografía auf. Einige der Bilder hat ein nicht ganz Unbekannter gemacht. Anmelden und weiterlesen.

Ein iDiV-Forschungsbefund mit Aha-Efekt für Landwirtschaftsminister

Schon moderate Wiesenbewirtschaftung zerstört das biologische Gleichgewicht nachhaltig

Foto: iDiV

Es wird langweilig in unseren Fluren. Und das hat auch damit zu tun, dass der Mensch kaum noch Räume lässt, in denen sich Natur ungestört entfalten kann. Für ein gewisses Aufmerken sorgte jüngst eine Meldung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv): Der Verlust an Vielfalt beginnt nicht erst, wenn der Mensch intensiv Landwirtschaft betreibt. Schon der regelmäßige Eingriff zerstört Lebensräume. Anmelden und weiterlesen.

„Wir verlieren biologische Vielfalt gleich dreifach.“

Der Leipziger Biologe Dr. Marten Winter zur McDonaldisierung der Welt

Foto: Stefan Bernhardt, iDiv

Vom 2. bis 17. Dezember 2016 tagt in Cancún, Mexiko, die UNO-Biodiversitätskonferenz der Convention on Biological Diversity (Biodiversitäts-Konvention, CBD). Für den Leipziger Biologen Dr. Marten Winter ein Grund, seiner Sorge Ausdruck zu geben. Denn wir verlieren gerade den Artenreichtum unserer Welt. Die Ökosysteme verarmen, gleichen sich immer mehr an. Winter spricht von einer „McDonaldisierung“ der Welt. Anmelden und weiterlesen.

Die Psychologie der Essattacken

Leipziger Max-Planck-Institut versucht die Einbahnstraßen im Kopf von Binge Eatern zu verstehen

Foto: Ralf Julke

Am Ende läuft alles auf dieses wunderbare Netzwerk in unserem Kopf hinaus, dieses Geflacker der Botschaften, die zu Bildern und Entscheidungen werden. Oder auch mal zu Nicht-Entscheidungen, wenn man sich regelrecht in eine Sackgasse gedacht hat und nicht mehr herauskommt. Ein Problem, das Binge Eater nur zu gut kennen. Dabei hat es möglicherweise mit dem Essen selbst gar nichts zu tun. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Ägyptologe berichtet am 3. November über die Senationsfunde von Heliopolis

Auf den Spuren Ramses II. und der wichtigsten Tempelanlage des Alten Ägypten

Foto: Ägyptisches Museum, Universität Leipzig

Andere Länder hätten einen Zaun drumherum gebaut und das Gelände für die Ewigkeit gesichert. Aber Ägypten ist ein an über 2.000 Jahre alten Ruinen und Fundstätten so reiches Land, da sind auch die Reste des alten Heliopolis scheinbar verzichtbar. Jahrelang lagen sie unter einer Müllhalde. Jetzt werden dort Häuser gebaut und ein Leipziger Archäologe macht die Funde seines Lebens. Anmelden und weiterlesen.

Winzigen Gehörknöchelchen auf der Spur

Besaßen auch die Neandertaler schon ein komplexes Sprachvermögen?

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, A. Stoessel & P. Gunz

Er ist derzeit der meistbefragte Unbekannte in der Vorzeitforschung: der Neandertaler, jener seltsame Verwandte, der schon Jahrhunderttausende in Europa lebte, bevor vor 40.000 Jahren der moderne Mensch aus Afrika zuwanderte. Und dann starb er einfach aus. Dabei scheint er sogar ganz ähnliche Sprechfähigkeiten wie wir heute besessen zu haben, vermuten jetzt ein paar Leipziger Wissenschaftler. Anmelden und weiterlesen.

UFZ-Wissenschaftler entwickeln ein Modell zur Vorhersage von Stresskapazitäten

Umweltstress kann die Wirkung von Schadstoffen in Ökosystemen bis zum 100-fachen erhöhen

Foto: UFZ / André Künzelmann

Der Mensch hat sich zur größten Umweltbelastung weltweit entwickelt. Das erstaunliche ist: Oft werden die Schäden, die er an seiner Umwelt anrichtet, nur separat betrachtet. Als wenn der Plastikmüll an der einen Stelle mit dem CO2 an anderer Stelle und den Pestiziden an dritter Stelle nichts zu tun hätte. Doch die simple Wahrheit ist: Die Schädigungen, die der Mensch durch seine Lebensweise anrichtet, summieren sich zu einem multiplen Umweltstress. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Forscher entschlüsseln uralte Proteine von Neandertalern aus dem Châtelperronien

Ein Baby ordnet die Grotte des Fées jetzt in die Geschichte der Neandertaler ein

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, M. Hardy

Dieser verflixte Neandertaler. Erst galt er ja als unser aller direkter Urahn. Dann wurde er einfach mal aus dem Stammbaum geschmissen und zum fernen Vetter erklärt, der noch ein Weilchen neben unseren frisch aus Afrika zugewanderten Vorfahren leben durfte. Und dann ausstarb, so wie das Mammut. Doch irgendwie war er wohl doch nicht der tumbe Bursche, als der er oft genug gemalt wurde. Selbst das Châtelperronien gehört zu seinen Zivilisationsleistungen. Was aber nicht bewiesen war. Anmelden und weiterlesen.

HTWK-Professor Andreas Thiesen fordert ein Umdenken in der Stadtteilförderung

Benachteiligte Stadtviertel sind keine sozialen Brennpunkte sondern entstehen durch falsche Stadtpolitik

Foto: HTWK

Eigentlich hat er nur einmal gründlich nachgedacht. Was man von einem Wissenschaftler eigentlich erwartet. Aber viel zu Viele latschen althergebrachten Formeln und Meinungen hinterher, wollen es sich auch mit der Politik nicht verscherzen. Und so ist die deutsche Förderung für Städte noch immer fokussiert auf „soziale Brennpunkte“. Es gibt aber keine, sagt der Leipziger Sozialwissenschaftler Prof. Andreas Thiesen. Anmelden und weiterlesen.

Sächsische Forschungsförderung

Fördergelder für Forschung sind in Sachsen viel zu knapp bemessen

Foto: Ralf Julke

Fast könnte man das Gefühl bekommen, die aktuelle CDU/SPD-Regierung in Sachsen habe einen völlig maroden Etat übernommen und kratze nun die letzten Mäuse zusammen. Das trifft augenscheinlich auch das viel gepriesene Steckenpferd Forschungsförderung. Der Freistaat knausert lieber, als Forschung wirklich zu befeuern. Das kritisiert die Hochschulsprecherin der Grünen, Dr. Claudia Maicher. Anmelden und weiterlesen.

Erst große Artenvielfalt macht Wiesen zu Dienstleistern im Ökosystem

Blühende Wiesen unter der Lupe Leipziger Grasland-Forscher

Foto: UFZ / André Künzelmann

Alles an einer Wiese ist wichtig. Und je bunter sie ist, umso komplexer und stabiler ist eine Wiese als Ökosystem. Und irgendwie sind Wiesen – so einfach sie aussehen – das beste Labor dafür, wenn man herausfinden will, wie komplex Ökosysteme sein müssen, damit sie als Lebensraum für die unterschiedlichsten Lebewesen funktionieren. Deswegen gehören Wiesen zum Arbeitsprogramm der Forscher vom UfZ-Leipzig. Anmelden und weiterlesen.