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Donnerstag, der 24. Juni 2021: Überstunden im Stadtrat, Zukunft des Kohlrabizirkus‘ und Fahndung nach Dynamo-Fans

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    An zwei Tagen hat sich der Leipziger Stadtrat unter anderem mit einem umstrittenen Schulbauprojekt im Süden und Möglichkeiten für legale Open-Air-Partys beschäftigt. Die Stimmung war teils ziemlich aufgeheizt. Außerdem: Die Stadt möchte den Kohlrabizirkus perspektivisch weiterentwickeln und die Polizei fahndet öffentlich nach mutmaßlichen Dynamo-Randalierern. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 24. Juni 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Für den Stadtrat war es mal wieder eine arbeitsreiche Woche. Nach einer siebenstündigen Sitzung am Mittwoch folgte am Donnerstag die Fortsetzung, die um 16 Uhr begann und bis in den späten Abend dauerte. Auf der Tagesordnung standen einige kontroverse Themen, darunter das geplante Tauschgeschäft am Mittwochabend.Die Stadt wollte im Leipziger Süden ein Grundstück für eine Schule von einem Investor; dieser sollte im Gegenzug vier andere Grundstücke erhalten. Rund anderthalb Stunden dauerte die teils hitzig geführte Debatte – rechnet man die Beratung des Ältestenrates ganz zu Beginn der Ratsversammlung dazu, waren es sogar zwei Stunden. Mit einer knappen Mehrheit entschied sich der Stadtrat gegen das Tauschgeschäft.

    Open-Air-Partys in Reichweite

    Kein Wunder, dass für viele andere Themen dann erst am Donnerstag Zeit war. Dort beschäftigte sich der Stadtrat gleich zu Beginn mit unkommerziellen Open-Air-Partys. Schon seit Jahren gibt es aus vielen Teilen der Bevölkerung den Wunsch, Freiflächen auszuweisen, auf denen unbürokratisch legal gefeiert werden kann. Tatsächlich soll das noch diesen Sommer klappen. Der Stadtrat erteilte mit großer Mehrheit den Auftrag, entsprechende Richtlinien zu entwickeln.

    Die sich immer stärker zuspitzende Frage, wem eigentlich welcher Teil der Stadt gehört, spielte heute auch rund um den Kohlrabizirkus eine Rolle. Die Stadt bestätigte, dass sie das denkmalgeschützte Gebäude kaufen und „perspektivisch zu einer modernen Sport-, Freizeit- und Kulturstätte entwickeln“ möchte. Auch der Club „Institut für Zukunft“ soll erhalten bleiben.

    Ob die Stadt die Flächen kauft, ist aber noch unsicher. Darüber muss zum einen der Stadtrat und zum anderen der jetzige Eigentümer entscheiden. Dieser soll der Stadt bis Ende Juli exklusive Verhandlungen zugesichert haben. Im Raum steht ein Kaufpreis von 12,55 Millionen Euro.

    Widerspruch gegen die Polizei

    Ein drittes großes Thema an diesem Tag war: Kriminalität. Na klar, das geht immer. Die sächsische Polizei fahndet nun öffentlich nach 20 Personen, die sie als „mutmaßliche Rädelsführer“ bei den Ausschreitungen am Rande eines Dynamo-Dresden-Spiels vor rund einem Monat identifiziert haben will. Zudem kritisiert die Polizei den Fußballclub, der bislang einen „Schulterschluss“ bei den Ermittlungen verweigert habe.

    Diesem Vorwurf widersprach jedoch Ronald Beć, der Geschäftsführer des Fanprojekts Dresden. Der Verein habe bereits Anhörungsschreiben an mutmaßlich identifizierte Gewalttäter verschickt. Der Verein selbst organisierte sogar eine spontane Pressekonferenz, um dem Vorwurf zu widersprechen. Für manches, was die Polizei fordere, sei man gar nicht zuständig.

    Uber, Razzia und Gerichtsprozess

    Worüber die LZ heute berichtet hat: über aktuelle Zahlen zur Impfkampagne, über ein neues Quartier im südlichen Stadtzentrum und über erste Eindrücke von einer neuen Ausstellung der Hochschule für Grafik und Buchkunst.

    Was heute außerdem wichtig war: Das Unternehmen Uber, das Fahrten via Mietwagen vermittelt, will offenbar auch in Leipzig starten, berichtet die LVZ. Die Stadt wiederum plant, per Verordnung einen fairen Wettbewerb mit Taxi-Unternehmen zu garantieren. Außerdem: Bei Razzien in Leipzig und weiteren Städten hat die Polizei mehr als eine Million Euro und diverse Luxusgegenstände sichergestellt. Die acht Beschuldigten sollen Schwarzarbeit im Baugewerbe betrieben haben.

    Was morgen passieren wird: Am Landgericht Leipzig soll es um 10 Uhr zu einer Art Showdown kommen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ und das rechtsradikale „Compact“-Magazin stehen sich gegenüber. Das Aktionsnetzwerk wehrt sich gegen die Behauptung, dass „gewaltbereite Gruppen“ dort beteiligt seien. „Compact“ nutzt auf seinen Kanälen auch diesen Prozess für seine Inszenierung als Medium des „Widerstands“ im angeblich roten Leipzig.

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