Beiträge von Ralf Julke

Startender Aerologic-Frachter auf dem Flughafen Leipzig / Halle. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Politik·Region

BUND Leipzig fordert Schallschutz rund um den Flughafen Leipzig/Halle, der seinen Namen auch verdient

Es war quasi das Sahnebonbon, oder wohl doch eher die Sahnetorte, die den Bürgern aus dem Leipziger Nordwesten 2005 hingehalten wurde, als man nicht nur den Bau der zweiten Startbahn am Flughafen Leipzig/Halle durchdrückte, sondern auch gleich noch eine Flugerlaubnis rund um die Uhr obendrauf packte als Lockmittel für die Frachtflugunternehmen. Doch die Torte fiel dann viel kleiner aus als versprochen.

Vattenfall-Kraftwerk Boxberg in der Lausitz: Hier stehen die ältesten Blöcke Sachsens. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Metropolregion

Mit sächsischer Braunkohle schaufelt man keine Gewinne mehr

Die Nachricht war zu erwarten und sie dürfte all den Strategen in den Managements der deutschen Energiekonzerne gar nicht gefallen: Die EU-Kommission hat erhebliche Bedenken gegen den im Juli vereinbarten Reserveplan der Bundesrepublik für alte Kohlekraftwerke. Vier Jahre, so haben es die Kraftwerksbetreiber mit der Bundesregierung vereinbart, sollen die alten Meiler zwar vom Netz genommen, aber als "Kapazitätsreserve" erhalten bleiben.

Kirstin Ballhorn: Fridos Traum vom Surfen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Wie Frido lernt, sich einen Traum zu erfüllen

Solche Geschichten schreibt man, wenn man den Ozean vor Augen hat. Den Pazifischen Ozean zum Beispiel. Mit großen Wellen und einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Genau da lebt Kirstin Ballhorn seit 2006 mit ihrer Familie und dem berühmten Buchdruckernamen. Eigentlich stammt sie aus Neubrandenburg in MeckPomm und ist Landschaftsarchitektin. Aber was tun, wenn einen doch was anderes umtreibt?

Oberbürgermeister Burkhard Jung beim Besuch der Ernst-Grube-Halle. Foto: Alexander Böhm
Politik·Leipzig

Leipzigs CDU-Fraktion möchte OBM-Ausnahmeregel bis zum 31. Dezember befristen

Eile ist Not. Wenn Leipzig ausreichend Unterkünfte für die steigende Zahl von Asylbewerbern schaffen will, muss die Stadt schnell reagieren. Das war schon in der Juli-Tagung der Ratsversammlung Thema, als sich Oberbürgermeister Burkhard Jung vom Stadtrat die Zustimmung holte, 2 Millionen Euro zusätzlich in die Asylunterbringung investieren zu können, wenn das nicht reicht, noch einmal 1 Million.

Malerisches Leipzig: Doch nur was für junge Leute? Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Zeigt Brandmeyers „Städtemarken-Monitor“ nun den Leipziger Jugendwahn oder wird hier überhaupt ein „Image“ abgefragt?

Der LVZ war's am Samstag, 12. September, mal wieder eine Titelgeschichte wert: Die Markenberatung Brandmeyer aus Hamburg hat mal wieder ein neues Ranking veröffentlicht, den Stadtmarken-Monitor. 2010 hat es die Marketingagentur schon mal versucht. Die These dahinter: Jede Stadt ist eine Marke. Wie gut die Marke ist, kann man messen, wenn man eine Umfrage macht.

Tatra-Straßenbahn der LVB am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Linksfraktion fordert Überarbeitung des Nahverkehrsplans und 48 Millionen Euro für die LVB

Irgendwie ist der Wurm drin, wenn Leipzigs Verwaltung Pläne für die Zukunft macht. Sie kommt nicht mehr hinterher. Irgendwo scheinen sich Berge unerledigter Vorlagen zu stapeln, Sachbearbeiter verzweifeln und der Stadtrat mahnt immer öfter: Wo bleibt die für vorletztes Jahr versprochene Vorlage? - Das betrifft nun auch mal wieder den Leipziger Nahverkehrsplan - und damit die LVB.

Modellierter Kopf von Homo naledi. Rund 700 Stunden Arbeit kostete es den Paläokünstler John Gurche, den Kopf aus den erhaltenen Knochen zu rekonstruieren. (aus der Oktober-Ausgabe von National Geographic). Foto: Mark Thiessen/National Geographic
Bildung·Forschung

Wie viele Millionen Jahre alt ist Homo naledi eigentlich?

In dieser Woche gab es ja die ganz große Geschichte, über die sich Anthropologen besonders freuen. Wann kann man schon mal die Entdeckung einer neuen Menschenart verkünden? Na gut. Zuletzt haben sie es mit dem Denisova-Menschen getan. Dass jetzt ein "neuer Verwandter des modernen Menschen" gefunden wurde, hat gewissermaßen System.

Im Südraum fast überall zu sehen: das Kraftwerk Lippendorf. Foto: Matthias Weidemann
Wirtschaft·Metropolregion

Eine FES-Analyse zur Energiewende mit erstaunlicher Kohlebegeisterung

Da freut man sich schon: Endlich, endlich beschäftigt sich auch die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung mal mit den Bruchstellen der Energiewende in Deutschland, veröffentlicht eine 48-seitige Publikation mit dem Titel "Sonne, Wasser, Wind: Die Entwicklung der Energiewende in Deutschland". Gibt es jetzt mal eine klare Antwort aus SPD-Kreisen auf die Frage, wie es weitergehen soll?

Frontansicht des ehemaligen Kinos Fortuna von der Eisenbahnstraße aus. Foto: Thomas Grahl
Politik·Engagement

Aktion „Gegen den Abriss“ des ehemaligen „Kinos der Jugend“ in der Eisenbahnstraße ist gestartet

Heute, am 13. September, ist Tag des offenen Denkmals. Was läge da näher, als ein richtiges bedrohtes Denkmal zu besuchen und sich einzubringen in den Kampf zum Erhalt? Denn wirklich viele alte Kinogebäude besitzt Leipzig nicht mehr. Das Vorzeigestück in dieser Beziehung ist das UT Connewitz. Aber in Volkmarsdorf, in der Eisenbahnstraße 162, könnte genau so ein Schmuckstück gerettet werden.

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Prinzessin Popelkopf. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Marc-Uwe Kling und Astrid Henn haben ein subversives Märchen-Anti-Buch gemacht

Unsere alten Märchen sind noch immer lebendig. Das tut gut zu wissen. Und viele dieser alten Geschichten, die die Grimms vor 200 Jahren zusammengesammelt haben, sind so aktuell wie eh und je. Und wer sich bei Marc-Uwe Klings "Prinzessin Popelkopf" an den guten alten König Drosselbart erinnert fühlt, der hat wohl recht. Aber Könige gibt's ja nicht mehr. Prinzessinnen leider schon.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Sachsens Wirtschaft steigert ihre Exporte im ersten Halbjahr 2015 um 15 Prozent

Das erste Halbjahr ist jetzt von den sächsischen Statistikern auch wieder ein bisschen auf das Thema Wirtschaft hin abgeklopft worden. Wer sich erinnert: Im Frühjahr herrschte Alarmstimmung in allen Instituten. Russland, Griechenland, China, Frankreich - überall Misere. Wieder mal alle Exporte bedroht. China beherrscht bis heute die Medien. Und was machen Sachsens Unternehmen? Steigern die Produktion.

Öffnet natürlich auch wieder für Besucher: Leipzigs Altes Rathaus. Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Schlösser, Gutshäuser und technische Denkmale sind in Sachsen besonders bedroht

Am morgigen Sonntag, 13. September, ist wieder einmal "Tag des Offenen Denkmals". Auch in Sachsen. Man kann sich mal wieder von innen beschauen, was in den letzten Jahren aufwendig gerettet wurde. Oft auch gegen den Trend, gegen den Zahn der Zeit sowieso. Und mit kargen Mitteln. Denn wirklich viel Geld für Denkmale stellt Sachsen nicht bereit. Und Jahr für Jahr werden Denkmale Opfer der Abrissbirne.

Hofansicht eines umgebauten Kasernengebäudes. Grafik: K & P Firmengruppe
Wirtschaft·Firmenwelt

Bauarbeiten für die Albert-Residenz in Gohlis haben begonnen

Am Freitag, 11. September, war offizieller Baubeginn für die König-Albert-Residenz. Über 150 Millionen Euro will die K&P Firmengruppe in die Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals in Leipzig Gohlis investieren. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 60.000 Quadratmetern sollen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 15 Wohnimmobilien entstehen. Nicht ganz billig. Premium-Niveau, teilt der Bauträger mit. Wenn das die Soldaten gewusst hätten.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Metropolregion Leipzig, das bedeutet auch wachsende Pendlerströme in beiden Richtungen

Die Auswertungen zu Pendlerströmen gehören regelmäßig zum Repertoire der Leipziger Statistiker. Früher - ja so ungefähr ganz, ganz, ganz viel früher - war das immer so ein schönes wärmendes Gefühl: Wenn eine Stadt wie Leipzig trotz hoher Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen so viele Ein- und Auspendler hat, dann kann die Stadt wirtschaftlich ja doch noch nicht k.o. sein. Ist sie auch nicht.

Radfahrerinnen im Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzig hätte durchaus das Potenzial für 30 Prozent Radverkehr

Es wäre maßlos übertrieben, würden wir jetzt schreiben: Mit so einer Resonanz hätten wir nicht gerechnet. 32 Teile hat die L-IZ-Serie zu den gefährlichen Radwegen in Leipzig jetzt. Und mit jedem Tag hat sich das Gefühl verfestigt: Ja, da hatten wir wohl ganz ähnliche Erfahrungen wie unsere Leser. Es hätten auch noch Dutzende Konfliktstellen mehr werden können.

Erleuchtetes Schulgebäude: Sind wirklich überall noch Leute im Raum? Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Wie Leipzigs Schüler selber lernen sollen, den Energieverbrauch in ihren Schulen zu senken

Mach's Licht aus, wenn du das Zimmer verlässt. Dreh die Heizung runter. Lass das Wasser nicht laufen. Einmal richtig lüften ist besser als Durchzug. - Jeder kennt die Sprüche, hat sie (vielleicht) zu Hause schon tausendmal gehört. Vielleicht auch verinnerlicht. Aber wie ist es tagsüber? Zum Beispiel in der Schule? Wer kümmert sich da? - Eine Frage, die Leipzigs Grüne jetzt aufs Tapet bringen.

Ragna Schirmer: Liebe in Variationen. Foto: Ralf Julke
Kultur·Musik

Eine Romanze, drei Komponisten und Ragna Schirmer am originalen Blüthner-Flügel

Nicht nur für die Schönefelder ist dieser 12. September der schönste Feiertag im Jahr. Am 12. September vor 175 Jahren heirateten Clara Wieck und Robert Schumann in der Schönefelder Kirche. Eine Liebe, die nachhallt, bis heute. Bis in ihre Kompositionen hinein sind die beiden verwoben. Und wer's hören will, kann morgen zum Konzert gehen oder sich die neue CD von Ragna Schirmer besorgen.

Ackerfläche bei Lindenthal. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Es sind noch immer wertvolle Ackerflächen, die der Versiegelung zum Opfer fallen

Die Zahlen, die der Grüne Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecher Wolfram Günther auf seine Anfrage zum Flächenverbrauch in Sachsen von Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) bekommen hat, haben wir an dieser Stelle schon ausgewertet. Aber es ist ein Thema mit vielen Facetten. Dazu gehört auch die nach wie vor wichtige Feststellung, dass immer noch wertvolle Äcker geopfert werden.

Petra Zais (B90/Grüne). Foto: Juliane Mostertz
Politik·Sachsen

Wenn deutsche Innenminister in einer Ausnahmesituation an ihren Aufgaben versagen

Am Mittwoch, 9. August, haben wir den Offenen Brief von neun empörten Leipzigern an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) veröffentlicht, in dem sie den mehr als dilettantischen Umgang mit der Flüchtlingssituation in Sachsen anprangern. Aber sie hätten auch gleich einen an den Bundesinnenminister Thomas de Maiziére schicken können. Denn der ist für einen großen Teil der Tragödie hauptverantwortlich.

Stanislaw Tillich - hier bei einem Besuch in Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Ein Offener Brief an Sachsens Ministerpräsidenten

Man kann ja analysieren und analysieren in der Zeitung. Aber was passiert, wenn nichts passiert? Wenn der Ministerpräsident einfach seinen Stiebel weitermacht. Und sein Innenminister einfach seinen Stiebel weitermacht. Es wird schlecht bis gar nicht kommuniziert. Immer neue Provisorien lösen einander ab. Jetzt haben neun Leipziger die Nase voll.

Hochfrequentiert: Radüberweg an der Nürnberger Straße / Prager Straße. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Gefahrenstelle Nr. 32 im Leipziger Radnetz: Eingequetscht auf viel zu kleinen Verkehrsinseln

Nicht nur beim Fahren geraten Leipziger Radfahrer immer wieder in brandgefährliche Situationen. Auch beim Stehen und Warten sind sie oft genug mitten im Malstrom, eingeklemmt auf viel zu schmalen Verkehrsinseln, umrauscht vom Verkehr und in Ampelphasen gefangen, die vor allem für flotte Motorisierung gedacht sind, Fußgänger und Radfahrer aber eher als Zaungäste im Verkehr betrachten.

Auch Umzüge muss man sich erst mal leisten können. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Für die Hälfte der Leipziger Haushalte wären Mieterhöhungen ein richtiges Existenzproblem

Heftig wurde im vergangenen Jahr auch in Leipzig über die Mietpreisbremse diskutiert, denn erstmals zeigte auch die Bürgerumfrage einen deutlichen Anstieg in den Durchschnittsmieten - von 5,08 Euro im Jahr 2013 auf 5,38 Euro. Irgendwas war da also im Gang. Und Leipzigs Statistiker wollten es schon gern genauer wissen. Das war dann auch Teil der "Bürgerumfrage 2014" gewesen. Die speziellen Fragen dazu hat Andrea Schultz im neuen Quartalsbericht der Stadt ausgewertet.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Die Migration der Gegenwart wird Leipzig künftig viel bunter machen

Das Leipzig der Zukunft wird bunter. Das Sachsen der Zukunft übrigens auch. Und daran können auch die Wir-wollen-nicht-Demonstrierer aus Ost- und Westsachsen nichts ändern. Es wird einfach so. Die Frage ist nur, ob die Bundesrepublik es schafft, sich dabei zu modernisieren, oder ob sie den Weg geht, den sich die verbiesterten Innenminister so ausmalen - das geht dann schief.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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