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Kleines Gedenken an Luxemburg und Liebknecht: 30 Linke demonstrieren in Leipzig

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    Das Jahr 2019 hat nun – was Demonstrationen betrifft – so richtig angefangen. Am 14. Januar ging der „Aufruf 2019“ auf die Straße und erinnerte an 1989 und die Notwendigkeit für Demokratie einzustehen. Morgen Abend soll rings um die Polizeiaktion vom heutigen Tage im „Black Triangle“ eine Demonstration am Wiedebachplatz in Connewitz stattfinden, am Freitag wollen sich streikende Schüler auf dem kleinen Willy-Brand-Platz treffe. Und heute startete die Linke Leipzig nach einer Ankündigung vom 10.01. in der Südvorstadt eine Demonstration zur Erinnerung an den 100. Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Mehr als 30 Teilnehmer kamen nicht zueinander.

    Unter dem Motto „Wir sagen: Trotz alledem!“ hatte der Stadtverband der Linken zu Aktionen an zwei Orten aufgerufen. Zum Erbe der Linkspartei erklärte Linkensprecher Kay Kamieth: „Am 15. Januar 1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nach der Niederschlagung des Januaraufstandes von rechten Freikorpssoldaten in Berlin brutal ermordet. Der Leipziger Stadtverband hat sich als Mieter im Liebknecht-Haus stets zu seiner besonderen Verantwortung für das Erinnern an das Lebenswerk und revolutionäre Erbe von Luxemburg und Liebknecht bekannt.“

    Die diesjährige Würdigung sei für die Leipziger Linke kein bloßes Gedenken an das Jahr 1919, das wie 1918 als ein Epochenjahr der deutschen und europäischen Geschichte gilt. Kamieth sieht das Gedenken „eingebettet in aktuelle Tageskämpfe gegen Armut und Krieg und in die Vorbereitung auf die kommenden Wahlkämpfe.“ Interessanter war wohl die Nebenbeobachtung, dass sich mit Volker Külow erstmals ein ehemaliger Landtagsabgeordneter in Sachsen eine „Gelbweste“ überzog.

    Seit der Demonstration am gestrigen 14. Januar beim „Aufruf 2019″ ist klar, dass zumindest im Raum Leipzig zunehmend Anhänger der Aktion „Aufstehen“ rings um Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht mit eben jenen gelben Westen der französischen Demonstranten der letzten Monate auftreten.

    Im Anschluss an die Demonstration fand ab 19:00 Uhr im Dachgeschoss vom Liebknecht-Haus mit dem Historiker und Buchautor Florian Wilde eine Diskussionsveranstaltung zum 100. Jahrestag der Gründung der KPD und der Rolle von Liebknecht und Luxemburg in der Novemberrevolution statt. Vielleicht fanden sich für diesen geschichtlich spannenden Stoff mehr Teilnehmer ein als gegen 19:30 Uhr an der Kurt-Eisner-Straße.

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