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Tag: 17. Januar 2022

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Montag, der 17. Januar 2022: Genesenenstatus verkürzt, Rasierklingen unter Aufklebern und reger Gegenprotest bei Demo in der Innenstadt

Wieder einmal bestimmt das „Große C“ den heutigen Tag, allem voran mit dem montäglichen Demonstrationsgeschehen. Erneut versammelten sich hunderte Menschen an verschiedenen Orten in der Stadt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren und wurden dabei von einem starken Gegenprotest begleitet. Außerdem: Leipzigs Polizei warnt vor Aufklebern mit Rasierklingen und das Robert-Koch-Institut verkürzt fast unbemerkt den Genesenenstatus von sechs auf drei Monate. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 17. Januar 2022, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Laszlo, Foto: OD Pictureworks

Am 18. Januar um 20 Uhr: Live Musik mit László

Am Dienstag öffnet der ANKER wieder seine Türen der kleinen Bühne und ermöglicht allen Fans von Live Musik ein kostenfreies Rockerlebnis. Knallhart, leidenschaftlich, ehrlich – so erlebt man László, wenn er die Bühne betritt.

Der Abstieg zum Großen Bürgermeister. Foto: Ralf Julke

Dringende Frage: Was wird aus dem Großen Bürgermeister?

Das waren noch Zeiten, als sich Leipzigs Stadtväter nicht nur um ein neues Rathaus bemühten, sondern auch gleich noch um die Bedürfnisse ihrer Mitbürger. So entstanden nämlich parallel zum Neubau des Neuen Rathauses auch gleich noch zwei öffentliche Bedürfnisanstalten. Eine davon existiert noch. Aber es ist offensichtlich, dass die heutigen Stadtväter damit nichts anfangen können. Und so kümmert sich jetzt nicht nur das Jugendparlament um den Großen Bürgermeister. Auch die CDU findet den Vorstoß überfällig.

Notenbuch

„Römischen Begegnungen“ – Konzert in der Bethanienkirche Schleußig

Werke von Händel und Corelli erklingen am Freitag, dem 21. Januar 2022, 19.30 Uhr, in der Bethanienkirche Schleußig, Stieglitzstr. 42. Das Konzert mit dem Titel „Römische Begegnungen“ wird gestaltet vom Ensemble 1707, Sopranistin Isabel Schicketanz und Nadja Zwiener (Barockvioline/Leitung). Karten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es im Pfarramt unter der Telefonnummer 0341/4804013 und an der Abendkasse.

Der Radwegabschnitt an der Eutritzscher Straße. Archivfoto: Ralf Julke

Der alte ist zu schmal: SBB Mitte beantragt einen Radstreifen an der Eutritzscher Straße

Und noch ein Radweg wird Thema zur nächsten Ratsversammlung. Über den hat mittlerweile der Stadtbezirksbeirat (SBB) Mitte intensiv diskutiert. Denn auch die Eutritzscher Straße ist kein gefahrloses Pflaster für Radfahrer/-innen. Monatelang war ein ganzes Stück Radweg sogar gesperrt, die Radfahrenden wurden in einer riesigen Umleitung über die ebenso unsichere Kurt-Schumacher-Straße gelenkt. Und bei Beräumung der Baustelle zeigte sich, dass der Radweg dort für den Alltagsverkehr viel zu schmal ist.

Divers. Foto: Ralf Julke

Nach frustrierender Reaktion vom Sächsischen Kultusministerium: Deutschleistungskurs schreibt jetzt auch andere sächsische Ministerien an

Am 3. Januar 2022 ging eine Mail an Sachsens Kultusministerium, an den Kultusminister Christian Piwarz selber, mit der Potsdamer Schüler/-innen ihre Bedenken bezüglich des Verbots von geschlechtergerechter Sprache an sächsischen Schulen äußerten. Sie baten um eine Stellungnahme zu ihren aufgeführten Argumenten. Mittlerweile bekamen sie eine Antwort über eine Referentin vom Sächsischen Kultusministerium.

Das Merkurhaus. Foto: Ralf Julke

Ein noch immer unvollendeter Fahrradstraßenring: Jugendparlament beantragt Fahrradbügel am Merkurhaus

Reichen die Fahrradbügel in der Innenstadt? Reichen sie nicht? Wenn viel Betrieb ist, reichen sie natürlich nicht. Und wenn der Anteil der Radfahrer steigt, sowieso nicht, denn durchfahren dürfen sie ja in der Geschäftszeit nicht. Also brauchen sie am Eingang der Innenstadt Abstellbügel. Da gibt es zwar schon einige. Aber am Eingang der Petersstraße fehlen trotzdem noch welche, findet das Jugendparlament und beantragt welche gleich am Merkurhaus.

Zschochersche Straße am Felsenkeller. Archivfoto: Ralf Julke

SPD-Antrag: Die Zschochersche Straße braucht auch zwischen Felsenkeller und Lützner Straße Radstreifen

Das geht jetzt munter so weiter. Egal, ob es die Leipziger/-innen in Petitionen schreiben, es in den Budget-Diskussionen der Stadtbezirksbeiräte auftaucht oder als Antrag aus einzelnen Fraktionen: Stückweise beantragen die Leipziger/-innen jetzt all die fehlenden Radwege, die seit 2012 längst hätten gebaut werden sollen. Das Versprechen der Verwaltung von 2010 „Die Stadt strebt einen hohen Anteil des Radverkehrs am Wegeaufkommen an“ war nichts als heiße Luft. Längst sind neue Straßen hinzugekommen, bei denen sich das Fehlen von Radanlagen massiv bemerkbar macht – so wie in der Zschocherschen Straße.

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