Artikel aus der Rubrik Forschung

Leipziger Forschung zur Wirkung von Phtalaten in unserer Umwelt

Weichmacher als Dickmacher unter Verdacht

Foto: Ralf Julke

Unter Verdacht standen die Weichmacher in diversen Kunststoffen schon länger. Diese Phthalate, Ester der Phtalsäure, und zwar besonders die niedermolukularen galten als verdächtig, besonders in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen. Eine der Begleiterscheinungen haben jetzt Forscher des Umweltforschungszentrums in Leipzig (UFZ) genauer unter die Lupe genommen: Kann es sein, dass diese Weichmacher auch noch echte Dickmacher sind? Anmelden und weiterlesen.

Ein Stück Religionsgeschichte auf tausendjährigem Papier

Universitätsbibliothek hat das „Buch des Schmucks“ aus der Frühzeit der schiitischen Ismailiten aufwendig restauriert

Foto: UB Leipzig

Es gibt so manches Sammelstück in der Leipziger Universitätsbibliothek, das erst bei näherer Untersuchung seine ganze Geschichte preisgibt. Oder zumindest einen Teil davon. Denn ein ordentliches Impressum, wie es heute in jedem Buch steht, hatte das "Buch des Schmucks" (Kitab az-Zina) aus dem 10. Jahrhundert natürlich nicht. Und auch die Abschrift aus dem 11. Jahrhundert hat keine. Dafür ist sie jetzt schmuck restauriert. Anmelden und weiterlesen.

Vermischung in prähistorischen Zeiten

Neandertalergene haben das Immunsystem moderner Menschen gestärkt

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie/ B. Viola

Es ist, als wäre er fröhlich wieder auferstanden, der Neandertaler. Erst wird in Leipzig sein Genom entschlüsselt, dann gehen die Spurensucher im menschlichen Genom auf die Suche nach jenen Bausteinen, an denen sich die Vermischung von Neandertaler und modernem Menschen nachweisen lässt. Und dann stellt sich heraus, dass die Vermischung sogar Wertvolles in unserem Erbgut beigetragen hat. Anmelden und weiterlesen.

Wettbewerb entschieden

Ab 2017 wird an der Torgauer Straße ein neues Forschungsgebäude für das UFZ gebaut

Visualisierung: hks Hestermann Rommel Architekten + Gesamtplaner GmbH & Co. KG aus Erfurt

Das Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) wächst und gedeiht. Immer neue Forschungsbereiche docken sich an. Und mit jedem Jahr wird deutlicher, wie sehr die im UFZ angesiedelten Themen die Probleme der Zeit tangieren. Und so können sich jetzt die Ökotoxikologen und Umweltbiotechnologen auf neue, moderne Büros und Laborräume freuen. Ab 2017 sollen die an der Torgauer Straße gebaut werden. Anmelden und weiterlesen.

2016 - was kommt

Am Brühl wird noch ein Stück altes Leipzig ausgegraben

Foto: Ralf Julke

Auf der Ausgrabungsstelle an der Katharinenstraße herrschte dieser Tage Weihnachtsstille. Die Archäologen machten mal Pause, bevor sie sich ans nächste Stück historisches Leipzig machen. Seit dem Herbst graben sie hier, weil hier ab 2016 das BernsteinCarré gebaut werden soll. Für die sächsischen Landesarchäologen die Gelegenheit, hier noch einmal in Leipzigs Geschichte abzutauchen. Anmelden und weiterlesen.

Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) kann weitermachen

Sachsen fördert Leipziger Forschungseinrichtung ab 2016 mit einer Million Euro pro Jahr

Foto: Matthias Weidemann

Da kommt Freude auf: Noch kurz vor Jahresschluss konnte Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Uni Leipzig, etwas verkünden, woran im Mai dieses Jahres niemand mehr zu glauben wagte: Das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) muss nicht schließen. Der Freistaat Sachsen fördert die zukunftsweisende Forschungseinrichtung mit 1 Million Euro pro Jahr. Anmelden und weiterlesen.

Ein erstaunlich menschliches Ergebnis aus der Biodiversitätsforschung

Es sind immer die Individuen der gleichen Art, die am heftigsten miteinander konkurrieren

Foto: Joachim Eckstein

Als hätten sich auch noch ein paar Philosophen, Soziologen und Politilogen unter die Waldforscher im mitteldeutschen iDiV gemischt, so klingt es, wenn eine der letzten Meldungen aus dem Forschungsverbund in diesem Jahr lautet: "Benachbarte Bäume konkurrieren weltweit gleich um Wachstumsvorteile". Dabei sieht es ganz so aus, als würden sich Bäume genauso wie Menschen benehmen. Anmelden und weiterlesen.

Regionale Resilienz gegen globale Krisen

Gerade die kleinteilige Unternehmensvielfalt hat Leipzig in der Krise das Schlimmste erspart

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Wir haben an dieser Stelle schon mehrfach über Forschungsergebnisse aus dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) berichtet, in denen es um die Stabilität von Biosystemen ging. Das verkürzte Fazit: Je artenreicher ein Biotop ist, umso widerstandsfähiger ist es gegen Krisen. Und nun kommt ein Ökonom der HTWK Leipzig einfach mal forsch von der Seite und stellt fest: Für die Wirtschaft von Städten gilt das auch. Anmelden und weiterlesen.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung 2015 geht an das Konsortium C3

Künftig wird mit Carbonbeton gebaut – und die HTWK Leipzig forscht mit

Foto: ai:L Architektur-Institut Leipzig der HTWK Leipzig

„Die Idee liegt auf der Hand und ist dennoch revolutionär. Der neue Baustoff verspricht mehr Belastbarkeit, mehr Formbarkeit bei gleichzeitiger Einsparung des nur mit großem klimaschädlichen Aufwand zu erzeugenden Rohstoffs Stahl." Da war auch Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange des Lobes voll, als am Montag, 30. November, der neue Preisträger des deutschen Nachhaltigkeitspreises bekannt wurde. Anmelden und weiterlesen.

Selbst auf bakterieller Ebene gilt: Vielfalt gewinnt

Artenvielfalt macht Ökosysteme unter schlechten Umweltbedingungen stabiler

Foto: UFZ

Es ist in der Politik genauso wie in Landwirtschaft und Umweltschutz: Falsches und vor allem vereinfachtes Denken führt zu falschen Entscheidungen. Eigentlich ist das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der komplexen Systeme. Und kaum ein Phänomen macht das deutlicher als der Klimawandel. Es sind die komplexen, artenreichen Systeme, die die größte Widerstandskraft bei drastischen Veränderungen aufweisen. Anmelden und weiterlesen.

Wie spürt man Pestizide schneller auf?

Leipziger und Dresdner Forscher suchen nach einem Schnelltest für Glyphosat

Foto: Ralf Julke

Von der europäischen Politik ist in Sachen Pestizid-Verbot wohl wenig Hilfe zu erwarten, dazu schreiben zu viele Unternehmen an den Gesetzen und Richtlinien der EU mit, gehen in den Büros der Kommission ein und aus und beeinflussen auch noch die Studien, die Gesetze begründen - oder abwehren. Nun gibt es also eine Großstudie, die Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstuft - und eine, die das Gegenteil verkündet. Was tun? Anmelden und weiterlesen.

Herbstkampagne im legendären Ägypten

Leipziger Archäologen machen wieder außergewöhnliche Funde im Tempel von Heliopolis

Foto: Dietrich Raue

Schon im Frühjahr berichteten die Ägyptologen der Universität Leipzig begeistert von ihren Ausgrabungen im alten Heliopolis, einer der legendärsten Städte Ägyptens, die jahrhundertelang wie vom Erdboden verschlungen war und dann unter einer riesigen Müllhalde wieder zutage kam. Jetzt waren die Ausgräber wieder in Ägypten - und wurden wieder fündig. Anmelden und weiterlesen.

Zumindest am Grasland kann man's schon beweisen

Artenvielfalt macht Ökosysteme widerstandsfähiger gegen Klimaextreme

Foto: Ralf Julke

Als das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) 2013 in Leipzig gegründet wurde, war eigentlich schon klar, dass die Biodiversitätsforschung eines der Mega-Themen der Gegenwart sein würde. Und dass es dabei um mehr gegen würde als um artenreiche Tümpel und bunte Wiesen. So langsam schält sich auch eine erste, wichtige Erkenntnis heraus: Artenreichtum sichert unsere Lebensgrundlage. Anmelden und weiterlesen.

Ein Begräbnis für die Ewigkeit

Wie viele Millionen Jahre alt ist Homo naledi eigentlich?

Foto: Mark Thiessen/National Geographic

In dieser Woche gab es ja die ganz große Geschichte, über die sich Anthropologen besonders freuen. Wann kann man schon mal die Entdeckung einer neuen Menschenart verkünden? Na gut. Zuletzt haben sie es mit dem Denisova-Menschen getan. Dass jetzt ein "neuer Verwandter des modernen Menschen" gefunden wurde, hat gewissermaßen System. Anmelden und weiterlesen.

Engagieren sich wohlhabende Menschen weniger in sozialen Belangen als arme Menschen?

Leipziger Studie widerlegt: Reiche sind nicht weniger großzügig als Ärmere

Foto: Matthias Weidemann

Weniger haben, mehr geben? Das war die bisherige Erkenntnis. Spenden zum Beispiel Menschen aus höheren sozialen Schichten weniger von ihrem Einkommen für soziale Zwecke und sind sie generell weniger bereit, zu helfen? Bisherige psychologische Studien haben dies eigentlich ergeben. Nämlich, dass Menschen aus sozial benachteiligten Schichten besorgter um ihre Mitmenschen sind, als ihre wohlhabenderen Zeitgenossen. Eine neue Untersuchung bringt nun Erstaunliches zutage: Denn Leipziger und Mainzer Forscher widerlegen diese These offenbar anhand einer groß angelegten Studie unter 37.000 Menschen aus 30 Ländern. Anmelden und weiterlesen.

Nach 15 Jahren Blindheit wird es plötzlich hell

Leipziger Ärzte führen zum ersten Mal in Ostdeutschland die Implantation einer Netzhautprothese durch

Foto: Stefan Straube/UKL

Ausgerechnet an seinem 62. Geburtstag wurde es für den seit 15 Jahren völlig erblindeten Bernd Burkhardt wieder hell. Nachdem ihm die Augenärzte am Universitätsklinikum Leipzig eine Netzhautprothese implantiert hatten, konnte der Patient wieder Lichtflecke erkennen. Der Eingriff war der erste dieser Art an der Leipziger Uniklinik, und auch der erste im ostdeutschen Raum. Doch einfach ist der Weg ins Licht für den 62-Jährigen nicht. Er muss praktisch wieder sehen lernen. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs Stadtklima in einer Bürgerbefragung, Teil 2

Was die Klimamodelle für Leipzig bis 2100 an Veränderungen vorhersagen

Screenshot: L-IZ

Es wird richtig heiß in Sachsen, in Leipzig sowieso. Mit welchen Daten arbeitet aber das Leipziger Umweltdezernat, wenn es die wahrscheinlichen Klimaveränderungen in Leipzig bis ins Jahr 2100 benennt? - Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal verweist dabei auf einen Spezialisten: das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Das betreibt im Internet eine Website, auf der jeder für sich herausfinden kann, mit welchen Entwicklungen die Potsdamer Klimaforscher bis 2100 rechnen. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Forscher entschlüsseln das Kiwi-Genom

Wie wurde aus dem Kiwi eigentlich ein nachtaktiver Vogel?

Foto: Dieter Schütz / Pixelio

Er ist der beliebteste flugunfähige Vogel auf Erden: der neuseeländische Kiwi. Wohl auch, weil er mit seinen Stummelflügeln und dem langen Schnabel so tollpatschig aussieht. Aber ein Tollpatsch ist er eigentlich nicht, auch wenn er vom Aussterben bedroht ist. Tatsächlich ist er sogar ideal an seinen Lebensraum angepasst. Und das seit ungefähr 35 Millionen Jahren. Anmelden und weiterlesen.

Luftverschmutzung verstärkt die Bildung von Eiswolken

Leipziger Meteorologen auf der Spur der zunehmenden Starkregen über Land

Foto: Ralf Julke

Lang hat man nichts von ihnen gehört, aber es gibt sie noch, die Meteorologen der Uni Leipzig. Jetzt haben sie sich wieder zu Wort gemeldet mit einem Artikel im renommierten Fachjournal "Geophysical Research Letters". Es geht um Regen und die gar nicht so abwegige Frage: Aus welchen Wolken prasselt er eigentlich auf uns hernieder? Und was hat unsere Luftverschmutzung damit zu tun? Und - was daraus folgt: Werden die Regen künftig heftiger? Die Antwort könnte lauten: Ja. Anmelden und weiterlesen.

Neues Forschungsergebnis mit Beteiligung des Leipziger UFZ

Hummeln sind vom Tempo des Klimawandels völlig überfordert

Foto: UFZ

Die heutigen ökologischen Systeme sind sensibel, höchst sensibel, denn sie sind an ein sehr schmales Fenster von klimatischen Bedingungen angepasst. Wenn sich das Klima verändert, reagieren Lebewesen darauf höchst unterschiedlich. Und die meisten sind nicht schnell genug, zu reagieren, wie nun eine Studie zu Hummeln bestätigt, an der auch wieder Forscher des in Leipzig ansässigen Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) beteiligt waren. Anmelden und weiterlesen.