Neue „Mitte“-Studie nimmt auch die Wählerschaft der AfD unter die Lupe

Seit 2002 gibt es die Studien zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland aus der Leipziger Forschungsgruppe um Elmar Brähler. Sie haben schon früh gezeigt, dass Rechtsextremismus nicht nur das "Problem" einer kleinen Randgruppe ist, sondern die ganze Gesellschaft betrifft. 2006 sorgte die Gruppe für Aufsehen, als sie diagnostizierte: rechtsextreme Einstellungen sind eigentlich ein Problem der Mitte der Gesellschaft.
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Die „Mitte“ der Gesellschaft kann man unterschiedlich definieren, man kann sie auch über Jahrzehnte als „Mittelschicht“ päppeln und bauchmiezeln. Und sie ließ sich auch gern so bauchmiezeln, das ist ein Teil ihres Selbstbildes geworden. Aber wer ist eigentlich diese „Mitte“?

2014 wurde das etwas sichtbarer. Nicht erst durch die Spaziergänge von PEGIDA in Dresden. Auch schon mit dem Auftrumpfen der neuen, europakritischen Partei AfD. Die auch in der neuen, nun auch gedruckt vorliegenden Studie zum Rechtsextremismus der Mitte erstmals analysiert wird. Das interessierte die Sozialforscher schon, woher diese Partei kam und welche Wähler sie ansprach. immerhin hatte es seit den 1990er Jahren immer wieder Versuche gegeben, eine Partei irgendwo rechts der CDU zu gründen. Auch die Hauptprotagonisten waren immer wieder dabei – Hans-Olaf Henkel, der ehemalige BDI-Chef und BILD-Kolumnist, und der Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke. Doch jeder Anlauf scheiterte – bis sie 2013 eine eigene Partei gründeten.

Wie die tickt, das hat in diesem Band Nils C. Kumkar anhand der Gründungsparteitagsrede von Lucke einmal etwas genauer analysiert. Immerhin wurde hier schon sichtbar, dass sich diese neue Partei als Robin Hood gerieren würde, als Rebell und Alternative für all jene, die vom pragmatischen Kurs der Bundesregierung frustriert waren. Um diese Art Rebellentum zu verstehen, die man den im Schnitt 50 Jahre alten Männern, die zumeist recht gut verdienen und nun wirklich nicht darüber klagen können, dass sie die Underdogs der Gesellschaft sind (die wählen tatsächlich eher NPD), muss man wissen, was sie so frustriert, wo sie unter den aktuellen (europäischen) Entwicklungen leiden.

Und das – am Ende gar nicht Erstaunliche – ist, dass man ihr Problem in den seit 2002 stattfindenden „Mitte“-Untersuchungen wiederfindet. Sie sind, was ihre Problemlagen betrifft, tatsächlich die Mitte der Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die seit über 70 Jahren ihr Selbstbewusstsein aus einer wirtschaftlich starken Position bezieht.

Die Autoren erläutern noch einmal ausführlich, wie sie zum Erklärungsmuster des „sekundären Autoritarismus“ kommen. Übrigens nicht nur sie – die Sozialpsychologie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema. Und mit der Ursprungsfrage: Was ist eigentlich aus dem primären Autoritarismus geworden, der paternalistischen Gesellschaft der Kaiserzeit, in der der Vater die wesentliche Leitfigur war und die subalternen Söhne zumindest darauf hoffen konnten, irgendwann den Vater zu beerben und selbst zur anerkannten Autorität zu werden?

Eigentlich vertrüge so eine Publikation auch noch ein dickes Kapitel darüber, warum ausgerechnet die Deutschen so ein autoritätsgläubiges Volk sind. Immer noch. Den schlimmsten Auswuchs erlebte die Welt ja, als sich Adolf Hitler zur absoluten Autoritätsfigur der Deutschen machte und gleich mal Millionen der Verantwortung enthob, für ihr eigenes Tun und Lassen die Verantwortung zu übernehmen.

Das hat auch etwas mit der Wirtschaftsnation Deutschland zu tun. Denn die modernen kapitalistischen Produktionsverhältnisse brauchen vor allem dienstbare Geister, die sich willig in die gegebenen Arbeitsbedingungen schicken und nicht murren und auch ihre persönlichen Interessen völlig zurückstellen. Auch auf Lebenszeit und Glück verzichten. Nur: Was ist der Preis? Was bekommen sie dafür? Teilhabe an der Macht? – Nicht die Bohne. Aber was dann?

Das Phänomen ist – und das war auch schon im NS-Reich sichtbar: Die Meisten finden ihre Zufriedenheit schon darin, sich als Teil eines (erfolgreichen) größeren Ganzen zu fühlen. Deswegen haben Worte wie Reich, Heim, Nation auch schon vorher funktioniert. Der Staat – und in der Steigerung – Kaiser oder Führer, werden zur Projektionsfläche der eigene Stärke. Und das selbst dann, wenn sich die eigene wirtschaftliche Situation tatsächlich verschlechtert (wie es in Hitlers Reich für die arbeitende Bevölkerung tatsächlich der Fall war). Die primäre Autorität wird zum Ersatz. Und deswegen war der Bruch nach 1945 gar nicht so groß, stellen die Autoren fest. Denn die Identifikation mit einer starken Wirtschaft kannten die Deutschen ja schon. Und mit der Fixierung auf das Wirtschaftswunder und die wachsende Bedeutung der Bundesrepublik als starker Wirtschaftsmacht, konnte eine neue Autorität die alte, niedergeschlagene ersetzen. Und sogar die intensive Beschäftigung mit der gestürzten Autorität Hitler verdrängen, genauso wie die Trauer über diesen Verlust. Statt sich mit Schuld und Sühne zu beschäftgen, wechselte die bundesdeutsche Gesellschaft einfach die Seiten, machte sich quasi mit den siegreichen Allierten selbst zum Sieger der Geschichte – und ließ die alten Gespenster lieber im Keller. Bis die bis heute so heftig befehdeten 68er begannen, an diese Untoten und die verdrängte Schuld zu erinnern.

Deswegen sind noch heute zahlreiche konservative Autoren stocksauer auf die 68er und alles, was sie sonst dafür halten. Das ist übrigens der Ursprung einer so gern verwendeten Injurie wie „Gutmenschen“.

Doch der Ersatz funktionierte für die meisten Deutschen bis heute. Auch für die Ostdeutschen, die 1990 schwuppdiwupp selbst Teil dieser Verklärung waren und ihre eigenen, gerade erst gestürzten Autoritäten durch die unsichtbare neue, sekundäre Autorität ersetzten: das Gefühl, Teil einer mächtigen Wirtschaft zu sein und dafür auch noch honoriert zu werden. Mit einem Auskommen, mit einem gewissen Wohlstand, staatlicher Fürsorge und der Perspektive, hinfort in der reichsten und besten aller Nationen zu leben.

Ohne zu reflektieren, wie wenig Macht der Einzelne tatsächlich hat, denn die eigentliche Autorität ist ja das, was Politiker gern „der Markt“ nennen. Oder wie Oliver Decker es beschreibt: „Wie schon bei der Anerkennung der Macht des patriarchalischen Vaters entschädigt auch die Identifizierung mit der Stärke der Wirtschaft nicht restlos für die Unterwerfung. Die gewaltvolle Autorität produziert eine große Ambivalenz und vor allem Aggression.“

Und die hat sich unterschwellig in allen Studien seit 2002 gezeigt. Denn hier kommen all die Dimensionen zum Tragen, die in ihrer Gesamtheit dann ein rechtsextremes Weltbild ausmachen. Der Rechtsextremismus ist kein Fremdkörper der vom Markt dominierten Gesellschaft, sondern eher sei Produkt, auch wenn nicht alle Befragten gleichermaßen auf die verschiedenen Schlagworte der Befragung reagierten. Im Gegenteil: Die meisten Befragten konnten den rechtsextremen Haltungen (rassistischen, antisemitischen, demokratiefeindlichen, chauvinistischen) gar nicht oder kaum zustimmen. Und tatsächlich sinkt das Potenzial rechtsextremer Einstellungen seit 2002 sogar – in Ost wie West.

Mit einem auffallenden Zeigerausschlag just im Jahr 2008, dem Jahr, in dem die Finanzkrise zuschlug. Denn wer die eigene Stärke über die Stärke der Wirtschaft des eigenen Landes definiert, der erlebt in so einem Moment wahrscheinlich sogar Panik. Das, auf was man sich ganz und gar verlassen hat, entpuppt sich auf einmal als krisenanfällig. Und so gab es 2008 einen Zeigerausschlag nach oben in der Dimension „Befürwortung einer rechtsautoritäten Diktatur“. Einen kleinen nur. Aber ein Achtungszeichen, dass es durchaus Bevölkerungsschichten gibt, die in Krisenzeiten die nicht ganz so leichte Demokratie in Frage zu stellen bereit sind und Wünsche nach einer starken Autorität laut werden lassen.

Dieser Zeigerausschlag ging zwar bei der nächsten Befragung wieder zurück, dafür gab es bei anderen Dimensionen (Sozialdarwinismus, Ausländerfeindlichkeit) in den Folgejahren einen Anstieg. Wahrscheinlich Zeichen für die zunehmende Angst, dass die wirtschaftlich noch immer starke „Insel Deutschland“ so sicher nicht sein könnte. Eine Angst, die sich vor allem in Abgrenzung austobt: Man beginnt sich wieder stärker abzugrenzen von Schwächeren, als Konkurrenz oder Bedrohung empfundenen Anderen.

Doch im Unterschied zu NPD-Wählern sind AfD-Wähler keine ängstlichen Typen. Sie glauben sich völlig im Recht mit ihrer abgrenzenden Haltung. Sie sind ja die Mitte und haben nie ihren Kurs verlassen. Oder war es eher eine in Stein gemeißelte Position?

Mehr dazu in Kürze an dieser Stelle.

Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler (Hrsg.) „Rechtsextremismus der Mitte und sekundärer Autoritarismus“, Psychosozial-Verlag, Gießen 2015, 19,90 Euro

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