Artikel aus der Rubrik Forschung

Von wegen kleine Egoisten

Dreijährige setzen sich noch für die Bedürfnisse anderer ein

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Die Vorstellungswelt der Erwachsenen über Kinder ist voller Märchen und Legenden. Immer wieder geheimnissen sie ihr eigenes Denken und Fühlen in die Knirpse. Und am liebsten tun sie das mit den schlechtesten Eigenschaften: Viele Menschen halten Kleinkinder für stur, egoistisch und unfähig, mit anderen zu teilen. Auf eine Menge Erwachsener trifft das zu. Aber auf Kinder? Muss gerade solidarisches Verhalten erst anerzogen werden? Anmelden und weiterlesen.

Ein Riesensee in der australischen Wüste

Wie der Lake Mungo die Australier vor 24.000 Jahren möglicherweise dazu inspirierte, das Boot neu zu erfinden

Foto: William Truscott, La Trobe University

Der Mensch ist ein pfiffiges Wesen. Zumindest einige Menschen sind das. Während die einen sich hinsetzen und warten, bis es mal Manna regnet, fangen die anderen an zu tüfteln, was sie aus ihrer derzeit vielleicht belämmerten Lage machen können. Und weil Menschen da manchmal über riesige Distanzen hinweg auf dieselbe Idee kommen können, gibt es die berühmten Mehrfacherfindungen. Wie die Neuerfindung des Bootes in der australischen Wüste. Anmelden und weiterlesen.

4 Millionen Euro fürs Leipziger Hertz-Applikationslabor

Neue Materialmodifikationen aus dem IOM werden bald auch den Alltag der Verbraucher bereichern

Foto: IOM

Zum Forschungsstandort Leipzig gehört auch das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. (IOM) in der Permoserstraße 15. Am Mittwoch, 17. Juni, gibt es dort Grund zum Feiern: Dann wird das neue Hertz-Applikationslabor für Elektronenstrahltechnologien und Materialmodifikation nach zweijähriger Umbauzeit eingeweiht und in Betrieb genommen. Anmelden und weiterlesen.

Globalisierung im "Schneckentempo"

Wenn der Mensch dafür sorgt, dass überall dieselben Tiere sesshaft werden

Foto: César Capinha

Seit 1873 schon wird unter Wissenschaftlern darüber diskutiert, ob man die letzten Jahrhunderte (wahlweise auch Jahrtausende) als ein völlig eigenständiges geologisches Zeitalter definiert: als Anthropozän. Begründung: Der Mensch hat mittlerweile so viel Einfluss auf die Erde, dass er biologische, geologische und atmosphärische Prozesse nachhaltig verändert. Aber wie beweist man so etwas? Und wo setzt man die Grenze? Anmelden und weiterlesen.

Ein Blick auf die Welt

Leipziger Institut veröffentlicht Erweiterung für weltweit benutzte Bildsoftware

Foto: Alexander Böhm

Egal ob Printmedium, Website oder Smartphones. Überall sind Bilder. Viele davon wurden im sogenannten JPEG-Format abspeichert. Das Leipziger Institut für Angewandte Informatik (InfAI) hat nun eine Weiterentwicklung der Softwarebibliothek libjpeg veröffentlicht, die eine bessere Behandlung von Farbräumen und verlustfreier Kompression des beliebten Dateiformats komplettiert. Anmelden und weiterlesen.

Lernt man China in Leipzig besser verstehen?

Neue Leibniz-Professorin an der Uni Leipzig forscht über den Einfluss Asiens auf die Länder Afrikas

Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Irgendwann - und das ist vielleicht gar nicht so lange hin, da werden sich europäische Staatschefs reihenweise an den Kopf fassen und feststellen: "Wir haben's verpennt. Und zwar gründlich." Das Thema, das sie verpennt haben werden, wird Afrika heißen. Denn während aktuelle Staatschefs die anbrandenden Flüchtlingsströme am liebsten wieder zurückschicken würden, macht das ferne China etwas ganz anderes: Es investiert in Afrika. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Forscher helfen bei der genauen Datierung

Muscheln belegen, dass der moderne Mensch einst über den Libanon nach Europa kam

Foto: Marjolein Bosch, MPI für evolutionäre Anthropologie

Eigentlich ist es kein richtiger Streitfall mehr, wenn Forscher über den Weg des modernen Menschen von Afrika nach Europa nachdenken. Die logischste Route war schon immer die Levante, jener Landstreifen im Nahen Osten, in dem bis heute die historischen Konflikte brodeln. Dort hielten sich unsere Vorfahren auf, bevor sie vor ungefähr 40.000 Jahren dem Neandertaler in Europa das Leben schwer machten. Anmelden und weiterlesen.

Bio-Forschung mit Computermodellen am iDiV

Der Klimawandel birgt auch die Gefahr vermehrter Hungersnöte

Foto: Anne Günther/FSU

Das Problem des frühen 21. Jahrhunderts ist nicht, dass die Menschen nicht wissen können, was sie tun. Auch die Informationsfluten sind keine Ausrede, denn wer wirklich wissenschaftliche Fragen stellt, weiß, was Fakten sind. Und in Mitteldeutschland ist mit dem iDiV ein Forschungsschwerpunkt entstanden, an dem für ein wichtiges Themenfeld die richtigen Antworten gesucht werden. Auch mit Computermodellen, wie Ulrich Brose es vormacht. Anmelden und weiterlesen.

Zehn Jahre Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie

IZI Leipzig: Wenn Grundlagenforschung zum wirtschaftlichen Erfolg wird

Foto: Matthias Weidemann

Für den einen oder anderen Zeitgenossen ist die forschende Wissenschaft ein Buch mit sieben Siegeln. Das liegt oft auch daran, dass gerade in der Grundlagenforschung die Ergebnisse in der praktischen Anwendung oft in ferner Zukunft liegen, wenn sie überhaupt zum Tragen kommen. Ganz anders ist das bei praxisorientierter Forschung. Hier gilt es eher, Projekte wirtschaftlich rentabel umzusetzen. So wie beim Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) neben der BioCity Leipzig, das im 10. Jahr seines Bestehens auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken kann. Anmelden und weiterlesen.

12 Millionen Euro für ein Teleskop in die Nano-Welt

Neues Leipziger Speziallabor ProVIS hat am Mittwoch im UFZ seine Arbeit aufgenommen

Foto: André Künzelmann, UFZ

Je kleiner die Dinge sind, umso aufwändiger wird die Technik, um sie beobachten zu können. Mächtig gewaltig ist auch das neue Speziallabor, das am Mittwoch, 6. Mai, am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) eröffnet wurde. Selbst für die schon einige Revolutionen gewöhnten UFZ-Forscher setzt das neue Labor neue Maßstäbe. Anmelden und weiterlesen.

Worte sind angeregte Neuronenwolken

Wie Sprache in unserer Großhirnrinde durch fleißige Netzwerke entsteht

Foto: Marko Hofmann

Haben wir heute schon über Netzwerke geschrieben und die Muster, nach denen sie funktionieren? Und nach welchen Mustern sie eben nicht funktionieren? Selbst unser Denken ist als ein Bündel von Netzwerken organisiert. Und einige sind sehr spezialisiert und treten genau dann in Aktion, wenn sie gebraucht werden. Zum Beispiel, wenn es ums Sprechen geht. Anmelden und weiterlesen.

Erlangen-Nürnberg, Paris und Oslo untersuchen Wechselwirkungen im Gehirn

Uniklinik Leipzig: Europäische Alzheimer-Forschung

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Seit dem Kinofilm "Honig im Kopf" ist Alzheimer nochmal etwas bekannter geworden. Es ist die häufigste aller Demenzerkrankungen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen über 65. Gemeinsam mit den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Paris und Oslo forscht nun ein Leipziger Team zu verschiedensten Vorgängen im Körper, die letztendlich zu einer krankhaften Veränderung des Nervensystems führen. Das EU-Verbundprojekt "CrossSeeds" hat 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Max-Planck-Forscher helfen beim Nachweis

Leipziger MPI: Der moderne Mensch eroberte den Norden Italiens wohl schon vor 40.000 Jahren

Foto: Daniele Panetta

So ein bisschen sind sie die Neandertaler-Spezialisten unter den Forschern Europas: die Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Nicht weil sie all die sensationellen Funde machen, die dann mit Feuerwerk durch die Medien gehen. Sondern weil sie die modernste Technik haben, um das Erbgut zu entziffern. Da sind sie auch bei wissenschaftlichen Streitfällen gefragt. Anmelden und weiterlesen.

Adipositas-Forschungszentrum in Leipzig erhält 24 Millionen Euro

Leipziger Übergewichts-Forschung für die nächsten fünf Jahre gesichert

Foto: IFB Leipzig

Es ist wohl nicht nur die auffälligste, sondern auch die teuerste Zivilisationskrankheit: Adipositas - krankhaftes Übergewicht. Nahrungsmittel sind billig. Und ihre grenzenlose Verfügbarkeit für den modernen Wohlstandsbürger befördert ein Übermaß, das nicht nur der Gesellschaft, sondern auch den Betroffenen zu schaffen macht. In Leipzig wird nun seit 2010 intensiv zu diesem Thema geforscht. Und es geht weiter. Anmelden und weiterlesen.

Überraschungsfund für Leipziger Ägypten-Forschung

Leipziger Ägyptologe stößt bei Grabungen im alten Heliopolis auf Jahrtausende alte Fundstücke

Foto: Dr. Dietrich Raue

Da denkt man nun, über das Alte Ägypten wüssten die Archäologen schon alles. Da könne es gar keine großen Überraschungen mehr geben. Doch in den letzten Monaten meldeten verschiedenste Ausgrabungs-Teams immer neue Überraschungsfunde. Jetzt ist auch einem Leipziger Grabungsteam ein Fund geglückt, nach dem man gar nicht so direkt gesucht hatte. Anmelden und weiterlesen.

Neue Ansätze zum möglichen Einsatz von Magnetfeldern

Parkinson-Tag: Studien an Uniklinik Leipzig

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Der 11. April ist seit 1997 Welt-Parkinson Tag. Damit soll auf die Situation von Menschen mit Parkinson und mögliche Therapieangebote aufmerksam gemacht werden. James Parkinson beschrieb 1817 erstmals die Symptome der Nervenkrankheit: Verlangsamung der Bewegungsabläufe, eine erhöhte Muskelsteifheit sowie ein Zittern. In Deutschland sind etwa 300.000 Menschen an Parkinson erkrankt. Die Neurologen der Uniklinik Leipzig forschen an Behandlungsmöglichkeiten. Anmelden und weiterlesen.

Der lange Weg zur Nachhaltigkeit

Uni Leipzig besetzt im Sommersemester erstmals eine Gastprofessur für Soziale Nachhaltigkeit mit IZT-Direktor Michael Opielka

Foto: IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH

Der Begriff "Nachhaltigkeit" wirkt in heutigen Diskussionen oft wie verbrannt, abgenutzt, wertlos. Das liegt nicht daran, dass er seinen Sinn oder seine Bedeutung verloren hätte, sondern daran, dass er massenweise missbraucht wird - auch von vielen Unternehmen, die alles andere sind als nachhaltig. Dabei hat die Zeit, über den Begriff ernsthaft nachzudenken und zu forschen, gerade erst begonnen. Auch an der Uni Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

42 Millionen Euro Fördergeld erfolgreich angelegt

5 Jahre LIFE: Eine Bilanz zum Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten

Foto: M. Weidemann

Die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva Maria Stange war noch nie eine gute Rethorikerin und wird es auch nicht werden. Das bewies ihre mehr oder weniger mühsam vorgetragene Rede zur Fünfjahresbilanz des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationskrankheiten (LIFE) einmal mehr. Von mangelnden bis nicht vorhandenen Englischkenntnissen bis hin zur Unkenntnis, wobei es sich bei der Studie überhaupt handelt mal abgesehen. Aber schließlich hat eine Ministerin für so etwas ihre Experten. Und die erklärten ihr dann schließlich auch, wobei es in der spektakulären Studie ging. Anmelden und weiterlesen.

Artenvielfalt schützt das Klima

Jenaer Forscher zeigen, wie artenreiche Bodenmikroben den Boden zum Kohlenstoffspeicher machen

Foto: Ralf Julke

Vielleicht werden am Ende alle glücklich sein, dass das Deutsche Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) nach Leipzig, Halle und Jena gekommen ist. Denn irgendwie bündeln sich beim Thema Biodiversität eine Menge Themen, die mit dem Überleben der Menschheit zu tun haben. Mit dem Klimawandel übrigens auch. Denn es sind nicht nur Pflanzen, die das Treibhausgas Kohlendioxid binden. Anmelden und weiterlesen.

Wenn Kinder wie der Zeitgeist heißen

Sophie und Maximilian waren 2014 die Namensfavoriten der werdenden Eltern

Foto: Marko Hofmann

"Diese Vornamen entsprechen dem Zeitgeist. Sie werden als wohlklingende, moderne, attraktive, teilweise zeitlose Vornamen mit Tradition empfunden", sagt Gabriele Rodriguez von der Namenberatungsstelle der Universität. Es spielen auch andere Faktoren bei der Vornamenwahl eine Rolle wie das soziale Umfeld, regionale Einflüsse, Bildungsstand und der Einfluss der Medien. Aber was sagt die Statistik? Anmelden und weiterlesen.