Wenn Leipziger träumen: „ … wenigstens eine halbe Stunde für ihre Kinder am Tag“

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAls Pädagoge zu träumen verbietet sich von selbst. Das habe ich nach sechs und einem halben Jahr im Klassenzimmer gelernt. Ich hätte es aber auch schon als Schüler wissen können, aber da ist die Sicht doch zu eingeschränkt, da hat man mit sich selbst zu tun. Was der oder die „da vorne“ erzählen, machen, fühlen, war doch meistens nicht so relevant wie Musik, Mädchen oder die (Fußball-)Meisterschaft. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Eine wahre solidarische Stadt

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIm Sommer 2018 ist ein Ruck durch Leipzig gegangen. Die steigende Anzahl ertrunkener Menschen im Mittelmeer, die Kriminalisierung der Seenotrettung und die fehlende Bereitschaft vieler Anrainerländer, Geflüchtete von den wenigen Rettungsbooten an Land zu nehmen, hat zu Empörung und Schock geführt. Aus dieser Empörung heraus ist die Leipziger Seebrücke entstanden, zu der auch ich gehöre. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Leipzig – Wir können mehr!

Maximilian König. Foto: Privat

Für alle LeserIch träume ziemlich viel. Und von ziemlich viel. Ich träume von einer Stadt, die mehr will, kann, und ist. Meine ersten politischen Erfahrungen habe ich im StuRa der Uni Leipzig gesammelt. Man könnte denken, dass sich dort die zukünftige gesellschaftliche Elite der Stadt bildet – doch stattdessen war es eine ausführliche Übung in „Soll nicht, will nicht, geht nicht“. Außerhalb des Mainstreams zu stehen war schon immer mein Ding. Unangenehme Fragen zu stellen auch. Das hat mich am Ende bis in den Senat der Uni Leipzig geführt, wo wir als Liberale nun noch immer sitzen. Es Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: „… wenn sie erzählt, dass ihr Vater aus diesem riesigen Krieg nicht zurückgekehrt ist.“

Foto: Nils Müller

Für alle LeserTräume und Wünsche sind Bestandsaufnahmen. Was bereits vorhanden ist, bildet den Rahmen für das Neue. Was nicht hier ist, wünschst du dir. Da sitzt du nun und bist gefragt, wovon du in dieser Stadt träumst. Weniger Baustellen. Jaja. Mehr Radwege, mehr Bäume – schon klar. Wenn du dich von deiner Metaebene im Traum in die Stadt begibst, in der du lebst, erfasst du es am besten. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: „Für Ideen für mehr soziale Gerechtigkeit endlich mal eine Mehrheit …“

Anne Kämmerer. Foto: Privat

Für alle LeserBeim Träumen driften wir zuweilen ins Unverständliche, völlig Abgefahrene oder Pathetische ab. Vielleicht ist das aber manchmal sogar eine passende Gelegenheit, den gut eingeimpften Zynismus zumindest für einen kurzen Moment abzuschütteln. Also gut – ich träume davon, dass das Wort Solidarität keine Floskel mehr ist. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: „Wie wertvoll ein selbstbestimmtes Leben ist …“

Hans-Günter Kröger. Foto: Privat

Für alle LeserGedanken eines Leipzigers zu Weihnachten 2018: ... die 70 erreicht und ein zufriedener Blick zurück an der Schwelle zum neuen Jahr. Wir sind glücklicherweise so geschaffen, dass alles Schlechte irgendwie verschwindet und überwiegend das Gute in Erinnerung bleibt. Es waren gute Zeiten, die Nachkriegszeit geprägt vom Aufbau. Man hatte Wünsche, die man sich teils mühevoll erfüllt hat. Umso größer war die Freude daran, wenn es gelungen war. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Jana Steinhaus „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“

Jana Steinhaus, Sprecherin gbs Leipzig – Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung. Foto: Evelin_Frerk

Für alle LeserManchmal öffnet eine Dystopie den Menschen mehr die Augen als eine Utopie. Ich beschreibe ihnen daher meinen – nein: unser aller – Albtraum. Wir schreiben das Jahr 2045 und der religiöse Rollback hat Leipzig und die ganze Republik verändert. Das neue Leipziger Rathaus ist umringt von Gotteshäusern. Nachdem die Stadt eines ihrer Filet-Grundstücke für den Bau der neuen Propsteikirche an die Katholische Kirche verkauft hatte, forderten auch andere Religionsgemeinschaften einen solchen prominenten Platz im Stadtzentrum ein. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Alexander Krumbholz „Leipzig, ich wünsche mir etwas“

Alexander Krumbholz, Jugendparlamentarier, Die Linke. Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSeit nunmehr 21 Jahren lebe ich in Leipzig. Und nicht nur die Stadt schaute mir beim wachsen und entwickeln zu, auch ich konnte dies tun. Beispielsweise, als wir vor 16 Jahren von Schönefeld in die Südvorstadt zogen. Damals war das Viertel noch von Leerstand und baufälligen Häusern geprägt. Über die Jahre hinweg verschwanden die Löcher im Putz unserer Nachbarhäuser, Gerüste wurden hochgezogen, Dächer abgedeckt. Heute ist die Südvorstadt eine der begehrtesten Wohnlagen in Leipzig. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Nicole Wohlfarth „Eine Stadt, wo man sich verwirklichen kann und dabei trotzdem Rücksicht auf andere nimmt“

Nicole Wohlfahrt (Stadträtin, SPD). Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIch träume davon, dass Leipzig eine Stadt bleibt und wird, in der sich jeder und jede verwirklichen kann und dabei trotzdem Rücksicht auf andere nimmt. Vieles ist möglich und soll auch möglich bleiben: selbstverwaltetes Wohnen, saubere Parks zum Erholen und Feiern, breite Beteiligung der Menschen in unserer Stadt, Vielfalt und Weltoffenheit, aber auch Rücksichtnahme und Höflichkeit. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Olav Amende „Leipzig könnte ein Versuchsfeld der Langeweile sein“

Foto: Privat

Für alle LeserDer erste Schnee fällt. Am Bahnhof versucht man, die Obdachlosen heute mit Klängen aus Tschaikowskis Nussknacker-Suite zu vertreiben, während sich im Spiegelzelt eine Luftakrobatin in einer Kristallkugel dreht und man auf dem Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Bratwurst über Trumps Jerusalem-Rede, Enthüllungen im Fall von Oury Jalloh und den Wert des Hashtags MeeToo scherzt. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Roman Knoblauch „Träume sind Schäume? Nicht unbedingt!“

„Heute haben sich meine Träume verändert.“ Roman Knoblauch. Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserJeder Weg beginnt mit einem Traum, und bei Träumen sind keinen Grenzen gesetzt. Der eine träumt vom Haus, Auto oder Boot. Der andere träumt von Karriere, Familie und noch mehr Geld. Für mich sind Träume immer Ziele. Und egal wie diese auch aussehen, man muss dafür meist hart arbeiten und manchmal auch darum kämpfen. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Mark Gärtner, Sächsischer Flüchtlingsrat „In Leipzig gibt es Politik. In Sachsen keine Selbstverständlichkeit“

"Leipzig ist eine aktive Stadt, in der Probleme nicht totgeschwiegen werden." Mark Gärtner, SFR. Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig ist die der drei großen Städte in Sachsen, in der der Sächsische Flüchtlingsrat e.V. kein Büro hat. Was bedauernswert ist. Man könnte meinen, wir erfahren gar nichts aus der größten Stadt des Bundeslands. Ist aber nicht so. Weil es wahnsinnig viele Geflüchtete wie Unterstützer*innen gibt, die aktiv sind, beraten und protestieren. Luan Zejneli und seine Mitschüler*innen haben in diesem Jahr mit einer Petition für Luans Bleiberecht gesorgt. Die Geflüchtetenselbstorganisation Zendegi und das Aktionsnetzwerk Protest LEJ haben im Juni und Oktober gegen Abschiebungen protestiert. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Stefanie Rötz „Leipzig gesünder und fitter machen“

"Sei mutig" Stefanie Rötz Foto: Privat

Für alle LeserSei mutig! Und wenn du es nicht bist, tue so als ob. Wir alle sollten stets den Mut haben, wir selbst zu sein und für unsere Träume zu kämpfen. Die große Herausforderung im Leben liegt darin, die Grenzen in einem selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie man es sich selber nie hätte erträumen können! Es ändert sich nichts, bis man sich selbst ändert. Und plötzlich ändert sich alles. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Tilly Domian „Heimat? Ein Gefühl … Wenn ich Irland besuche, fühlt es sich an wie nach Hause kommen“

Eine Leipzigerin auf Reisen von einer Heimat zur nächsten. Foto: Tilly Domian

Für alle LeserIch war überrascht, als ich eine Anfrage der L-IZ in meinem Postfach fand. Zum Thema Leipziger Träumer. Ob ich etwas dazu schreiben könnte. Wie kommen die auf mich? Ich bin doch ganz normal, unauffällig, was hab ich schon dazu zu sagen? Erst Recht wenn es um die Stadt geht in der ich lebe. Zugegeben sehr gern und schon seit ich auf der Welt bin. Habe bislang auch erst einmal damit geliebäugelt hier wegzuziehen. Obwohl … ich tu es gerade wieder. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Naomi-Pia Witte „Das Bedingungslose Kultur-Einkommen“

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLeipzig ist eine große Kulturstadt – unbestritten. Oper, Gewandhaus, Thomanerchor, euro-scene, die DOK-Filmwoche und viele weitere mehr, aber auch die sogenannte freie Szene bietet in Leipzig ein Kulturangebot allererster Güte an. Aber leider steht, trotz immenser finanzieller Förderung durch die Stadt Leipzig, dieses immense kulturelle Angebot nicht allen Leipzigern gleichermaßen zur Verfügung. Und leider profitieren gerade die Menschen am unteren Rand der Gesellschaft am wenigsten von den Ausgaben für Kultur in der Stadt Leipzig. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Achim Haas „Gute Nachrichten machen gute Laune“

Achim Haas, CDU Stadtrat & Leipziger Unternehmer. Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserIch erinnere mich noch gut an die Zeit als ich vor 25 Jahren nach Leipzig kam und dies meine neue Heimat wurde. Das Miteinander und helfen war an der Tagesordnung. Ich träume davon - die Menschen helfen sich einfach ohne zu fragen was habe ich davon. Als begeisteter Hobby-Koch ist es immer ein großes Vergnügen für seine Freunde und Gäste zu kochen und diese zu verwöhnen. Zu hören das war lecker ist das schönste Kompliment. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Dorothee Dubrau „Wieder anknüpfen an die Kraft der Neunziger Jahre“

Dorothee Dubrau, parteilose Baubürgermeisterin in Leipzig. Foto: Privat

Für alle LeserDer Ort, an dem ich am besten Träumen kann, ist mein Balkon. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen Balkon mit Aussicht habe. Auf der einen Seite sehe ich den Turm des Rathauses, auf der anderen Seite den Turm der Thomaskirche. Und dazwischen sind die Dächer der Innenstadt, darüber ganz viel Himmel. Jeden Tag hat er eine andere Farbe. Mal ist er blau, dann wieder kräftig rot und manchmal auch ganz grau. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Rüdiger Harr „Verantwortung geht uns alle an“

Rüdiger Harr, Vorsitzender Richter der 8. Strafkammer am Landgericht Leipzig. Foto: Lucas Böhme

Für alle Leser2017 war ein aufregendes Jahr in vielerlei Hinsicht. Die politische Verunsicherung und auch das Gefühl vieler Menschen, abgehängt zu sein oder nicht ernst genug genommen zu werden, hat trotz aller Erfolge der Wirtschaft und der Entwicklung am Arbeitsmarkt auch in Leipzig zugenommen. Viele Ängste sind diffus, manches entbehrt einer realen Grundlage. Das ändert aber nichts an den Befindlichkeiten und der Situation. Vermeintlich Festgefügtes ist scheinbar oder tatsächlich ins Wanken gekommen. Weiterlesen

Wenn Leipziger träumen: Juliane Nagel „Wut versus Lethargie“

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„In Erwägung unserer Schwäche machtet, ihr Gesetze, die uns knechten soll'n, die Gesetze seien künftig nicht beachtet. In Erwägung, daß wir nicht mehr Knecht sein woll'n.“ (Brecht) Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Ein weiteres Jahr des Weiter so. Ein weiteres Jahr am Kneipentisch über die Zustände gemeckert. Die Institutionalisierung der Rechtsrucks mit der Bundestagswahl mit kurzem Erschrecken wahrgenommen und wieder zur Tagesordnung übergegangen. Weiterlesen